06.09.2020, 13:14
Danke für die Antworten!
Mag sein oder auch nicht, in der Praxis kann ich damit nicht viel anfangen. Wie finde ich unterschiedliche "Ichs" und wann habe ich alle beisammen?
"Gespräche mit Seth" jedenfalls, dann noch eines, dessen Titel mir jetzt nicht einfällt, ein oder zwei liegen noch auf meinem ToRead-Stapel (ich kaufe immer alle Querverweise die es günstig gibt, brauche aber Jahre das Zeug dann auch alles zu lesen
)
Dazu Teile von Peter Kirchner's Werk, der sich ja auch auf Seth beruft, wobei da auch noch andere Wesenheiten mit reinspielen und das im Rückblick gern verschwimmt, was jetzt von wem und was Interpretation war.
Ich bin insgesamt eher in der Breite aufgestellt (ich will ja keiner Seth-Religion beitreten) und an einem logisch kohärenten Gesamtmodell interessiert (nicht an esoterischen Teilwahrheiten). Alle Aussagen von Seth müssen zu den anderen (seriös wirkenden) Jenseits-Aussagen passen und insgesamt irgendwie Sinn ergeben. Auch wenn das häretisch klingen mag, schließe ich für mich noch nicht aus, dass Seth nur einen Teil der Wahrheit sagt (sei es mangels Ausdrucksmöglichkeit oder um zu manipulieren, traue keinem "Jenseitigen"
).
Ich weiß nicht, ob ihr das kennt, aber es gibt z.B. auch umfangreiche Interviews mit einem Jenseitigen namens Claudius:
http://www.claudius-portal.de/Claudius_P...rame2.html
Im Prinzip stützt er die Aussagen von Seth (nach meinem Wissensstand), ergänzt sie aber auch um Details, etwa zur Zeit:
"Im geistigen Bereich ist alles in jedem Stadium sowieso vorhanden. Hier gibt es keine Entwicklung, wenn Du so willst. Nur, wenn Du von Eurer Sicht ausgehst, mußt Du, wenn Du etwas bestimmen willst, einen Anfang nehmen, um hypothetisch den nächsten Schritt nachvollziehen zu können. Und, was Eure Zeit betrifft, kannst Du bestimmte Entwicklungen selbst nachvollziehen."
Das ist eine der Aussagen die ich logisch finde. Eine Realität ohne Zeit ist starr, ändert sich nicht mehr, da jeder davor-danach-Zustand eine zeitliche Abfolge impliziert! Es existiert also alles schon, auch unsere persönliche Entwicklung, bis ganz zum Ende! Wir können uns offenbar nur entscheiden, in welcher Reihenfolge und auf welchem Wahrscheinlichkeitspfad wir sie erleben wollen.
Es wirft natürlich auch Fragen auf: warum springen wir nicht einfach bis ans Ende? Weil es Spaß macht, die unterschiedlichen Varianten zu erleben? Oder ändert unser Erleben doch wieder was am Gesamtsystem?

Es ist sogar noch schlimmer! Kirchner bringt in einem Buch ein Beispiel (was mutig und ehrlich von ihm ist), wo er von seinen Jenseitskontakten wissen möchte, welche Krankheit eine bestimmte Frau hat. Sie erzählen ihm das im Detail (Krebs im Endstadium oder sowas) und alles stellt sich als gelogen heraus! Er konfrontiert seine Jenseitskontakte damit und sie reden sich damit heraus, dass es dem Plan der Frau entsprochen hätte, Todesangst zu erfahren.
Auf den Punkt gebracht: wenn es der Sache nützt, lügen die ohne Skrupel! Angenommen sie überblicken Wahrscheinlichkeiten und Zeitabläufe, dann wissen die auch, dass ich das jetzt hier schreibe und Zweifel streue. Warum haben sie es also getan? Damit wir offen bleiben, damit wir alles hinterfragen? Das scheint mir das Naheliegendste...
Damit entziehst du dich aber der Problemstellung, nämlich der Klärung der Wahrscheinlichkeiten. Wenn es alle Wahrscheinlichkeiten gibt und ich die zu mir passende anziehe, was genau ist denn dann der "Willen des anderen"? Es ist der Wille, den ich anziehe, oder nicht? Offensichtlich zumindest nicht immer, die Frage ist also: welche Gesetzmäßigkeit gilt und wann gilt welche?

Gerne, eure Offenheit stimmt mich optimistisch!
Ich war kurz im jenseits-de-Forum aktiv, aber Peter zensiert ziemlich stark, die ermittelten Wahrheiten haben dort schon fast wieder religiösen Charakter.
Hier im Forum habe ich schon geschmökert, war ja letztlich der Grund, weshalb ich mich angemeldet habe. Finde ich gut und beleuchtet viele Aspekte!
(03.09.2020, 19:10)Apis schrieb: Tash würde wohl schreiben, dass das an mangelnder Bewusstheit liegt. Es geht um's Bewusstmachen - und zwar aller beliefs. Und um das Bewusstmachen aller Ichs und Selbste. Das ist ein (laaaanger) Prozess, an dessen Ende keine Überraschungen mehr stehen dürften, weil ja alles vollbewusst selbst kreiert ist.
Mag sein oder auch nicht, in der Praxis kann ich damit nicht viel anfangen. Wie finde ich unterschiedliche "Ichs" und wann habe ich alle beisammen?
(03.09.2020, 19:10)Apis schrieb: Wimmel (danke für Dein Lob, alter Freund) hat genau die richtige Frage gestellt: welche Bücher hast Du denn schon gelesen?
"Gespräche mit Seth" jedenfalls, dann noch eines, dessen Titel mir jetzt nicht einfällt, ein oder zwei liegen noch auf meinem ToRead-Stapel (ich kaufe immer alle Querverweise die es günstig gibt, brauche aber Jahre das Zeug dann auch alles zu lesen

Dazu Teile von Peter Kirchner's Werk, der sich ja auch auf Seth beruft, wobei da auch noch andere Wesenheiten mit reinspielen und das im Rückblick gern verschwimmt, was jetzt von wem und was Interpretation war.
Ich bin insgesamt eher in der Breite aufgestellt (ich will ja keiner Seth-Religion beitreten) und an einem logisch kohärenten Gesamtmodell interessiert (nicht an esoterischen Teilwahrheiten). Alle Aussagen von Seth müssen zu den anderen (seriös wirkenden) Jenseits-Aussagen passen und insgesamt irgendwie Sinn ergeben. Auch wenn das häretisch klingen mag, schließe ich für mich noch nicht aus, dass Seth nur einen Teil der Wahrheit sagt (sei es mangels Ausdrucksmöglichkeit oder um zu manipulieren, traue keinem "Jenseitigen"

Ich weiß nicht, ob ihr das kennt, aber es gibt z.B. auch umfangreiche Interviews mit einem Jenseitigen namens Claudius:
http://www.claudius-portal.de/Claudius_P...rame2.html
Im Prinzip stützt er die Aussagen von Seth (nach meinem Wissensstand), ergänzt sie aber auch um Details, etwa zur Zeit:
"Im geistigen Bereich ist alles in jedem Stadium sowieso vorhanden. Hier gibt es keine Entwicklung, wenn Du so willst. Nur, wenn Du von Eurer Sicht ausgehst, mußt Du, wenn Du etwas bestimmen willst, einen Anfang nehmen, um hypothetisch den nächsten Schritt nachvollziehen zu können. Und, was Eure Zeit betrifft, kannst Du bestimmte Entwicklungen selbst nachvollziehen."
Das ist eine der Aussagen die ich logisch finde. Eine Realität ohne Zeit ist starr, ändert sich nicht mehr, da jeder davor-danach-Zustand eine zeitliche Abfolge impliziert! Es existiert also alles schon, auch unsere persönliche Entwicklung, bis ganz zum Ende! Wir können uns offenbar nur entscheiden, in welcher Reihenfolge und auf welchem Wahrscheinlichkeitspfad wir sie erleben wollen.
Es wirft natürlich auch Fragen auf: warum springen wir nicht einfach bis ans Ende? Weil es Spaß macht, die unterschiedlichen Varianten zu erleben? Oder ändert unser Erleben doch wieder was am Gesamtsystem?
(03.09.2020, 19:10)Apis schrieb: Ich würde Seth durchaus zutrauen, dass er uns (zur Motivation...) erzählt, dass wir alle Macht besitzen und allen freien Willen, aber ein Peter Kirchner am Ende doch Recht hat.![]()
Oho, Du rüttelst an den Fundmenten.

Es ist sogar noch schlimmer! Kirchner bringt in einem Buch ein Beispiel (was mutig und ehrlich von ihm ist), wo er von seinen Jenseitskontakten wissen möchte, welche Krankheit eine bestimmte Frau hat. Sie erzählen ihm das im Detail (Krebs im Endstadium oder sowas) und alles stellt sich als gelogen heraus! Er konfrontiert seine Jenseitskontakte damit und sie reden sich damit heraus, dass es dem Plan der Frau entsprochen hätte, Todesangst zu erfahren.
Auf den Punkt gebracht: wenn es der Sache nützt, lügen die ohne Skrupel! Angenommen sie überblicken Wahrscheinlichkeiten und Zeitabläufe, dann wissen die auch, dass ich das jetzt hier schreibe und Zweifel streue. Warum haben sie es also getan? Damit wir offen bleiben, damit wir alles hinterfragen? Das scheint mir das Naheliegendste...
(03.09.2020, 19:10)Apis schrieb: Ich würde das für mich so sagen: Deine Willensfreiheit endet genau an dem Punkt, an dem die des anderen anfängt. Wenn er von etwas sehr fest überzeugt ist, dass es nicht sein kann, dann ist es für ihn nicht so. Wird dann schwer, was zu ändern.
Damit entziehst du dich aber der Problemstellung, nämlich der Klärung der Wahrscheinlichkeiten. Wenn es alle Wahrscheinlichkeiten gibt und ich die zu mir passende anziehe, was genau ist denn dann der "Willen des anderen"? Es ist der Wille, den ich anziehe, oder nicht? Offensichtlich zumindest nicht immer, die Frage ist also: welche Gesetzmäßigkeit gilt und wann gilt welche?
(03.09.2020, 19:10)Apis schrieb: Auf jeden Fall bist Du ein kritischer Denker, und das bringt uns alle hier weiter.
Danke, dass Du da bist.

Gerne, eure Offenheit stimmt mich optimistisch!
Ich war kurz im jenseits-de-Forum aktiv, aber Peter zensiert ziemlich stark, die ermittelten Wahrheiten haben dort schon fast wieder religiösen Charakter.
Hier im Forum habe ich schon geschmökert, war ja letztlich der Grund, weshalb ich mich angemeldet habe. Finde ich gut und beleuchtet viele Aspekte!