06.10.2013, 07:28
... und der zweite folgt sogleich.
Teil zwei meiner Vorlesung fällt noch um Einiges länger aus. (Wofür ich knallhart DIR die Schuld gebe
)
Und du, der du Seth viel mehr als nur im Ansatz kennst, befürchtest trotzdem, dass mit dem Geld anderer irgendwas schiefgehen wird, wenn du dabei nicht besonders vorsichtig, vorsorglich und besorgt vorgehst. Du rechnest trotzdem nicht nur damit, dass die Dinge ohne deine Vorsorge eher schief gehen werden als gut, sondern auch damit, dass du dann "knallhart" zur Rechenschaft gezogen wirst.
Und so befasst du - der du Seth sehr wohl kennst - dich trotzdem den lieben langen Tag "umsichtig" (???) damit, alles dir nur irgend Mögliche durchzudenken und auszuführen, mit dem du dir und anderen deine Umsicht, Vorsorge und dein Verantwortungsbewusstsein beweisen kannst und mit dem du deiner Überzeugung nach dem Schiefgehen gewissenhaft vorbeugst - und warum das alles
Doch nur für den Fall, dass TROTZ all dieser Vor- und Umsicht doch mal was schiefgehen sollte, und du dir und anderen gegenüber dann ein gutes Gewissen haben und dich am Schiefgehen schuldlos fühlen kannst!
Wenn Seth dir dann sagt, dass GERADE wegen solcher Vorsorge, Sorgen, Befürchtungen und Überzeugungen Dinge überhaupt erst anfangen, schief zu gehen, dass exakt sie all die möglichen negativen Entwicklungen überhaupt erst erschaffen, dann reagierst du reflexartig mit der intellektuellen Rechtfertigung von Ängsten, Vorsicht und Vorkehrungen und nennst das Verantwortungsbewusstsein - und warum
Der von dir nun zu erwartende Einwand, dass die These von Seth deshalb nicht so ganz stimmen kann, weil dir der Erfolg mit deinem Geld und dem deiner Klienten doch ganz offensichtlich recht gibt, der entkräftet Seths Thesen kein bisschen. Er bestätigt sie nur zusätzlich, weil es allein dein Glaube an die Wirksamkeit von Vorsoge, sowie deine Erwartungen an den ausreichenden Schutz der jeweiligen Maßnahmen sind, die in deiner Realität ihre ganz natürlichen Ergebnisse zeitigen.
Was aber machst du dann in Fällen, wo du diesen Glauben und diese Erwartung nicht mehr aufbringen kannst, weil es keine verlässlichen äußeren Mittel dafür gibt? In Fällen, wo du alle dir möglichen äußeren Maßnahmen nicht mehr für ausreichend und verlässlich genug halten kannst? In Fällen, in denen deine scheinbar so nützlichen Stofftierchen plötzlich zu wirklich beängstigender Größe anwachsen?
Worauf kannst du dich dann noch verlassen? Was kann dir die Angst vor dem Schiefgehen dann noch zuverlässig nehmen? Der Gang in die Kirche?
Erscheint dir der Glaube an Seths Konzept des sicheren Universums vielleicht deshalb so abstrakt, weil du im Fall der vollen Akzeptanz von Seths Aussagen nicht mehr länger ein gutes Gewissen haben könntest, da laut diesem Konzept nicht TROTZ, sondern WEGEN dem Vor-Sorgen von dir mal was schiefgegangen ist? Weil du dir dann knallhart selbst die Schuld geben müsstest dafür, dass du auf all die Sorgen und Ängste/Befürchtungen eben nicht verzichtet hast?
Die anderen, die "Seth-nicht-Kenner", würden dir dafür zwar keine Schuld geben können, denn sie ahnen den Zusammenhang zwischen Sorge und erlebter Realität nicht mal - aber du müsstest den Zusammenhang sehr wohl anerkennen, würdest du Seths These vorbehaltlos und ohne Ausreden Glauben schenken. Du müsstest plötzlich eine völlig andere Art von Verantwortungsbewusstsein akzeptieren und praktizieren - und vielleicht …. nur vielleicht … hältst du das ja für unangenehmer und gefährlicher, als das gewohnte und erfolgreiche Handhaben deiner altbekannten Stofftierchen.
Dann würde es nämlich gar nicht darum gehen, dass du sie so lieb gewonnen hast oder sie für so nützlich hältst, sondern schlicht darum, dass du vor der vollen Akzeptanz von Seths Konzept und der ungewohnten Denkweise einstweilen noch mehr Angst hast als vor ihnen.
Das erinnert mich jetzt frappant an eine alte Diskussion mit Foggy zum Thema Wahrscheinlichkeiten. Ich werde deine Erinnerung daran etwas auffrischen, das erspart mir unnötiges Getippsel. Hier nur ein klitzekleiner Auszug aus Beitrag 147 im Thread "Bienen-Sterben - Folgen für den Menschen?" :
Du erinnerst dich daran?
Ebenso müssen nicht die "Menschen ohne derartige Überzeugungen, die einfach in dem Punkt nicht vertrauensvoll genug sind, die fast pausenlos telepathische Katastrophenimaginationen erzeugen und aussenden" erst eines Besseren belehrt werden, damit deine Vasen heil bleiben, sondern ausschließlich du musst dich dahingehend belehren und deine Denkgewohnheiten nachhaltig ändern.
Nur zum Teil. Die fehlende "Resonanz" ermöglicht dir das Erschaffen deiner erwünschten Wahrscheinlichkeit und garantiert dein Leben in DEINER sicheren Realität. Aber dafür müssen die beängstigenden Umstände und Erlebnisse anderer Menschen nicht aus deiner Wahrnehmung verschwinden, sondern nur deren bisherige Auswirkungen auf deine eigenen Gedanken, Gefühle und Erwartungen! Du musst auch nicht unbedingt vor Zeitungen, Nachrichten oder dem Unglück deiner Mitmenschen Augen und Ohren schließen, um deine sichere Realität erschaffen zu können. Wenn all das dir selbst keine Angst mehr macht und deine Erwartungen und 'beliefs' nicht länger beeinflussen kann, besteht für ein Verschwinden aus deiner Wahrnehmung keinerlei Notwendigkeit mehr.
Wenn der "Horror der Welt" keine Angst mehr in dir auslöst, keine Beklemmung oder sonstigen Gefühle der Gefährdung, wenn du mit dem deutlichen Gefühl deiner eigenen Sicherheit auf den tosenden Ozean oder die dunklen Himmel blicken kannst - DANN erst bist du wirklich und wahrhaftig in deiner sicheren Realität zu Hause. Ein weiteres Indiz dafür, dass du nachhaltig dort "eingezogen" bist, besteht darin, dass du dich nicht mehr ständig bewusst daran erinnern musst.
Auch ich muss mich noch immer wieder mal bewusst daran erinnern. Aber längst nicht mehr so oft wie noch vor ein paar Jahren. Und so wird MEINE Realität, wie ich dir schon im Selbstverteidigungs-Thread versichert habe, mit jedem Tag und jedem Gedanken ein Stück sicherer. Ich rechne fest damit, dass ich mich eines nicht mehr allzu fernen Tages überhaupt nicht mehr bewusst an mein sicheres Universum erinnern muss, weil sichere Gedanken und Erwartungen dann endlich zur Gewohnheit geworden sind und ohne jedes bewusste Zutun automatisch das manifestieren, was ich unter einer sicheren Realität verstehe.
Manche werden sie übernehmen, manche werden verschwinden - und manche werden "auftauchen". All diejenigen nämlich, die sich von deinen sicheren 'beliefs' unwiderstehlich angezogen fühlen.
"Sie werden deine Sicherheit erkennen, und nach den Gründen suchen" - Seth
Aus all den schon genannten Gründen und wegen ihres Wahrheitsgehaltes wirst du auch SICHER nie allein dastehen. Mit entsprechenden Imaginationen und Erwartungen kannst du ein Übriges dazu tun, die Angst vor dem Allein-Dastehen oder einem Gemobbtwerden völlig verschwinden zu lassen.
Sieh dir doch bitte mal genau an, was du hier eigentlich machst: Ich rede seit Wochen von der Notwendigkeit, für ein Sicheres Universum die Angst verlassen zu müssen - und du wehrst dich emotional und intellektuell dagegen, weil du Angst hast, ohne Angst alleine oder verachtet dazustehen.
Es IST nötig, die Angst zu verlassen, und nicht, stattdessen nach Daseinsberechtigungen für sie zu suchen !!!
Zur Vorsicht (
) sage ich es dir - und nur dir! - ein weiteres Mal ganz laut und deutlich: Zuerst musst du die Angst und Sorge in dir verringern, dann erst die Vorsicht und Vorsorge im Außen. Etwas risikofreudigere Gemüter können das auch gleichzeitig in Angriff nehmen, das ist eine Frage des Naturells und auch der Ängste, um die es jeweils geht.
Die meisten Vorsichtsmaßnahmen und Sorgen samt zugehörigen Imaginationen und Erwartungen werden mit dem Wegfallen deiner Angst ohnehin ganz von selbst verschwinden, häufig ohne jede bewusste Entscheidung von dir und manchmal vielleicht sogar, ohne dass es dir gleich auffällt.
Um das "Muss" der DIR empfohlenen Vorsichtsmaßnahme (die du auch gern als Zwischenschritt bezeichnen kannst) in die richtige Relation zu bringen, sage ich lieber auch gleich dazu, dass du das meiner Ansicht nach nur deshalb in dieser Reihenfolge tun solltest, weil du eben kein risikofreudiger Mensch bist und dich ohne äußere Vorsichtsmaßnahmen entsprechend unwohl fühlen würdest, solange noch starke Bedenken und Zweifel in dir vorhanden sind. Hauptsächlich aber rate ich DIR deshalb dazu, weil ich (womit ich mich auch gründlich irren kann) deinen Glauben an das Seth-Material für noch nicht stark und belastbar genug halte.
Was ich mit der dir empfohlenen Vorsichtsmaßnahme definitiv NICHT sagen will, ist, dass jedes Quäntchen Angst und Zweifel die Umsetzung einer positiven Imagination verhindern können. Denn das tun sie nicht, jedenfalls nicht dann, wenn die "Ziel-Imagination" und die Erwartung (oder wenigstens Hoffnung) trotzdem stimmen.
Mir haben oft genug die Knie gezittert, wenn ich Seth einfach beim Wort genommen habe - ihn einmal sogar beim Wort nehmen musste - und es auf Teufel komm raus wissen wollte. Es hat bei mir aber nur deshalb trotz der Angst und den Zweifeln funktioniert, anfangs sogar ohne gezielte Imaginationen, weil mein Glaube an den Wahrheitsgehalt von Seths Lehren von Anfang an so vollkommen unerschütterlich war. Noch unerschütterlicher als dein Glaube an die Wirksamkeit äußerer Vorsorge-Mittel (und der wirkt ja offensichtlich schon verlässlich genug.)
Nur dieses Glaubens wegen habe ich in jedem einzelnen Fall mitsamt aller Angst und Zweifeln erwartet und darauf vertraut, dass sich Seths "Behauptungen" ganz einfach bestätigen MÜSSEN, WENN sie denn wirklich wahr sind. Und ich hatte damals schon das deutliche Gefühl, dass ich, wenn sie nicht wahr sein sollten, auf das Leben ohnehin pfeifen würde.
Ich hab mein Leben zwar einmal auf diese eine Karte setzen müssen, aber ich garantiere dir, ich würde es jederzeit ganz freiwillig wieder tun. Diesmal ohne jeden Zweifel, denn mittlerweile habe ich schon oft genug bewiesen bekommen, WIE WAHR Seths Lehren tatsächlich sind.
Trotzdem muss man meiner Ansicht nach nicht in jedem Fall und ohne jegliche Notwendigkeit auf äußere Sicherheitsmaßnahmen verzichten, nur um sich selbst (oder sonstwem) irgendwas zu beweisen.
Ich zum Beispiel habe nur deshalb keine Versicherungen mehr (außer der vom Staat aufgezwungenen KFZ-Versicherung), weil es mir völlig schnurz ist, keine zu haben. Ich lasse die Wohnungstür nur deshalb unverschlossen, weil ich kein mulmiges Gefühl mehr dabei habe. Ich gehe nur deshalb zu keinem Arzt mehr, weil ich keine Bedenken oder Sorgen mehr habe, wenn’s mal irgendwo weh tut, und weil ich mir vollkommen sicher bin, dass mein Körper das unbehelligt sehr viel besser und nachhaltiger hinbekommt als irgenein Mediziner.
Und wie schon erwähnt leine ich meinen Hund gerade deshalb an, weil ich mir eben nicht sicher bin, dass er nicht vor irgendein Auto läuft und weil mir eine Änderung dieses speziellen 'beliefs' auch überhaupt nicht wichtig ist. Es ist auch für die Sicherheit meiner Realität nicht wichtig, dass meinen Hund frei auf der Straße herumlaufen kann. Schon gar nicht deshalb, um mir oder sonstwem zu beweisen, dass "GS-Arbeit" wirklich funktioniert und der Glaube das einzig entscheidende dabei ist. Ich weiß, dass es so ist. Was man weiß, muss man sich oder anderen nicht mehr länger beweisen. (Obwohl … so hin und wieder juckt es mich schon noch etwas in den Fingern … aber bestimmt nicht, weil ich mir nicht völlig sicher wäre, dass "GS-Arbeit" sehr wohl funktioniert
)
Er empfiehlt vor allem, dich davon nicht ängstigen zu lassen und dich nicht zu sorgen!
Solange dir das schwer fällt, ist es vernünftig, allen Suggestionen dieser Art wo immer möglich aus dem Weg zu gehen. ABER das kann nicht das endgültige Ziel sein, denn eine solche Flucht schränkt dich erst recht wieder ein.
Das Ziel ist, gegen derartige Suggestionen völlig immun zu werden, und das gelingt am besten, wenn du ihnen, wo und wann immer du ihnen begegnest, in Gedanken DEINE Argumente, also Seths Konzept des sicheren Universums, entgegenhältst.
Im Übergangsprozess hat es sich für mich durchaus bewährt, ab und zu Zeitungen und Nachrichten in kleinen Dosen zu konsumieren - um meine emotionalen, mentalen und imaginativen Reaktionen als verlässliches Feedback dafür zu nutzen, ob und wie weit sich meine 'beliefs' schon verändert haben. Heute muss ich keinen Raum mehr verlassen, nur weil dort jemand den Fernseher andreht und sich die neuesten Horrormeldungen aus den Nachrichten reinzieht. Würde ich aber doch ein mulmiges Gefühl dabei bekommen, dann würde ich den Raum verlassen, mich in mein stilles Kämmerlein setzten, und die ganze Sache so lange überdenken - und zwar im Sinn von Seths Thesen - bis das mulmige Gefühl verschwunden ist.
Jeder der Seth glaubt, hängt zunächst mal zwischen den Welten. Das ist nichts Schlechtes. Der Weg ist zwar nicht das Ziel, aber er ist ein wichtiger Teil des Ziels. Er ist lehrreich, höchst wert- und sinnvoll - und weil es dein eigener, selbst gegangener Weg ist, wird er für dich in Sachen Verständnis von unschätzbar großem Nutzen sein. Nutzen und Wissen, die du auf keine andere Weise erlangen könntest.
Auch ich stehe in mancherlei Hinsicht immer noch mit einem Bein fest in der alten Welt, aber nicht in diesem Punkt. Auf meinem Weg in ein vollkommen sicheres Universum bin ich dem Ziel schon fast zum Greifen nahe. Die Rückfälle, bzw. die Anfälle von Sorge und Befürchtungen werden von Monat zu Monat seltener und kürzer. Sie haben bei mir längst nur mehr mit fehlender Aufmerksamkeit zu tun und nicht mehr länger mit mangelnder Fähigkeit oder fehlendem Glauben an die Wirksamkeit mentaler Macht.
Ende der von Apis knallhart verschuldeten, ihm garantiert viiiiel zu langen Vorlesung.
Teil zwei meiner Vorlesung fällt noch um Einiges länger aus. (Wofür ich knallhart DIR die Schuld gebe

Apis schrieb:[in Beitrag # 67 des Parallel-Threads]
Wegen Deinem finanziellen Beispiel, das ich nicht so anschaulich finde: wenn ich mit anderer Leute Geld zu tun habe, bin ich sehr vorsichtig, weil diejenigen nicht einmal im Ansatz Seth kennen, und mir knallhart die Schuld geben würden, wenn dabei etwas schiefgeht. Sie kennen Seth nicht und wollen von Eigenverantwortung nichts wissen.
Und du, der du Seth viel mehr als nur im Ansatz kennst, befürchtest trotzdem, dass mit dem Geld anderer irgendwas schiefgehen wird, wenn du dabei nicht besonders vorsichtig, vorsorglich und besorgt vorgehst. Du rechnest trotzdem nicht nur damit, dass die Dinge ohne deine Vorsorge eher schief gehen werden als gut, sondern auch damit, dass du dann "knallhart" zur Rechenschaft gezogen wirst.
Und so befasst du - der du Seth sehr wohl kennst - dich trotzdem den lieben langen Tag "umsichtig" (???) damit, alles dir nur irgend Mögliche durchzudenken und auszuführen, mit dem du dir und anderen deine Umsicht, Vorsorge und dein Verantwortungsbewusstsein beweisen kannst und mit dem du deiner Überzeugung nach dem Schiefgehen gewissenhaft vorbeugst - und warum das alles

Doch nur für den Fall, dass TROTZ all dieser Vor- und Umsicht doch mal was schiefgehen sollte, und du dir und anderen gegenüber dann ein gutes Gewissen haben und dich am Schiefgehen schuldlos fühlen kannst!
Wenn Seth dir dann sagt, dass GERADE wegen solcher Vorsorge, Sorgen, Befürchtungen und Überzeugungen Dinge überhaupt erst anfangen, schief zu gehen, dass exakt sie all die möglichen negativen Entwicklungen überhaupt erst erschaffen, dann reagierst du reflexartig mit der intellektuellen Rechtfertigung von Ängsten, Vorsicht und Vorkehrungen und nennst das Verantwortungsbewusstsein - und warum



Der von dir nun zu erwartende Einwand, dass die These von Seth deshalb nicht so ganz stimmen kann, weil dir der Erfolg mit deinem Geld und dem deiner Klienten doch ganz offensichtlich recht gibt, der entkräftet Seths Thesen kein bisschen. Er bestätigt sie nur zusätzlich, weil es allein dein Glaube an die Wirksamkeit von Vorsoge, sowie deine Erwartungen an den ausreichenden Schutz der jeweiligen Maßnahmen sind, die in deiner Realität ihre ganz natürlichen Ergebnisse zeitigen.
Was aber machst du dann in Fällen, wo du diesen Glauben und diese Erwartung nicht mehr aufbringen kannst, weil es keine verlässlichen äußeren Mittel dafür gibt? In Fällen, wo du alle dir möglichen äußeren Maßnahmen nicht mehr für ausreichend und verlässlich genug halten kannst? In Fällen, in denen deine scheinbar so nützlichen Stofftierchen plötzlich zu wirklich beängstigender Größe anwachsen?
Worauf kannst du dich dann noch verlassen? Was kann dir die Angst vor dem Schiefgehen dann noch zuverlässig nehmen? Der Gang in die Kirche?
Erscheint dir der Glaube an Seths Konzept des sicheren Universums vielleicht deshalb so abstrakt, weil du im Fall der vollen Akzeptanz von Seths Aussagen nicht mehr länger ein gutes Gewissen haben könntest, da laut diesem Konzept nicht TROTZ, sondern WEGEN dem Vor-Sorgen von dir mal was schiefgegangen ist? Weil du dir dann knallhart selbst die Schuld geben müsstest dafür, dass du auf all die Sorgen und Ängste/Befürchtungen eben nicht verzichtet hast?
Die anderen, die "Seth-nicht-Kenner", würden dir dafür zwar keine Schuld geben können, denn sie ahnen den Zusammenhang zwischen Sorge und erlebter Realität nicht mal - aber du müsstest den Zusammenhang sehr wohl anerkennen, würdest du Seths These vorbehaltlos und ohne Ausreden Glauben schenken. Du müsstest plötzlich eine völlig andere Art von Verantwortungsbewusstsein akzeptieren und praktizieren - und vielleicht …. nur vielleicht … hältst du das ja für unangenehmer und gefährlicher, als das gewohnte und erfolgreiche Handhaben deiner altbekannten Stofftierchen.
Dann würde es nämlich gar nicht darum gehen, dass du sie so lieb gewonnen hast oder sie für so nützlich hältst, sondern schlicht darum, dass du vor der vollen Akzeptanz von Seths Konzept und der ungewohnten Denkweise einstweilen noch mehr Angst hast als vor ihnen.
Zitat:Das führt mich zum Punkt: ich für meinen Teil kann lebenslang versuchen, unbesorgt und angstfrei zu sein, und werde das sogar schaffen. Aber wie kann das gelingen im Geflecht der Beziehungen mit Menschen ohne derartige Überzeugungen, die einfach in dem Punkt nicht vertrauensvoll genug sind, die fast pausenlos telepathische Katastrophenimaginationen erzeugen und aussenden.
Das erinnert mich jetzt frappant an eine alte Diskussion mit Foggy zum Thema Wahrscheinlichkeiten. Ich werde deine Erinnerung daran etwas auffrischen, das erspart mir unnötiges Getippsel. Hier nur ein klitzekleiner Auszug aus Beitrag 147 im Thread "Bienen-Sterben - Folgen für den Menschen?" :
Tash schrieb:Foggy schrieb:Denn ich hätte gerne, dass in absehbarer Zeit, endlich der erste Studiengang auf der Sternenflottenakedemie beginnt. Und ich möchte beim Unterricht, nicht nur allein mit Elvis im Klassenraum sitzen. Um dahin zu gelangen, müssten wir als Menschheit, erst einmal unsere gesellschaftlichen, erst recht unsere ökonomischen, letztendlich unsere ganzen kulturellen Strukturen reformieren, ja regelrecht umkrempeln und endlich auf die Füße stellen, was bis jetzt überall nur auf den Kopf steht.
Falsch. Das müssen wir nicht. "Wir" müssen unsere Ansichten, Gedanken und Gefühle reformieren, jeder für sich selbst. „Die Menschheit“ gibt es nicht. Es gibt Individuen, die mit weitgehend „gleichgesinnten“ Individuen wahrscheinliche Variationen von Welten und Weltgeschichte hervorbringen – auch solche, in denen es längst keine Kriege mehr gibt, in denen jetzt in diesem Augenblick all das Realität ist, von dem du bislang nicht zu träumen wagst – weil du Träume für ebenso irreal und unbedeutend hältst wie wahrscheinliche Realitäten. Diese Realität muss nicht erst erschaffen werden, schon gar nicht, indem man darauf wartet, dass andere Individuen auf eine bestimmte Art denken oder an bestimmte Dinge nicht mehr glauben. Diese Realität die du dir wünschst, wie immer diese Wünsche auch aussehen mögen, die existiert jetzt in diesem Augenblick ebenso real wie jede andere – belebt von „einer Menschheit“, die nicht weniger gültig und real ist wie diejenige, die dich hier umgibt. Nur du bist noch nicht dort. Weil deine Überzeugungen und Bewusstseinsinhalte noch nicht mit ihr übereinstimmen.
Du erinnerst dich daran?
Ebenso müssen nicht die "Menschen ohne derartige Überzeugungen, die einfach in dem Punkt nicht vertrauensvoll genug sind, die fast pausenlos telepathische Katastrophenimaginationen erzeugen und aussenden" erst eines Besseren belehrt werden, damit deine Vasen heil bleiben, sondern ausschließlich du musst dich dahingehend belehren und deine Denkgewohnheiten nachhaltig ändern.
Zitat:Ich werde sie nicht mehr wahr- und aufnehmen, weil ich dazu nicht mehr in "Resonanz" treten kann, weil ich ja keine mehr habe. Einverstanden?
Nur zum Teil. Die fehlende "Resonanz" ermöglicht dir das Erschaffen deiner erwünschten Wahrscheinlichkeit und garantiert dein Leben in DEINER sicheren Realität. Aber dafür müssen die beängstigenden Umstände und Erlebnisse anderer Menschen nicht aus deiner Wahrnehmung verschwinden, sondern nur deren bisherige Auswirkungen auf deine eigenen Gedanken, Gefühle und Erwartungen! Du musst auch nicht unbedingt vor Zeitungen, Nachrichten oder dem Unglück deiner Mitmenschen Augen und Ohren schließen, um deine sichere Realität erschaffen zu können. Wenn all das dir selbst keine Angst mehr macht und deine Erwartungen und 'beliefs' nicht länger beeinflussen kann, besteht für ein Verschwinden aus deiner Wahrnehmung keinerlei Notwendigkeit mehr.
Wenn der "Horror der Welt" keine Angst mehr in dir auslöst, keine Beklemmung oder sonstigen Gefühle der Gefährdung, wenn du mit dem deutlichen Gefühl deiner eigenen Sicherheit auf den tosenden Ozean oder die dunklen Himmel blicken kannst - DANN erst bist du wirklich und wahrhaftig in deiner sicheren Realität zu Hause. Ein weiteres Indiz dafür, dass du nachhaltig dort "eingezogen" bist, besteht darin, dass du dich nicht mehr ständig bewusst daran erinnern musst.
Auch ich muss mich noch immer wieder mal bewusst daran erinnern. Aber längst nicht mehr so oft wie noch vor ein paar Jahren. Und so wird MEINE Realität, wie ich dir schon im Selbstverteidigungs-Thread versichert habe, mit jedem Tag und jedem Gedanken ein Stück sicherer. Ich rechne fest damit, dass ich mich eines nicht mehr allzu fernen Tages überhaupt nicht mehr bewusst an mein sicheres Universum erinnern muss, weil sichere Gedanken und Erwartungen dann endlich zur Gewohnheit geworden sind und ohne jedes bewusste Zutun automatisch das manifestieren, was ich unter einer sicheren Realität verstehe.
Zitat:Ist so etwas vorstellbar? Treten diese Menschen einfach aus meinem Leben? Oder übernehmen sie sofort meine Überzeugungen?
Manche werden sie übernehmen, manche werden verschwinden - und manche werden "auftauchen". All diejenigen nämlich, die sich von deinen sicheren 'beliefs' unwiderstehlich angezogen fühlen.
"Sie werden deine Sicherheit erkennen, und nach den Gründen suchen" - Seth
Apis schrieb:Ich denke etwas anderes an, das Du aber jetzt mal nicht gesehen hast: ich habe Angst, hinterher allein dazustehen, für verrückt gehalten zu werden, gemobbt, ohne Freunde, weil die vorsichtige Art, die sie kannten, und mochten (!), auf einmal weg ist. Hallo, Du bist dann ein anderer Mensch. Und ich frage mich (Bezug nehmend auf meinen Beitrag oben) wie sich das lösen würde, denn der Mensch ist keine Insel.
Aus all den schon genannten Gründen und wegen ihres Wahrheitsgehaltes wirst du auch SICHER nie allein dastehen. Mit entsprechenden Imaginationen und Erwartungen kannst du ein Übriges dazu tun, die Angst vor dem Allein-Dastehen oder einem Gemobbtwerden völlig verschwinden zu lassen.
Sieh dir doch bitte mal genau an, was du hier eigentlich machst: Ich rede seit Wochen von der Notwendigkeit, für ein Sicheres Universum die Angst verlassen zu müssen - und du wehrst dich emotional und intellektuell dagegen, weil du Angst hast, ohne Angst alleine oder verachtet dazustehen.
Es IST nötig, die Angst zu verlassen, und nicht, stattdessen nach Daseinsberechtigungen für sie zu suchen !!!
Zur Vorsicht (

Die meisten Vorsichtsmaßnahmen und Sorgen samt zugehörigen Imaginationen und Erwartungen werden mit dem Wegfallen deiner Angst ohnehin ganz von selbst verschwinden, häufig ohne jede bewusste Entscheidung von dir und manchmal vielleicht sogar, ohne dass es dir gleich auffällt.
Um das "Muss" der DIR empfohlenen Vorsichtsmaßnahme (die du auch gern als Zwischenschritt bezeichnen kannst) in die richtige Relation zu bringen, sage ich lieber auch gleich dazu, dass du das meiner Ansicht nach nur deshalb in dieser Reihenfolge tun solltest, weil du eben kein risikofreudiger Mensch bist und dich ohne äußere Vorsichtsmaßnahmen entsprechend unwohl fühlen würdest, solange noch starke Bedenken und Zweifel in dir vorhanden sind. Hauptsächlich aber rate ich DIR deshalb dazu, weil ich (womit ich mich auch gründlich irren kann) deinen Glauben an das Seth-Material für noch nicht stark und belastbar genug halte.
Was ich mit der dir empfohlenen Vorsichtsmaßnahme definitiv NICHT sagen will, ist, dass jedes Quäntchen Angst und Zweifel die Umsetzung einer positiven Imagination verhindern können. Denn das tun sie nicht, jedenfalls nicht dann, wenn die "Ziel-Imagination" und die Erwartung (oder wenigstens Hoffnung) trotzdem stimmen.
Mir haben oft genug die Knie gezittert, wenn ich Seth einfach beim Wort genommen habe - ihn einmal sogar beim Wort nehmen musste - und es auf Teufel komm raus wissen wollte. Es hat bei mir aber nur deshalb trotz der Angst und den Zweifeln funktioniert, anfangs sogar ohne gezielte Imaginationen, weil mein Glaube an den Wahrheitsgehalt von Seths Lehren von Anfang an so vollkommen unerschütterlich war. Noch unerschütterlicher als dein Glaube an die Wirksamkeit äußerer Vorsorge-Mittel (und der wirkt ja offensichtlich schon verlässlich genug.)
Nur dieses Glaubens wegen habe ich in jedem einzelnen Fall mitsamt aller Angst und Zweifeln erwartet und darauf vertraut, dass sich Seths "Behauptungen" ganz einfach bestätigen MÜSSEN, WENN sie denn wirklich wahr sind. Und ich hatte damals schon das deutliche Gefühl, dass ich, wenn sie nicht wahr sein sollten, auf das Leben ohnehin pfeifen würde.

Ich hab mein Leben zwar einmal auf diese eine Karte setzen müssen, aber ich garantiere dir, ich würde es jederzeit ganz freiwillig wieder tun. Diesmal ohne jeden Zweifel, denn mittlerweile habe ich schon oft genug bewiesen bekommen, WIE WAHR Seths Lehren tatsächlich sind.
Trotzdem muss man meiner Ansicht nach nicht in jedem Fall und ohne jegliche Notwendigkeit auf äußere Sicherheitsmaßnahmen verzichten, nur um sich selbst (oder sonstwem) irgendwas zu beweisen.
Ich zum Beispiel habe nur deshalb keine Versicherungen mehr (außer der vom Staat aufgezwungenen KFZ-Versicherung), weil es mir völlig schnurz ist, keine zu haben. Ich lasse die Wohnungstür nur deshalb unverschlossen, weil ich kein mulmiges Gefühl mehr dabei habe. Ich gehe nur deshalb zu keinem Arzt mehr, weil ich keine Bedenken oder Sorgen mehr habe, wenn’s mal irgendwo weh tut, und weil ich mir vollkommen sicher bin, dass mein Körper das unbehelligt sehr viel besser und nachhaltiger hinbekommt als irgenein Mediziner.
Und wie schon erwähnt leine ich meinen Hund gerade deshalb an, weil ich mir eben nicht sicher bin, dass er nicht vor irgendein Auto läuft und weil mir eine Änderung dieses speziellen 'beliefs' auch überhaupt nicht wichtig ist. Es ist auch für die Sicherheit meiner Realität nicht wichtig, dass meinen Hund frei auf der Straße herumlaufen kann. Schon gar nicht deshalb, um mir oder sonstwem zu beweisen, dass "GS-Arbeit" wirklich funktioniert und der Glaube das einzig entscheidende dabei ist. Ich weiß, dass es so ist. Was man weiß, muss man sich oder anderen nicht mehr länger beweisen. (Obwohl … so hin und wieder juckt es mich schon noch etwas in den Fingern … aber bestimmt nicht, weil ich mir nicht völlig sicher wäre, dass "GS-Arbeit" sehr wohl funktioniert

Zitat:Vermutlich empfiehlt Seth genau deswegen, auf Zeitungen, Radio und Fernsehen zu verzichten, meine ich, mal gelesen zu haben...
Er empfiehlt vor allem, dich davon nicht ängstigen zu lassen und dich nicht zu sorgen!
Solange dir das schwer fällt, ist es vernünftig, allen Suggestionen dieser Art wo immer möglich aus dem Weg zu gehen. ABER das kann nicht das endgültige Ziel sein, denn eine solche Flucht schränkt dich erst recht wieder ein.
Das Ziel ist, gegen derartige Suggestionen völlig immun zu werden, und das gelingt am besten, wenn du ihnen, wo und wann immer du ihnen begegnest, in Gedanken DEINE Argumente, also Seths Konzept des sicheren Universums, entgegenhältst.
Im Übergangsprozess hat es sich für mich durchaus bewährt, ab und zu Zeitungen und Nachrichten in kleinen Dosen zu konsumieren - um meine emotionalen, mentalen und imaginativen Reaktionen als verlässliches Feedback dafür zu nutzen, ob und wie weit sich meine 'beliefs' schon verändert haben. Heute muss ich keinen Raum mehr verlassen, nur weil dort jemand den Fernseher andreht und sich die neuesten Horrormeldungen aus den Nachrichten reinzieht. Würde ich aber doch ein mulmiges Gefühl dabei bekommen, dann würde ich den Raum verlassen, mich in mein stilles Kämmerlein setzten, und die ganze Sache so lange überdenken - und zwar im Sinn von Seths Thesen - bis das mulmige Gefühl verschwunden ist.
Zitat:Wir hängen doch jetzt schon alle irgendwie "zwischen den Welten", findest Du nicht? Wir haben erkannt, dass die eine oder andere Angst völlig unbegründet ist, aber von unserem sicheren Universum sind wir noch meilenweit entfernt.
Jeder der Seth glaubt, hängt zunächst mal zwischen den Welten. Das ist nichts Schlechtes. Der Weg ist zwar nicht das Ziel, aber er ist ein wichtiger Teil des Ziels. Er ist lehrreich, höchst wert- und sinnvoll - und weil es dein eigener, selbst gegangener Weg ist, wird er für dich in Sachen Verständnis von unschätzbar großem Nutzen sein. Nutzen und Wissen, die du auf keine andere Weise erlangen könntest.
Auch ich stehe in mancherlei Hinsicht immer noch mit einem Bein fest in der alten Welt, aber nicht in diesem Punkt. Auf meinem Weg in ein vollkommen sicheres Universum bin ich dem Ziel schon fast zum Greifen nahe. Die Rückfälle, bzw. die Anfälle von Sorge und Befürchtungen werden von Monat zu Monat seltener und kürzer. Sie haben bei mir längst nur mehr mit fehlender Aufmerksamkeit zu tun und nicht mehr länger mit mangelnder Fähigkeit oder fehlendem Glauben an die Wirksamkeit mentaler Macht.
Ende der von Apis knallhart verschuldeten, ihm garantiert viiiiel zu langen Vorlesung.
