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Idealisierungen und Wahrscheinlichkeiten
#1
In den Sitzungen 696 und 697 (Seth und die Wirklichkeit der Psyche)spricht Seth im Zusammenhang mit individuellen und auf die gesamte Spezies bezogene Blaupausen im Sinne von "inneren Arbeitsplänen" die auf jeder Ebene biologisch, psychisch, spirituell und geistig existieren, von "Idealisierungen."
Und um diesem an sich schon komplexen Thema noch etwas Würze zu verleihen, mischt er auch noch die Wahrscheinlichkeiten unter. (das sagt nicht Seth, das ist meine Interpretation.)

Zitat:Es handelt sich hier nicht um innere Bilder von Vollkommenheit und bis zu einem gewissen Grad ändern sich die Blaupausen auch, da die Vorgänge innerhalb eines gegebenen Wahrscheinlichkeitssystems automatisch das Gesamtbild verändern und erweitern. Die Blaupausen sind eher inneren Arbeitsplänen vergleichbar, die je nach umständen verändert werden können, aber sie sind, in einem gewissen Maß, Ide(e)-alisierungen, mit Bindestrich.

Ihr als Individuum tragt eine solche Blaupause in euch; sie enthält alle Informationen, die ihr braucht, um in dem euch bekannten wahrscheinlichen System die günstigste Version von euch zuwege zu bringen.

(…)

Zitat:Ebenso enthält der unermesslich große innere Geist der menschlichen Gattung INSGESAMT solche Arbeitspläne oder Blaupausen. Sie existieren unabhängig von der physischen und in einer inneren Welt, und daraus bezieht ihr die Theorien, Ideen, Kulturen und Technologien, die ihr auf physischer Ebene übersetzt.

Hier folgt nun bei Seth ein kurzer Exkurs in den Platoninismus und Vollkommenheitsmodelle.
Interessant, aber für meine Fragen nicht unbedingt wichtig. Falls jemand mal die gesamten Sitzungen 696 und 697 als PDF hier einstellen könnte, wäre ich wirklich dankbar. Den gesamten Text abzuschreiben ist mir derzeit zu mühsam.

Zitat:In euren Begriffen gesprochen stellt die innere Welt noch unverwirklichte Ideenpotentiale dar – aber diese Ideen und Potentiale existieren NICHT außerhalb des Bewußtseins. Sie sind Ideale, die dem Menschenherz eingepflanzt sind, doch in anderer Hinsicht ist der Mensch derjenige, der sie aus tieferen, die physische Zeit überspannenden Wissen seines seins heraus dort angesiedelt hat. Das Sein ist weise und MITFÜHLEND, und so hat in gewisser Hinsicht das sich selbst erkennende Bewusstsein künftige Verlängerungen seiner selbst in das Zeitsystem, das dem Mensch bekannt sein würde, ausgesandt und liebevolle Wegweiser für sich selbst aufgestellt, denen es "später" folgen kann.

(…)
Es folgt eine Passage über die Gottesidee.

Zitat:Euch selbst nicht verstehend, habt ihr versucht, die Gottesidee außerhalb von euch und eurem Lebensrahmen anzusiedeln.(…)
Ich möchte gern eure Vorstellung von der menschlichen Natur ändern. Bis zu einem gewissen Grad würde das zur Folge haben, dass ihr euren Begriff von Göttlichkeit HUMANISIERT. Aber merkwürdigerweise werdet ihr, wenn dies geschehen ist, schließlich die Göttlichkeit des Menschen erkennen.
Ideale, die vorher außerhalb der Reichweite von einzelnen Menschen oder der Menschheit zu liegen schienen, werden ihren Charakter ändern und zu Arbeitsmodellen werden, die ihr euch wirksam und fröhlich zunutze machen könnt.

Und weiter in Sitzung 697


Zitat:(…)Bei diesen (in der letzten Sitzung besprochenen) Idealisierungen handelt es sich also um eine bestimmte Art psychischer Muster, die auf verschiedenen Ebenen auftreten. In gewisser Hinsicht werden sie zur persönlichen >Idee< der Zelle in Bezug auf ihr Wachstum und ihre Entwicklung, ein IN der Zelle lebendiges Bild physischer Information, ein Teil ihrer Struktur. Diese Idealisierungen verfügen über eine große Triebkraft, das heißt, sie entfalten sich in die Richtung ihrer größtmöglichen Erfüllung.
Die Idealisierungen SELBST bestehen aus >bewusstem< Stoff. Es handelt sich also nicht um inaktive Daten. Die Natur der Wahrscheinlichkeiten bestimmt den Rahmen, innerhalb dessen es zu diesen Erfüllungen kommen kann, und gibt den lebendigen Entwicklungen ihre Form. Die Struktur der Wahrscheinlichkeiten liefert zum einen ein Gittersystem, nach dem ein bestimmtes praktisches Wachstum nicht gewählt oder als nicht bedeutsam angesehen wird; zum anderen stellt sie ein schützendes, schöpferisches, reiches Umfeld her, eine Realität, in der die Idealisierung aus einer fast unendlichen Vielfalt an möglichen Handlungen die auswählen kann, die für ihre Erfüllung am geeignetsten sind.
Die Idealisierung hat in jedem System schon vorab bestimmte Ereignisarten als bedeutsam akzeptiert und andere (ebenso wahrscheinliche) Ereignisse als nicht bedeutsam abgelehnt. Dies liefert einfach einen brauchbaren Fokus, in dem Ausführungen, Errungenschaften und Erfahrungen möglich werden.
Vereinfacht gesagt, ihr werdet nicht etwas zu erreichen suchen, das ihr nach euren Vorstellungen von Realität für unmöglich haltet.


(…)
Es folgen Ausführungen darüber, welche Dinge Individuen oder die Menschheit verstandesmäßig für unmöglich halten und dass sie deshalb diesen Dingen den praktischen Ausdruck verweigern.

Zitat:WEIL ihr nun, euren Begriffen nach, eine bewusste Spezies seid, gibt es die Menschheit betreffende Idealisierungen, die ihr annehmen oder ablehnen könnt. In eurem speziellen menschlichen Entwicklungsstadium treten diese in eurer Welt oft zuerst als Fiktion, Kunst oder sogenannte reine Theorie auf.
Gedanken haben ihre eigene Struktur, so wie die Zellen, und streben nach ihrer Erfüllung. Sie werden von gleichartigen Gedanken angezogen, und so habt ihr als Spezies eine innere Kollektivgestalt des Denkens.


Es folgen Ausführungen darüber, wie wir individuell und auf der Ebene der Zellen je nach GS aus einem großen Pool bestimmte wahrscheinliche Erfahrungen und Aktivitäten akzeptieren oder ablehnen.


(…)
Zitat:Seiner Natur nach erweitert sich das Bewusstsein fortwährend. Von seinem Wesen her wird euch das Bewusstsein, wie ihr es als Spezies begreift, auf die eine oder andere Weise über eure beschränkten Vorstellungen von der Realität herausführen, denn eure Erfahrungen werden Herausforderungen mit sich bringen, die innerhalb eures gegenwärtigen Bezugsrahmens nicht bewältigt werden können. Die Probleme, die sich auf EINER Ebene des Bewusstseins stellen, werden automatisch zu Durchbrüchen in anderen Bereichen von Bewußtseinsaktivitäten führen, wo Lösungen gefunden werden können.

Viele eurer globalen Dilemmas erscheinen nur deshalb so aussichtslos, weil ihr in diesen Bereichen so weit gegangen seid, wie ihr konntet – ohne weiter zu gehen. Die Probleme dienen in dieser Hinsicht als Anreiz. Das bedeutet nicht, dass ihr Katastrophen erfahren MÜSST. Sie sind nicht vorbestimmt. Es bedeutet, dass ihr bestimmte Erfahrungen gewählt habt, und dass sie euch automatisch zu schöpferischer Weiterentwicklung führen werden, wenn ihr es zulasst. Die Idealisierung ist hier Brüderlichkeit im Sinne eurer Spezies. Biologisch gesehen ist, euren Begriffen nach, eine solche >Brüderlichkeit< in der Zusammenarbeit eurer Körperzellen gegeben, da sie gemeinsam tätig sind

(…)

Zitat:In anderer Hinsicht aber – in sozialer Hinsicht_ müsst ihr erst zu der gleichen Art spirituellen Brüderlichkeit gelangen, über die eure Zellen verfügen; und so versteht ihr nicht, dass eure Erfahrungen eurer Welt aufs engste mit eurer persönlichen Erfahrung verknüpft ist.
Wenn ihr euch den Finger verbrennt, tut es sofort weh, euer Körper beginnt sogleich mit einem kooperativen Unternehmen, bei dem Anpassungen vorgenommen werden und die Wunde zu heilen beginnt. Wird ein Teil der MENSCHEIT verletzt, so mag es eine Weile dauern, bis >ihr< den Schmerz fühlt, aber der gesamte unbewußte Mechanismus der Spezies wird versuchen, die Wunde zu heilen. Ihr könnt auf bewusster Ebene diese Entwicklung unterstützen und eure brüderliche Verbundenheit mit allen Lebewesen eingestehen. So würde die Heilung sehr viel rascher vonstatten gehen. Es existiert eine Brüderlichkeit auf biologischer Ebene, ein inneres Einfühlungsvermögen auf zellularer Ebene, das alle Einzelwesen miteinander verbindet. Dies ist das Resultat einer Biologischen Idealisierung. Sie existiert in allen Gattungen, und VERBINDET alle Gattungen.

Das Menschengeschlecht leidet, wenn irgendeiner seiner Angehörigen verhungert oder an einer Krankheit stirbt, so wie die Pflanze leidet, wenn ein Teil ihrer Blätter >unglücklich< ist. Und genauso kommen das Glück, die Gesundheit und die Erfüllung eines jeden einzelnen Angehörigen einer Spezies allen ihren Angehörigen zugute. Der Mensch kann sich des unermesslich weiten Mediums der Wahrscheinlichkeiten, in dem er existiert, gewahr sein, und deshalb bewusst die für jene Idealisierung am besten geeigneten Wahrscheinlichkeiten aussuchen, die auf die größtmögliche Erfüllung zielen. Kein Teil der Spezies kann lange auf Kosten anderer Teile wachsen und sich entwickeln.


Wir haben es also mit Idealisierungen oder inneren Arbeitsplänen auf allen Ebenen zu tun.
Mich interessiert hier aber besonders die globale, kollektive, die die gesamte Menschheit betreffende Ebene. Auch die wird natürlich individuell erfahren, je nachdem, welche individuellen GS welche Wahrscheinlichkeiten (Lösung globaler Herausforderungen) zulassen.

Seth spricht hier davon, dass und unsere globalen Probleme als Anreiz zur schöpferischen Weiterentwicklung dienen, und dass die Idealisierung (bewusster Stoff mit großer Triebkraft) hier "Brüderlichkeit " ist.
Dass bei "Verletzungen" eines Teils der Menschheit der gesamte unbewußte Mechanismus der Spezies versuchen wird die Wunde zu heilen. Und weiter, dass die Erfahrungen unserer Welt aus engste mit unseren persönlichen Erfahrungen verknüpft sind und dass das "Eingestehen" unserer brüderlichen Verbundenheit mit allen Lebenwesen der Entwicklung der "Heilung" der verwundeten Menschheit förderlich sei.
Hier habe ich Schwierigkeiten, mir vorzustellen, wie das praktisch aussieht und wie das vor sich geht.

Ebensolche Schwierigkeiten bereitet mir die folgende Vorstellung:

Zitat:Die Probleme, die sich auf EINER Ebene des Bewusstseins stellen, werden automatisch zu Durchbrüchen in anderen Bereichen von Bewußtseinsaktivitäten führen, wo Lösungen gefunden werden können.


Ich erwarte eure kompetenten Erläuterungen dazu.


Gruß
omega
Energie folgt dem Fokus.
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#2
Zitat:Dass bei "Verletzungen" eines Teils der Menschheit der gesamte unbewußte Mechanismus der Spezies versuchen wird die Wunde zu heilen. Und weiter, dass die Erfahrungen unserer Welt aus engste mit unseren persönlichen Erfahrungen verknüpft sind und dass das "Eingestehen" unserer brüderlichen Verbundenheit mit allen Lebenwesen der Entwicklung der "Heilung" der verwundeten Menschheit förderlich sei.
Hier habe ich Schwierigkeiten, mir vorzustellen, wie das praktisch aussieht und wie das vor sich geht.

nun ja, was mir spontan mal dazu einfällt: da ja alles mit allem verbunden ist und ich meine schwingung durch freude, liebe usw. erhöhe gehen andere energetische schwingungen (kann ich jetzt nicht besser formulieren) mit meiner in resonanz und erhöhen somit das allgemeine schwingungsniveau.

lg, der schwingende nick

ewig formt der geist das fleisch
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#3
Hi Omega,

sehr interessante Fragen tischt du hier wieder mal auf...

Omega schrieb:Dass bei "Verletzungen" eines Teils der Menschheit der gesamte unbewußte Mechanismus der Spezies versuchen wird die Wunde zu heilen. Und weiter, dass die Erfahrungen unserer Welt aus engste mit unseren persönlichen Erfahrungen verknüpft sind und dass das "Eingestehen" unserer brüderlichen Verbundenheit mit allen Lebenwesen der Entwicklung der "Heilung" der verwundeten Menschheit förderlich sei.
Hier habe ich Schwierigkeiten, mir vorzustellen, wie das praktisch aussieht und wie das vor sich geht.

Was die Heilungsversuche angeht, denke ich, dass z.B. katastrophale Großereignisse das sehr eindruckvoll zeigen, wie das praktisch aussieht. Als 2004 der Zunami im indischen Ozean ausgelöst wurde, habe ich irgendwie eine tiefe Verbundenheit gespürt, zu den Menschen, die davon betroffen waren. Ebenso auch letztes Jahr nach dem Erdbeben in Japan...man ist gedanklich bei den Menschen vor Ort, hilft vielleicht, indem man Sach- oder Geldspenden abgibt usw. Einige fahren hin, mit Rettungstrupps und Suchhundestaffeln, andere organisieren notwendige Dinge, die dort gebraucht werden, usw.
Ich denke, man kann sich das so vorstellen, als wenn man sich geschnitten hat: der Körper fährt die Systeme hoch, Blut wird vermehrt an die Stelle "geleitet", wo der Schnitt passiert ist, Organe regeln ihre Arbeit anders, um evtl, Giftstoffe oder Fremdkörper auszuscheiden usw.

Wenn man es schafft, diese Verbundenheiten aufrecht zu erhalten, ohne dass erst was schlimmes passieren muss, dann erst kann man mMn nach von einer "echten" Globalisierung sprechen.

Was das Aufrechterhalten der Brüderlichkeit angeht, ist das gar nicht so einfach in Zeiten, in denen man quasi "gedanklich vom Rest getrennt ist".

Das folgende Zitat ist zwar in erster Linie zum Thema Karma, aber auch dort ist ja von "der wachsenden Erkenntnis, das wir alle Teil von AWI sind", die Rede.

Seth DFS 3 Sitzung 89 schrieb:Weder besagt Karma irgendetwas über Auge um Auge noch ist in Karma irgendeine Spur von Bestrafung enthalten. Karma gibt es nur auf der physischen Ebene als Ergebnis persönlicher Entwicklung und es repräsentiert die wachsende Erkenntnis, dass wir alle psychisch und physisch ein Teil von Allem-Was-Ist sind und dass wir, wenn wir verletzen, nicht einen anderen verletzen, sondern uns selbst.

Wir sind also alle Teil von AWI. Das bedeutet, es gibt keine Trennung. Wir verletzen uns selbst, wenn wir andere verletzen. Also könnte man ja auch sagen: wir helfen uns selbst, wenn wir anderen helfen. Wir heilen uns selbst, wenn wir andere heilen...usw.
Auf physischer wie auch auf psychischer Basis...

Die Umsetzungsprobleme fangen aber ja schon damit an, dass man diese Verbundenheit nicht einfach aufrecht halten kann, wenn niemand zweites bei einem ist. Und das man sich mit der Vorstellung schwer tut, mit Menschen, vielleicht auf der ganz anderen Seite der Erde, verbunden zu sein. Vielleicht auch noch mit Menschen, die eine vollkommen andere geistige Ausrichtung besitzen, wie man selbst...mit denen soll man verbunden sein? Auf keinen Fall:zwinker: .

Auch , wenn man es sich nur ganz schwer vorstellen kann, es funktioniert besser, wenn man mit dieser Vorstellung in ganz kleinem Rahmen beginnt...auch das "Arsc.l..." von nebenan ist Teil von AWI. Wünsch ich dem die Pest an den Hals, oder helf ihm nicht, weil ich ihn eh nicht leiden kann, schade ich an dieser Stelle eigentlich mir selbst. Es ist schwer, sich mit Menschen, die man nicht mag, eine Verbundenheit vorzustellen, aber gleichzeitig führt meiner Meinung nach "die Trennung davon" dazu, das sich Energien aufbauen, die sich dann z.B. in diesen "Großereignissen" entladen. Um die Energien zu entladen, aber auch, um wieder eine gewisse "Brüderlichkeit" herzustellen.

Omega schrieb:Die Probleme, die sich auf EINER Ebene des Bewusstseins stellen, werden automatisch zu Durchbrüchen in anderen Bereichen von Bewußtseinsaktivitäten führen, wo Lösungen gefunden werden können.

In Band drei der Frühen Sitzungen steht eine Menge dazu...

So beschreibt Seth zum Beispiel, das Träume auf verschiedenen Ebenen "Bedeutungen" haben.

Seth DFS 3 Sitzung 87 schrieb:...So besaß der Traum also auf verschiedenen Ebenen Bedeutungen.
Es macht keinen Sinn, euch eine oberflächliche Analyse zu geben, da Träume normalerweise Wissen vermitteln, das von der Persönlichkeit auf mehreren Ebenen genutzt werden kann.

Dabei geht es zwar um Träume, aber das ist mMn keine Einbahnstraße...Probleme, die wir hier haben, brechen auf die Traumebene durch, und dort wird eine Lösung entwickelt. Ich selbst habe schon das eine oder andere Mal um einen Lösungsansatz gebeten. Meine Träume beinhalteten dann z.B. Lösungsansätze oder Ideen, die mich in meinem Wachbewusstsein zu einer Lösung brachten.

Was die kollektive Idealisierung angeht: Vielleicht fällt es dir leichter, zunächst in kleinerem Rahmen zu denken. Dort können "kollektive Blaupausen" vielleicht etwas leichter erkannt werden: der Kegelclub, ein Fußballverein, oder was sonst in Gruppen gemacht wird...dort werden ja oft "gemeinsame Ideale" verwirklicht. Das lässt sich dann ausweiten. Im Moment stehen viele "Kollektive" noch in Konkurrenz zueinander, was dazu führt, dass keiner "über sein Kollektiv" hinausschaut. Zumindest empfinde ich das noch so.

Manchmal klappt das aber auch:

In unserem Dorf gab es keine Sporthalle. Aber es gab einen Fußballverein, einen Turnverein, mehrere Schulen. Obwohl die alle unterschiedlich "gemeinsame Ideale" hatten, konnten sich doch alle für eine gemeinsame Idee zusammenschließen/verbrüdern: eine Sporthalle für alle. Und dadurch, dass sich die unterschiedlichen "Kollektive" zusammenschlossen, konnte diese Idee physisch greifbar in dieser Realität umgesetzt werden. Und das fing vielleicht damit an, dass einer oder mehrere der Sportler den Traum hatte/n, in einer Sporthalle direkt vor Ort trainieren zu können. Dort in den Träumen" wurde die Wahrscheinlichkeit mit der "vorhandenen Sporthalle" vielleicht zunächst "in den Bereich des Möglichen" gerückt.

(Wenn jetzt sagen wir mal eine "Kneipenmanschaft" dabei gewesen ist, die nicht daran glaubte, dass solch ein Unterfangen möglich ist, werden die mMn die Wahrscheinlichkeit erleben, in der keine Sporthalle gebaut wurde.)

Dort wurde erkannt, dass man mit "Verbundenheit" mehr erreichen kann, als wenn jedes Kollektiv für sich versucht, was an den Start zu bringen.

Und wenn die Menschen immer mehr die Verbundenheit erkennen, dann werden "die Kollektive" immer grösser.

LG Michael
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#4
Hi Michael,

[quote='Michael' pid='65468' dateline='1326896431']
[quote=Omega]Dass bei "Verletzungen" eines Teils der Menschheit der gesamte unbewußte Mechanismus der Spezies versuchen wird die Wunde zu heilen. Und weiter, dass die Erfahrungen unserer Welt aus engste mit unseren persönlichen Erfahrungen verknüpft sind und dass das "Eingestehen" unserer brüderlichen Verbundenheit mit allen Lebenwesen der Entwicklung der "Heilung" der verwundeten Menschheit förderlich sei.
Hier habe ich Schwierigkeiten, mir vorzustellen, wie das praktisch aussieht und wie das vor sich geht.[/quote]

Was die Heilungsversuche angeht, denke ich, dass z.B. katastrophale Großereignisse das sehr eindruckvoll zeigen, wie das praktisch aussieht. Als 2004 der Zunami im indischen Ozean ausgelöst wurde, habe ich irgendwie eine tiefe Verbundenheit gespürt, zu den Menschen, die davon betroffen waren. Ebenso auch letztes Jahr nach dem Erdbeben in Japan...man ist gedanklich bei den Menschen vor Ort, hilft vielleicht, indem man Sach- oder Geldspenden abgibt usw. Einige fahren hin, mit Rettungstrupps und Suchhundestaffeln, andere organisieren notwendige Dinge, die dort gebraucht werden, usw. [/quote]


Meine Frage war vielleicht ungeschickt formuliert. Aber beleiben wir bei deinem Beispiel.
Willst du damit sagen, dass die physische Umsetzung in Form von Spenden, Rettungstrupps usw. der "innere Arbeitsplan" im Sinne der Idealisierung ist?
Dass die Individuen, die den anderen "verletzten" Individuen Hilfe zukommen lassen, weil die Katastrophe für sie
1. ein bedeutsames Ereignis ist, dass sie
2. eine wirksame Hilfe für möglich halten und dass die Helfenden sich
3. der Wahrscheinlichkeite bewusst waren und diejenige auswählten, die im Hinblick auf die Idealisierung am erfüllensten erfahren wird?
Ich hätte wohl eher nicht danach fragen sollen, wie das "praktisch" aussieht, sondern wie "Durchbrüche" in anderen Bewußtseinsbereichen zur Lösung globaler Probleme führen können.



[quote]Wenn man es schafft, diese Verbundenheiten aufrecht zu erhalten, ohne dass erst was schlimmes passieren muss, dann erst kann man mMn nach von einer "echten" Globalisierung sprechen. [/quote]
Hier stellt sich mir die Frage, was etwas Schlimmes ist, das passieren kann und wer die Bewertung vornimmt.

Was das Aufrechterhalten der Brüderlichkeit angeht, ist das gar nicht so einfach in Zeiten, in denen man quasi "gedanklich vom Rest getrennt ist".

Das folgende Zitat ist zwar in erster Linie zum Thema Karma, aber auch dort ist ja von "der wachsenden Erkenntnis, das wir alle Teil von AWI sind", die Rede.

[quote=Seth DFS 3 Sitzung 89]Weder besagt Karma irgendetwas über Auge um Auge noch ist in Karma irgendeine Spur von Bestrafung enthalten. Karma gibt es nur auf der physischen Ebene als Ergebnis persönlicher Entwicklung und es repräsentiert die wachsende Erkenntnis, dass wir alle psychisch und physisch ein Teil von Allem-Was-Ist sind und dass wir, wenn wir verletzen, nicht einen anderen verletzen, sondern uns selbst.[/quote]

Ja, davon spricht Seth auch in diesen beiden Sitzungen, deshalb habe ich ja die Zitate hier eingestellt.

[quote='Seth']Euch selbst nicht verstehend, habt ihr versucht, die Gottesidee außerhalb von euch und eurem Lebensrahmen anzusiedeln.(…)
Ich möchte gern eure Vorstellung von der menschlichen Natur ändern. Bis zu einem gewissen Grad würde das zur Folge haben, dass ihr euren Begriff von Göttlichkeit HUMANISIERT. Aber merkwürdigerweise werdet ihr, wenn dies geschehen ist, schließlich die Göttlichkeit des Menschen erkennen.
Ideale, die vorher außerhalb der Reichweite von einzelnen Menschen oder der Menschheit zu liegen schienen, werden ihren Charakter ändern und zu Arbeitsmodellen werden, die ihr euch wirksam und fröhlich zunutze machen könnt.
[/quote]

[quote]Wir sind also alle Teil von AWI. Das bedeutet, es gibt keine Trennung. Wir verletzen uns selbst, wenn wir andere verletzen. Also könnte man ja auch sagen: wir helfen uns selbst, wenn wir anderen helfen. Wir heilen uns selbst, wenn wir andere heilen...usw.
Auf physischer wie auch auf psychischer Basis...

Die Umsetzungsprobleme fangen aber ja schon damit an, dass man diese Verbundenheit nicht einfach aufrecht halten kann, wenn niemand zweites bei einem ist. [/quote]
Das verstehe ich nicht. Warum braucht man jemanden zweites?

[quote]Und das man sich mit der Vorstellung schwer tut, mit Menschen, vielleicht auf der ganz anderen Seite der Erde, verbunden zu sein. Vielleicht auch noch mit Menschen, die eine vollkommen andere geistige Ausrichtung besitzen, wie man selbst...mit denen soll man verbunden sein? Auf keinen Fall:zwinker: .
[/quote]

Ich fühle mich eher auf einer abstrakten Ebene mit allen Menschen verbunden.

[quote]Auch , wenn man es sich nur ganz schwer vorstellen kann, es funktioniert besser, wenn man mit dieser Vorstellung in ganz kleinem Rahmen beginnt...auch das "Arsc.l..." von nebenan ist Teil von AWI. Wünsch ich dem die Pest an den Hals, oder helf ihm nicht, weil ich ihn eh nicht leiden kann, schade ich an dieser Stelle eigentlich mir selbst. Es ist schwer, sich mit Menschen, die man nicht mag, eine Verbundenheit vorzustellen, aber gleichzeitig führt meiner Meinung nach "die Trennung davon" dazu, das sich Energien aufbauen, die sich dann z.B. in diesen "Großereignissen" entladen. Um die Energien zu entladen, aber auch, um wieder eine gewisse "Brüderlichkeit" herzustellen.[/quote]


Also benötigen wir, um Brüderlichkeit herzustellen Großereignisse?


[quote=Omega]Die Probleme, die sich auf EINER Ebene des Bewusstseins stellen, werden automatisch zu Durchbrüchen in anderen Bereichen von Bewußtseinsaktivitäten führen, wo Lösungen gefunden werden können.[/quote]

[quote]In Band drei der Frühen Sitzungen steht eine Menge dazu...

So beschreibt Seth zum Beispiel, das Träume auf verschiedenen Ebenen "Bedeutungen" haben.

[quote=Seth DFS 3 Sitzung 87]...So besaß der Traum also auf verschiedenen Ebenen Bedeutungen.
Es macht keinen Sinn, euch eine oberflächliche Analyse zu geben, da Träume normalerweise Wissen vermitteln, das von der Persönlichkeit auf mehreren Ebenen genutzt werden kann.[/quote]

Dazu hätte ich nun gerne mehr gehört. Wie funktioniert die Nutzung deines Wissens auf verschiedenen Ebenen?

[quote]Dabei geht es zwar um Träume, aber das ist mMn keine Einbahnstraße...Probleme, die wir hier haben, brechen auf die Traumebene durch, und dort wird eine Lösung entwickelt. Ich selbst habe schon das eine oder andere Mal um einen Lösungsansatz gebeten. Meine Träume beinhalteten dann z.B. Lösungsansätze oder Ideen, die mich in meinem Wachbewusstsein zu einer Lösung brachten.[/quote]


Seth sagt ja auch in diesen Sitzungen, dass Lösungen in unserem Entwicklungsstadium oft zuerst als Theorien, Kunst, Visionen usw. existieren.

Wie aber wird uns das Bewusstsein, so wie wir es begreifen "auf die eine oder andere Weise über unsere beschränkten Vorstellungen von der Realität hinausführen"?


[quote]Was die kollektive Idealisierung angeht: Vielleicht fällt es dir leichter, zunächst in kleinerem Rahmen zu denken. Dort können "kollektive Blaupausen" vielleicht etwas leichter erkannt werden: der Kegelclub, ein Fußballverein, oder was sonst in Gruppen gemacht wird...dort werden ja oft "gemeinsame Ideale" verwirklicht. Das lässt sich dann ausweiten. Im Moment stehen viele "Kollektive" noch in Konkurrenz zueinander, was dazu führt, dass keiner "über sein Kollektiv" hinausschaut. Zumindest empfinde ich das noch so.

Manchmal klappt das aber auch:

In unserem Dorf gab es keine Sporthalle. Aber es gab einen Fußballverein, einen Turnverein, mehrere Schulen. Obwohl die alle unterschiedlich "gemeinsame Ideale" hatten, konnten sich doch alle für eine gemeinsame Idee zusammenschließen/verbrüdern: eine Sporthalle für alle. Und dadurch, dass sich die unterschiedlichen "Kollektive" zusammenschlossen, konnte diese Idee physisch greifbar in dieser Realität umgesetzt werden. Und das fing vielleicht damit an, dass einer oder mehrere der Sportler den Traum hatte/n, in einer Sporthalle direkt vor Ort trainieren zu können. Dort in den Träumen" wurde die Wahrscheinlichkeit mit der "vorhandenen Sporthalle" vielleicht zunächst "in den Bereich des Möglichen" gerückt.

(Wenn jetzt sagen wir mal eine "Kneipenmanschaft" dabei gewesen ist, die nicht daran glaubte, dass solch ein Unterfangen möglich ist, werden die mMn die Wahrscheinlichkeit erleben, in der keine Sporthalle gebaut wurde.)[/quote]


Ja, mit einer solchen Aussage habe ich hier gerechnet

[quote]Dort wurde erkannt, dass man mit "Verbundenheit" mehr erreichen kann, als wenn jedes Kollektiv für sich versucht, was an den Start zu bringen.

Und wenn die Menschen immer mehr die Verbundenheit erkennen, dann werden "die Kollektive" immer grösser. [/quote]

Danke für deine Antwort.
Gruß
omega

Energie folgt dem Fokus.
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#5
Ich stelle meine Frage nochmal anders und beziehe mich nun nur auf diesen Textabschnitt aus Si. 697.


Zitat:(…)Bei diesen (in der letzten Sitzung besprochenen) Idealisierungen handelt es sich also um eine bestimmte Art psychischer Muster, die auf verschiedenen Ebenen auftreten. In gewisser Hinsicht werden sie zur persönlichen >Idee< der Zelle in Bezug auf ihr Wachstum und ihre Entwicklung, ein IN der Zelle lebendiges Bild physischer Information, ein Teil ihrer Struktur. Diese Idealisierungen verfügen über eine große Triebkraft, das heißt, sie entfalten sich in die Richtung ihrer größtmöglichen Erfüllung.
Die Idealisierungen SELBST bestehen aus >bewusstem< Stoff. Es handelt sich also nicht um inaktive Daten. Die Natur der Wahrscheinlichkeiten bestimmt den Rahmen, innerhalb dessen es zu diesen Erfüllungen kommen kann, und gibt den lebendigen Entwicklungen ihre Form. Die Struktur der Wahrscheinlichkeiten liefert zum einen ein Gittersystem, nach dem ein bestimmtes praktisches Wachstum nicht gewählt oder als nicht bedeutsam angesehen wird; zum anderen stellt sie ein schützendes, schöpferisches, reiches Umfeld her, eine Realität, in der die Idealisierung aus einer fast unendlichen Vielfalt an möglichen Handlungen die auswählen kann, die für ihre Erfüllung am geeignetsten sind.
Die Idealisierung hat in jedem System schon vorab bestimmte Ereignisarten als bedeutsam akzeptiert und andere (ebenso wahrscheinliche) Ereignisse als nicht bedeutsam abgelehnt. Dies liefert einfach einen brauchbaren Fokus, in dem Ausführungen, Errungenschaften und Erfahrungen möglich werden.
Vereinfacht gesagt, ihr werdet nicht etwas zu erreichen suchen, das ihr nach euren Vorstellungen von Realität für unmöglich haltet.

Wie dieses "Muster" auf der Ebene der Zellen funktioniert, glaube ich verstanden zu haben.

Seth sagt, dass der innere Geist der menschlichen Gattung INSGESAMT über solche Arbeitspläne oder Blaupausen verfügt, die unabhängig von der physischen Welt existieren.

Wie können nun global Arbeitspläne umgesetzt werden, wenn ich davon ausgehen muss, dass jedes Individuum etwas anderes für bedeutsam, erreichbar, möglich oder erfüllend hält?

Michael erwähnt das Erdbeben in Japan in Zusammenhang mit "kathastrophalen Großereignissen". Und spricht von seinem Verbundenheitsgefühl. (Nach der "brüderlichen" Verbundenheit hatte ich ja auch gefragt)

Ich sehe das Erdbeben in Japan aber eher als Auslöser für einen inneren kollektiven Arbeitsplan, der in Richtung globaler Energiewende zielt.
Und ich sehe auch, dass sich genau in diesem Bereich weltweit etwas tut, was ich als Individuum für nötig, machbar und erfüllend halte.

Seth sagt
Zitat:Viele eurer globalen Dilemmas erscheinen nur deshalb so aussichtslos, weil ihr in diesen Bereichen so weit gegangen seid, wie ihr konntet – ohne weiter zu gehen. Die Probleme dienen in dieser Hinsicht als Anreiz. Das bedeutet nicht, dass ihr Katastrophen erfahren MÜSST. Sie sind nicht vorbestimmt. Es bedeutet, dass ihr bestimmte Erfahrungen gewählt habt, und dass sie euch automatisch zu schöpferischer Weiterentwicklung führen werden, wenn ihr es zulasst.

Haben nun Michael und ich nur einen anderen Fokus auf die Ereignisse in Japan und bewerten sie deshalb unterschiedlich oder haben wir verschiedene Wahrscheinlichkeiten gewählt?

Und wird die schöpferische Weiterentwicklung, von der Seth hier spricht von jedem Individuum je nach gewählter Wahrscheinlichkeit anders erlebt, was ja bedeuten würde, dass kollektive Arbeitspläne und Idealisierungen an Bedeutung verlieren würden.

Anders formuliert, wenn wir alle unsere persönliche Realität unter den hier schon oft erwähnten Voraussetzungen schaffen, welchen Sinn machen dann die globalen Arbeitspläne, die die Menschheit insgesamt hat, und aus der sie ihre Ideen, und Theorien bezieht, die auf Erfüllung drängen?

Fragt sich
omega
Energie folgt dem Fokus.
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#6


Moin Omega!

Wenn ich einen Moment des Glückes, des Erfolges erlebe, dann kann ich davon ausgehen, dass ich ich die "richtige" Wahl aus dem Pool der Wahrscheinlichkeiten getroffen habe, um mein Ziel/Ergebnis zu erreichen. Erfüllung der "Blaupause" in diesem Bereich.....und ich hielt es für Erreichbar.

Wenn ich einen anderen Menschen erfolgreich helfen kann, egal wie und womit, dann haben wir schon Zwei die "positive Energie produzieren". Die "Blaupause" ist dann auch hier für diesen Bereich. für beide Akteure erreicht....und Ich hielt diese Art Hilfe für Machbar UND hilfreich.

Wenn ein Volk dem anderen aus der Klemme hilft.....etc. Das ganze ist NUR eine Ebene.

Wenn ich mich auf mich selbst konzentriere und meine eigene Entwicklung voran treibe und damit erfolgreich bin, habe ich ebenfalls die "Blaupause" erfüllt oder zumindest annähernd erreicht.

Man nennt es Werterfüllung!

Gruß

PALE
:D



CARPE DIEM
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#7
Hi PALE,

(19.01.2012, 07:28)PALE schrieb: Wenn ich einen anderen Menschen erfolgreich helfen kann, egal wie und womit, dann haben wir schon Zwei die "positive Energie produzieren". Die "Blaupause" ist dann auch hier für diesen Bereich. für beide Akteure erreicht....und Ich hielt diese Art Hilfe für Machbar UND hilfreich.

Das sagt Seth mit andren Worten ja auch.

Seth schrieb:Und genauso kommen das Glück, die Gesundheit und die Erfüllung eines jeden einzelnen Angehörigen einer Spezies allen ihren Angehörigen zugute. Der Mensch kann sich des unermesslich weiten Mediums der Wahrscheinlichkeiten, in dem er existiert, gewahr sein, und deshalb bewusst die für jene Idealisierung am besten geeigneten Wahrscheinlichkeiten aussuchen, die auf die größtmögliche Erfüllung zielen.

Meine Frage ist m.E. aber trotzdem nicht beantwortet.
Ist dann bei deinem eher abstrakten Beispiel die je individuelle Blaupause beider Individuen "erreicht"?

Und agieren beide Individuen gleichzeitig auch im Sinne der globalen Idealisierung?

Zitat:Wenn ein Volk dem anderen aus der Klemme hilft.....etc. Das ganze ist NUR eine Ebene.


Auch wenn ein Volk dem anderen hilft, sind es immer Individuen, die anderen Individuen helfen.
Was ich nicht begreife ist, wie kollektive Arbeitspläne zu verstehen sind.

Zitat:Wenn ich mich auf mich selbst konzentriere und meine eigene Entwicklung voran treibe und damit erfolgreich bin, habe ich ebenfalls die "Blaupause" erfüllt oder zumindest annähernd erreicht.

Man nennt es Werterfüllung!


Kann es kollektive oder globale Werterfüllung im Sinne von kooperativen Unternehmungen überhaupt geben?

Hält Antworten für möglich
omega



Energie folgt dem Fokus.
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#8


Hi Omega!

Vorab: Ob Gruppe, ein ganzes Volk oder die gesamte Erdbevölkerung wir haben es IMMER mit einzelnen Individuen zu tun.

Abstraktes Beispiel? Es läuft so, ganz konkret!

ich sehe es so: Die Blaupause des EINZELNEN ist dann erreicht, wenn er/sie völlig frei von sämtlichen belastenden GS ist und ihm alles gelingt wie es gewünscht ist. Ich halte diesen Zustand nicht für utopisch.
Das individuelle Bewusstsein IST dazu in der Lage sich derartig zu befreien.

Global lässt es sich ebenfalls herstellen. Stelle Dir mal vor, ab sofort würde jeder lebende Mensch nur Gutes tun, im wahrsten Sinne des Wortes. Ist das Vorstellbar?

Ich verstehe die Blaupause genau in dieser Art. Als Folge davon wäre jeder Mensch gesund und wie ich vermute, auch glücklich. Dann können wir diese Ebene verlassen und der Letzte macht dann das Licht aus.:mrgreen:

Es ist ein tiefgreifendes Thema, jeder dürfte da so seine eigenen Vorstellungen haben und das ist auch Gut so.

Gruß

PALE
:D
CARPE DIEM
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#9
(19.01.2012, 15:43)PALE schrieb: Stelle Dir mal vor, ab sofort würde jeder lebende Mensch nur Gutes tun, im wahrsten Sinne des Wortes. Ist das Vorstellbar?

Ich verstehe die Blaupause genau in dieser Art. Als Folge davon wäre jeder Mensch gesund und wie ich vermute, auch glücklich. Dann können wir diese Ebene verlassen und der Letzte macht dann das Licht aus.:mrgreen:

Es ist ein tiefgreifendes Thema, jeder dürfte da so seine eigenen Vorstellungen haben und das ist auch Gut so.

Hi PALE,

ja, es ist wirklich gut, dass jede/r eigene Vorstellungen davon hat.

Für mich ist nämlich die Vorstellung, dass jeder lebende Mensch nur noch Gutes tut total abschreckend. Ekelhaft!

Werterfüllung individuell und kollektiv sieht für mich anders aus. Aber ganz anders. Und das ist kein Witz.


Liebe Grüße
omega

Energie folgt dem Fokus.
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#10
(19.01.2012, 17:09)omega999 schrieb:
(19.01.2012, 15:43)PALE schrieb:
ja, es ist wirklich gut, dass jede/r eigene Vorstellungen davon hat.

Sehr schönes Wortspiel! :a020:

Liebe Omega, lieber PALE,

was ist denn "gut"? Gut (oder ideal oder wert) für wen?
Wert entsteht immer erst aus der Sichtweise und aus dem Zusammenhang.

Wie groß ist z.B. die bewertende Masse? Ist es nur ein Zellhaufen, ein Wesen oder eine Menge Tiere oder eine Familie, eine Schulklasse, ein Dorf, eine Stadt, ein Bundesland, ein Land, ein Kontinent?

Irgendwo in einem uralten Thema meine ich, mich zu erinnern, dass die Menschheit gar nicht anders kann, als ihren Wert zu erfüllen. Das finde ich in letzter Konsequenz sehr logisch, wenn immer alle wahrscheinlichen Handlungsalternativen irgendwie und irgendwo existieren, obwohl sie nicht miterlebt werden, weil sie dem Bewusstsein irgendwie mangels Fokussierung entgehen.

Ich denke, das Wortspiel der Ide(e)alisierungen bringt uns auch weiter. Es steckt beides darin, die Idee und das Ideal. Aber solange wir von starren und statischen Idealzuständen als Endstation ausgehen, werden wir uns mit einem Verständnis davon schwertun. Die Blaupause kann sich ebenso verändern, wie Ideen, PLÄNE immer wieder an neue Bedingungen angepasst werden können.

Ich persönlich mag hierzu gerne den Ausspruch "das Bessere ist der Feind des Guten". Darin steckt für mich eine Aufforderung zur ständigen Verbesserung. Den Verbesserungsprozeß, die Entwicklung, finde ich in der Werterfüllung wieder, die eine "Wert- und Qualitätsentfaltung" ist (DFS 2, Si. 44).

Konnte ich damit ein paar Ansätze für euch beitragen?

Liebe Grüße
Apis
JUST BE - πάντα ῥεῖ

"When you perform some task without effort and take joy in the task, you will have some slight idea of All That Is." (ESP,Mai 26 1970)
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#11
Hi Omega,

soll ich die Fragen aus deiner Antwort an mich noch beantworten, oder bist du gedanklich schon weiter? Die Diskussion ist ja nun an einem anderen Punkt.

Omega schrieb:Für mich ist nämlich die Vorstellung, dass jeder lebende Mensch nur noch Gutes tut total abschreckend. Ekelhaft!

Um eine gemeinsame Basis zu finden, würde ich gerne deine Definition von "Gut und Böse" kennenlernen. Welches "Gut" ist für dich ekelhaft und abschreckend, und welches "Böse" steht dem gegenüber, was deiner Meinung nach bleiben kann?

Ich frage, weil es ja schon ein grosser Unterschied ist, ob du sagst, Mord und Totschlag können bleiben, Menschen verachten kann bleiben, anderen nicht helfen kann bleiben usw.
Oder ob du sagst, kein Geschleime, kein "den ganzen Tag zuvorkommend sein", kein dem anderen nach dem Mund reden.

Bei Ersterem würde es für mich nämlich keinen Sinn machen, mit dir weiter drüber zu diskutieren, bei zweiterem bin ich allerdings bei dir...

Omega schrieb:Werterfüllung individuell und kollektiv sieht für mich anders aus. Aber ganz anders. Und das ist kein Witz.

Wie sieht die für dich aus? Rein interessehalber.

LG Michael



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#12
(19.01.2012, 18:48)Apis schrieb: was ist denn "gut"? Gut (oder ideal oder wert) für wen?
Wert entsteht immer erst aus der Sichtweise und aus dem Zusammenhang.

Hi Apis,

was gut oder schlecht ist war hier nie mein Thema. Über gut und böse ist in diesem SU schon häufig diskutiert worden, und wer das tun will, den werde ich nicht davon abhalten (können).

Ich werde mich an solchen Diskussionen nicht beteiligen. Als ich in Beitrag 9 schrieb, dass ich die Vorstellung von Menschen, die nur noch Gutes tun ekelhaft finde, hab ich nur höflich auf PALE geantwortet.

Zitat:Wie groß ist z.B. die bewertende Masse? Ist es nur ein Zellhaufen, ein Wesen oder eine Menge Tiere oder eine Familie, eine Schulklasse, ein Dorf, eine Stadt, ein Bundesland, ein Land, ein Kontinent?

In den von mir hier eingestellten Seth-Zitaten aus den Sitzungen 696 und 697 geht es um die Spezies, die Menschheit, das Menschengeschlecht und alle Gattungen. Und mir geht es auch nicht um Quantitäten.

Und meine Frage war, wie deren gemeinsamen Arbeitspläne oder Blaupausen umgesetzt werden.

Zitat:Irgendwo in einem uralten Thema meine ich, mich zu erinnern, dass die Menschheit gar nicht anders kann, als ihren Wert zu erfüllen. Das finde ich in letzter Konsequenz sehr logisch, wenn immer alle wahrscheinlichen Handlungsalternativen irgendwie und irgendwo existieren, obwohl sie nicht miterlebt werden, weil sie dem Bewusstsein irgendwie mangels Fokussierung entgehen.

Ja, das finde ich auch logisch und ist aus dieser Perspektive jenseits von gut und böse.

Zitat:Ich denke, das Wortspiel der Ide(e)alisierungen bringt uns auch weiter.

Das ist ein Wortspiel von Seth.

Zitat:Es steckt beides darin, die Idee und das Ideal. Aber solange wir von starren und statischen Idealzuständen als Endstation ausgehen, werden wir uns mit einem Verständnis davon schwertun. Die Blaupause kann sich ebenso verändern, wie Ideen, PLÄNE immer wieder an neue Bedingungen angepasst werden können.

Ich bin nie von irgendeinem Endzustand ausgegangen. Ich wollte und will noch immer verstehen, wie Pläne gemeinsam umgesetzt, oder von mir aus auch geändert werden.

Zitat:Ich persönlich mag hierzu gerne den Ausspruch "das Bessere ist der Feind des Guten". Darin steckt für mich eine Aufforderung zur ständigen Verbesserung. Den Verbesserungsprozeß, die Entwicklung, finde ich in der Werterfüllung wieder, die eine "Wert- und Qualitätsentfaltung" ist (DFS 2, Si. 44).

Gut, besser, Verbesserung, diese Begriffe möchte ich nicht in Zusammenhang bringen mit Werterfüllung.

Entwicklung schon.

Gruß
omega
Energie folgt dem Fokus.
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#13
Hi guter Michael,

(19.01.2012, 18:51)Michael schrieb: soll ich die Fragen aus deiner Antwort an mich noch beantworten, oder bist du gedanklich schon weiter? Die Diskussion ist ja nun an einem anderen Punkt.

Ja, die Diskussion ist nun an einem anderen Punkt. Zellen verändern sich ständig, Egos verändern sich ständig und auch Threads verändern sich ständig.
Die Fragen, die ich dir gestern stellte hat mir Seth (zum Teil)beantwortet.

Zitat:Um eine gemeinsame Basis zu finden, würde ich gerne deine Definition von "Gut und Böse" kennenlernen. Welches "Gut" ist für dich ekelhaft und abschreckend, und welches "Böse" steht dem gegenüber, was deiner Meinung nach bleiben kann?

Wie ich schon an Apis schrieb, für mich ist das Thema des Threads keine Frage von gut und böse

Omega schrieb:Werterfüllung individuell und kollektiv sieht für mich anders aus. Aber ganz anders. Und das ist kein Witz.

Michael schrieb:Wie sieht die für dich aus? Rein interessehalber.

Das wäre aus meiner Sicht ein neues Thema. Und dazu gibt es auch schon einen Thread.

Gruß
omega
Energie folgt dem Fokus.
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#14
Hi Omega,

interessante Überlegungen - ich wage es mitzuschreiben, denn als Ausländerin ein "globales" Denken ist mir mindestens "latent" :D

Zitat:Ich hätte wohl eher nicht danach fragen sollen, wie das "praktisch" aussieht, sondern wie "Durchbrüche" in anderen Bewußtseinsbereichen zur Lösung globaler Probleme führen können.

und

Zitat:Wie aber wird uns das Bewusstsein, so wie wir es begreifen "auf die eine oder andere Weise über unsere beschränkten Vorstellungen von der Realität hinausführen"?

So wie ich verstanden habe, träumen ist ein Weg.

Die Anmerkung 2 zu der Sitzung 696 in selbem Buch:

Zitat:...
aus NdPR – Stz 672

Es gibt jedoch ein Ausgleichssystem, und in so manchen Träumen werden euch solche Blaupausen bewußt gemacht. Sie können in Gestalt von bestimmten Wiederholungsträumen auftreten, die durch euer ganzes Leben durchziehen- Aufklärungsträume; und selbst wenn ihr euch nicht an sie erinnert, wacht ihr dennoch in euren Vorsätzen gestärkt oder mit plötzlich klaren Zielvorstellungen auf. Wenn ihr mit euren Glaubenssätzen arbeitet, versucht einmal abzuklären, was ihr eigentlich vom Traumzustand haltet, denn wenn ihr Vertrauen zu Träumen habt, können sie durch eure bewußte Mitarbeit alsVerbündete für euch noch wichtiger werden.«


Zitat:Anders formuliert, wenn wir alle unsere persönliche Realität unter den hier schon oft erwähnten Voraussetzungen schaffen, welchen Sinn machen dann die globalen Arbeitspläne, die die Menschheit insgesamt hat, und aus der sie ihre Ideen, und Theorien bezieht, die auf Erfüllung drängen?


Auf Kosten andere Arten/Geschöpfe ist/wird man einfach nicht glücklich.
Speziell bei diesem „persönliche Realitätserschaffung“ , die Du hier gleichst mit Werterfüllung , habe ich festgestellt, dass meistens der Leute „denken“ eher an „Haben“ und nicht ans „Sein“. Erich Fromm schrieb auch darüber.

Ich denke, genau hier liegt der Unterschied – bei globalen Arbeitspläne wäre - für mich - die Chancegleichheit :D die Ermöglichung von elementaren Voraussetzung einer Existenz auf diesem Ebene wie „frisches Wasser und frische Luft“ (Naturgesetze) für Pflanzen, Tieren und Menschen das Ideal, den Rest "ent-wickelt" sich.

Zitat:Für mich ist nämlich die Vorstellung, dass jeder lebende Mensch nur noch Gutes tut total abschreckend. Ekelhaft!

Du hattest zwar schon kommentiert, aber...

1. Gut? Resultiert aus ein polares Denkmuster.
2. Ekelhaft? :shock: – Ebenso!

Du erinnerst mich oft an Niki de Saint Phalle. In Brühl läuft eine Ausstellung von ihr. Gerade unter Kreatives eingetragen.

Zitat:Werterfüllung individuell und kollektiv sieht für mich anders aus. Aber ganz anders. Und das ist kein Witz.

Im Tash’sthread über Werterfüllung kannst Du Dich weiterhin inspirieren.

LG

Mila


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#15

Hi Omega!

Sehr interessante Perpektive.

Für mich ist "Gut", was einer Sache in einer gegebenen Situation am förderlichsten/konstruktivsten ist.

gruß

PALE
:D

CARPE DIEM
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#16
(19.01.2012, 20:56)Mila schrieb: - ich wage es mitzuschreiben, denn als Ausländerin ein "globales" Denken ist mir mindestens "latent" :D

Schön, dass du so mutig bist.:D

Ich glaube eher nicht, dass globales Denken etwas mit Nationalität, Herkunftsnationalität oder damit, in welchem Land man lebt zu tun hat.


omega schrieb:Ich hätte wohl eher nicht danach fragen sollen, wie das "praktisch" aussieht, sondern wie "Durchbrüche" in anderen Bewußtseinsbereichen zur Lösung globaler Probleme führen können.

Zitat:und

omega schrieb:Wie aber wird uns das Bewusstsein, so wie wir es begreifen "auf die eine oder andere Weise über unsere beschränkten Vorstellungen von der Realität hinausführen"?

Mila schrieb:So wie ich verstanden habe, träumen ist ein Weg.

Zitat:...
aus NdPR – Stz 672

Es gibt jedoch ein Ausgleichssystem, und in so manchen Träumen werden euch solche Blaupausen bewußt gemacht. Sie können in Gestalt von bestimmten Wiederholungsträumen auftreten, die durch euer ganzes Leben durchziehen- Aufklärungsträume; und selbst wenn ihr euch nicht an sie erinnert, wacht ihr dennoch in euren Vorsätzen gestärkt oder mit plötzlich klaren Zielvorstellungen auf. Wenn ihr mit euren Glaubenssätzen arbeitet, versucht einmal abzuklären, was ihr eigentlich vom Traumzustand haltet, denn wenn ihr Vertrauen zu Träumen habt, können sie durch eure bewußte Mitarbeit alsVerbündete für euch noch wichtiger werden.«

Ja, Träumen ist wohl ein Weg. Das hatte Michael auch schon angemerkt.


Mila schrieb:Auf Kosten andere Arten/Geschöpfe ist/wird man einfach nicht glücklich.
Speziell bei diesem „persönliche Realitätserschaffung“ , die Du hier gleichst mit Werterfüllung , habe ich festgestellt, dass meistens der Leute „denken“ eher an „Haben“ und nicht ans „Sein“. Erich Fromm schrieb auch darüber.

Den Begriff der Werterfüllung hat PALE in diesem Zusammenhang hier benutzt.

Mila schrieb:Ich denke, genau hier liegt der Unterschied – bei globalen Arbeitspläne wäre - für mich - die Chancegleichheit :D die Ermöglichung von elementaren Voraussetzung einer Existenz auf diesem Ebene wie „frisches Wasser und frische Luft“ (Naturgesetze) für Pflanzen, Tieren und Menschen das Ideal, den Rest "ent-wickelt" sich.

Welchen Unterschied meinst du Mila?
Und kannst du auch noch sagen, wie wir den globalen Arbeitsplan "Chancengleichheit" umsetzen oder entwickeln, jetzt mal abgesehen von unseren Träumen?

Mila schrieb:Du hattest zwar schon kommentiert, aber...

1. Gut? Resultiert aus ein polares Denkmuster.
2. Ekelhaft? :shock: – Ebenso!

Wie nennst du denn den Gegenpol zu ekelhaft?

Mila schrieb:Du erinnerst mich oft an Niki de Saint Phalle.

Das macht nichts, Mila. Da haben sich Leute in Zusammenhang mit mir schon an viel Schlimmeres erinnert.

Mila schrieb:Im Tash’sthread über Werterfüllung kannst Du Dich weiterhin inspirieren.

Danke für den Tipp.
Gruß
omega

Energie folgt dem Fokus.
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#17
(19.01.2012, 22:36)PALE schrieb: Für mich ist "Gut", was einer Sache in einer gegebenen Situation am förderlichsten/konstruktivsten ist.

Hi Pale,

als ich spontan schrieb, dass ich die Vorstellung von Menschen, die nur noch Gutes tun würden ekelhaft finde, hatte ich wohl im Hinterkopf, dass Seth irgendwo in dNdpR sagt, dass Menschen mit ausreichender positiver Selbstbejahung es nicht nötig haben immerfort "Gutes" zu tun.
Und dass andererseits Menschen, die glauben "Gutes" tun zu müssen das häufig deshalb glauben, weil sie sich selbst für so "schlecht" halten.

Aber hier bewegen wir uns wieder gefährlich nahe an einer Diskussion über gut und schlecht, die ich hier nicht führen mag.

GUTE Nacht
omega
Energie folgt dem Fokus.
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#18


Moin Omaga!

Ich kann nichts dafür was Du in Deinem Hinterkopf hast, ich schrieb explizit "im wahrsten Sinne des Wortes", damit meinte ich NICHT Menschen mit Helfer-Syndrom oder ähnlichen Belastungen.

Um eine Diskussion über "Gut" und "Böse" zu führen, fehlt mir schlicht die Lust.

Je "freier" das Bewusstsein von Einschränkungen ist (GS) desto "intensiver" befindet es sich im Bereich der natürlichen Ethik. Daraus ergibt sich dann zwangsläufig die Fähigkeit förderlicher/konstruktiver zu denken und zu handeln. Ich finde es in Ordnung so.

Gruß

PALE
:D



CARPE DIEM
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#19
(20.01.2012, 06:15)PALE schrieb: Um eine Diskussion über "Gut" und "Böse" zu führen, fehlt mir schlicht die Lust.

Hi PALE,

da geht es mir genau so, wie dir. Und obwohl der Arbeitstitel es nahe legen könnte, hat das Thema m.E. nichts mit gut und böse zu tun.

Gruß
omega
Energie folgt dem Fokus.
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#20
Moin,

ich habe auch keine Lust auf eine solche Diskussion... :Cool:

Seth schrieb:Ihr als Individuum tragt eine solche Blaupause in euch; sie enthält alle Informationen, die ihr braucht, um in dem euch bekannten wahrscheinlichen System die günstigste Version von euch zuwege zu bringen.

Was wäre denn beispielsweise die "günstigste" Version von uns - individuell und en masse? Wäre das wie "favorable" - die "zu bevorzugende" Version von uns? Das wäre einfach eine Version, der aus bestimmten Gründen der Vorzug vor anderen wahrscheinlichen Alternativen zu geben wäre. Die Gründe dafür liegen in der Blaupause. Intuitiv denke ich dabei an ein Bild, echte Blaupausen hintereinander weitgehend deckungsgleich zu bekommen, aber nur um ein schönes, kreatives Muster zu erhalten, und keine 100 %ige Übereinstimmung... :Idea:

Offensichtlich ist damit auch etwas anderes gemeint als "gut":

Wictionary 'günstig'

Mmmh. "Den geforderten Aufwand wert", "mit Vorteilen versehen", "zur rechten Zeit"... schon diese Bewertungskriterien klingen für mich deutlich anders und weiter als die klassischen Bewertungsschemata.

LG
Apis
JUST BE - πάντα ῥεῖ

"When you perform some task without effort and take joy in the task, you will have some slight idea of All That Is." (ESP,Mai 26 1970)
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#21
also ich denke, die günstigste version ist, dass man diejenigen erfahrungen innerhalb dieses bewusstseinsfokus bestmöglicht erfährt, die man sich "vor" dieser inkarnation zum ziel gesetzt hat.

das stelle ich mir auch als die individuelle blaupause vor. das selbst nimmt sich vor dies und das zu erleben, aber aufgrund der natur der wahrscheinlichkeiten und des freien willens kann dann alles mögliche rauskommen :lol:
ewig formt der geist das fleisch
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#22
Hi Omega,

das Unterbewusstsein ist z.B. eine Ebene, auf welcher an der "Ide-alisierung" gearbeitet wird. Das Unterbewusstsein arbeitet so oder so, auch wenn das Ego es gar nicht bemerkt...

Ein schönes Beispiel: Du sprichst mit jemandem, ein Begriff fällt dir nicht ein...du denkst einige Zeit angestrengt drüber nach, und gehst dann, ohne den Begriff zu finden, im Gespräch weiter...

Vielleicht Stunden später, ohne bewusst an das Gespräch oder den Begriff zu denken, schwupps ist er in deinem Gewahrsein, du erinnerst dich an die Situation und den gesuchten Begriff.

Wo kommt der her? Der ist in dem Moment aus einer anderen Ebene zu dir durchgebrochen.

Noch ein schönes Beispiel: Wenn man frei spricht, weiß man nicht, wie man einen Satz, den man angefangen hat, zu Ende bringen wird. Wir sprechen immer nur Wort für Wort, immer in dem Wissen, dass das folgende Wort wohl seinen Weg finden und rauskommen wird, wenn es gebraucht wird. Auch dort brechen Informationen aus einer anderen Ebene durch....das Unterbewusstsein kennt das Thema und schickt die Worte dann in die physische Realität...

Und mMn nach funktioniert das auch in die andere Richtung....

Wir haben auf diese Ebenen so ohne Weiteres aber keinen bewussten Zugriff. Das ist vielleicht mal wieder der Punkt, der dich stört...

LG Michael
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#23
Hi Apis,

(20.01.2012, 07:53)Apis schrieb:
Seth schrieb:Ihr als Individuum tragt eine solche Blaupause in euch; sie enthält alle Informationen, die ihr braucht, um in dem euch bekannten wahrscheinlichen System die günstigste Version von euch zuwege zu bringen.

Was wäre denn beispielsweise die "günstigste" Version von uns - individuell und en masse? Wäre das wie "favorable" - die "zu bevorzugende" Version von uns? Das wäre einfach eine Version, der aus bestimmten Gründen der Vorzug vor anderen wahrscheinlichen Alternativen zu geben wäre. Die Gründe dafür liegen in der Blaupause.

Das sehe ich anders. Die Gründe für die Wahrscheinlickeit, die wir wählen liegen nicht in der Blaupause. Sondern wir wählen jeweils die Wahrscheinlichkeit, die wir für möglich halten und die mit unseren GS und Erwartungen übereinstimmen. Das ist dann jeweils die Wahrscheinlickeit, die wir bevorzugen.

Weiter oben habst du festgestellt,

Apis schrieb:Aber solange wir von starren und statischen Idealzuständen als Endstation ausgehen, werden wir uns mit einem Verständnis davon schwertun. Die Blaupause kann sich ebenso verändern, wie Ideen, PLÄNE immer wieder an neue Bedingungen angepasst werden können.

Ich denke auch, dass wir weder von einem statischen Idealzustand ausgehen können, noch von einer undynamischen "günstigsten" Version unserer selbst. In beiden liegt Entwicklungspotential, oder wie du es ausdrückst, sie werden an neue Bedingungen angepasst.

Und um es ein letztes Mal zu betonen, wir sollten uns davor hüten "günstig" mit "gut" gleichzusetzen.




Zitat:Offensichtlich ist damit auch etwas anderes gemeint als "gut":

Ja, allerdings. Und es ist GUT, dass wir nun alle beteuert haben, nicht über gut und böse diskutieren zu wollen.

Zitat:Mmmh. "Den geforderten Aufwand wert", "mit Vorteilen versehen", "zur rechten Zeit"... schon diese Bewertungskriterien klingen für mich deutlich anders und weiter als die klassischen Bewertungsschemata.

Danke fürs Übersetzen. Für mich klingen aber trotzdem alle diese Begriffe nach Bewrtungsschema.

Gruß
omega
Energie folgt dem Fokus.
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#24
(20.01.2012, 09:08)Wahrscheinlicher-Nick schrieb: also ich denke, die günstigste version ist, dass man diejenigen erfahrungen innerhalb dieses bewusstseinsfokus bestmöglicht erfährt, die man sich "vor" dieser inkarnation zum ziel gesetzt hat.

das stelle ich mir auch als die individuelle blaupause vor. das selbst nimmt sich vor dies und das zu erleben, aber aufgrund der natur der wahrscheinlichkeiten und des freien willens kann dann alles mögliche rauskommen :lol:

Hi Nick,

Seth nennt die Blaupause ja auch Arbeitsplan.
Und
Seth schrieb:Die Idealisierungen SELBST bestehen aus >bewusstem< Stoff. Es handelt sich also nicht um inaktive Daten. Die Natur der Wahrscheinlichkeiten bestimmt den Rahmen, innerhalb dessen es zu diesen Erfüllungen kommen kann, und gibt den lebendigen Entwicklungen ihre Form. Die Struktur der Wahrscheinlichkeiten liefert zum einen ein Gittersystem, nach dem ein bestimmtes praktisches Wachstum nicht gewählt oder als nicht bedeutsam angesehen wird; zum anderen stellt sie ein schützendes, schöpferisches, reiches Umfeld her, eine Realität, in der die Idealisierung aus einer fast unendlichen Vielfalt an möglichen Handlungen die auswählen kann, die für ihre Erfüllung am geeignetsten sind.

Ist es das, was du meinst?

Gruß
omega
Energie folgt dem Fokus.
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#25
(20.01.2012, 09:56)Michael schrieb: das Unterbewusstsein ist z.B. eine Ebene, auf welcher an der "Ide-alisierung" gearbeitet wird. Das Unterbewusstsein arbeitet so oder so, auch wenn das Ego es gar nicht bemerkt...

Ein schönes Beispiel: Du sprichst mit jemandem, ein Begriff fällt dir nicht ein...du denkst einige Zeit angestrengt drüber nach, und gehst dann, ohne den Begriff zu finden, im Gespräch weiter...

Vielleicht Stunden später, ohne bewusst an das Gespräch oder den Begriff zu denken, schwupps ist er in deinem Gewahrsein, du erinnerst dich an die Situation und den gesuchten Begriff.

Wo kommt der her? Der ist in dem Moment aus einer anderen Ebene zu dir durchgebrochen.

Und mMn nach funktioniert das auch in die andere Richtung....

Wir haben auf diese Ebenen so ohne Weiteres aber keinen bewussten Zugriff. Das ist vielleicht mal wieder der Punkt, der dich stört...

Hi Michael,

es ist nicht so, dass es mich stört, dass wir auf andere Ebenen keinen bewußten Zugriff haben.

Aber zu Beginn dieses Threads war eine Hauptfrage von mir, wie wir das , was Seth hier im Zusammenhang mit Idealisierung aüßert zu verstehen haben.
Seth schrieb:Seiner Natur nach erweitert sich das Bewusstsein fortwährend. Von seinem Wesen her wird euch das Bewusstsein, wie ihr es als Spezies begreift, auf die eine oder andere Weise über eure beschränkten Vorstellungen von der Realität herausführen, denn eure Erfahrungen werden Herausforderungen mit sich bringen, die innerhalb eures gegenwärtigen Bezugsrahmens nicht bewältigt werden können. Die Probleme, die sich auf EINER Ebene des Bewusstseins stellen, werden automatisch zu Durchbrüchen in anderen Bereichen von Bewußtseinsaktivitäten führen, wo Lösungen gefunden werden können.

Der Thread hat sich ein wenig von dieser Frage weg entwickelt. Aber ich weiß die Antwort noch nicht.

Gruß
omega
Energie folgt dem Fokus.
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