16.11.2013, 21:29
Hallo Lui,
Die Erfahrung mache ich nicht, aber ok, ich fokussiere auch nicht so da drauf.
Für mich ist der Tod ein Teil des Lebens und Daseins, ebenso wie die Geburt, den ich noch nie gefürchtet habe oder wo ich Berührungsängste hatte, mich damit zu befassen.
Aktuell befasse ich mich allerdings mehr mit anderen Themen bzw. drängt sich mir dieses Thema in meinem aktuellen Umfeld gerade eher weniger als Thema auf.
Mich haben mit 19, als ich in Indien war die Leichenverbrennung sehr beeindruckt und auch die Stadt Varanasi, wo der Tod an jeder Straßenecke präsent ist und nicht als Thema tabuisiert und in "dunkle Nischen" abgedrängt wird, so wie ich das hier damals (mit 19) empfand.
Mittlerweile finde ich, dass es, wenn an drauf achtet, zunehmend Ansätze gibt, dass Menschen sich um einen anderen Umgang mit diesem Thema bemühen (auch in unserer Kultur).
Es gibt bereits diverse alternative Bestattungsinstitute, die nicht finster in dunkler Eiche und (für meinen Geschmack) abschreckend und geschmacklos gestaltet sind und schummrige Scheußlichkeiten sind, wo man nicht reingeht, wenn man nicht unbedingt muss und nichtmal Lust hat, in die Schaufenster zu schauen.
Manche sehen richtig interessant, schön und einladend aus.
Habe vor Jahren mal das Buch "bunte Särge" von Claudia Marschner gelesen, was mir damals sehr gefiel und als meine Mutter starb hatte ich das Glück, auch ein richtig schönes und tolles Bestattungsinstitut zu finden, wo die Möglichkeit bestand, die ganze Abschiedsfeier sehr individuell und kreativ und schön zu gestalten und selber sehr stark in den ganzen Prozess einbezogen zu sein. Ich war dabei, als meine Mutter gewaschen wurde (hätte auch mitmachen können, falls ich gewollt hätte, aber zog es vor, zuzuschauen) und habe ihr die Haare gekämmt und hatte die Klamotten für sie ausgesucht.
Meine Töchter haben ihr Kekse gebacken, die mit in den Sarg kamen. Ich habe ihr einen Abschiedsbrief geschrieben, den ich mit in den Sarg gelegt habe.
Meine Töchter hätten den Sarg auch bemalen können.
Ich habe diesen ganzen Prozess jedenfalls als sehr schön, intensiv und total zu meiner Mutter passend empfunden und es war für mich eine sehr gute und stimmige Art, um Abschied zu nehmen und diesen mit großem inneren Engagement (so als letztes Geschenk an sie, wie wenn man jemandem eine tolle Geburtstagsfeier gestaltet und dabei sich jedem Detail mit großer Liebe widmet) zu gestalten.
Die Frau von diesem Bestattungsinstitut war mir auf Anhieb sehr sympathisch und ich meinte damals zu ihr, dass sie einen tollen Beruf habe (so wie sie ihn ausübt), was sie auch bejahte. Sie hat das wirklich mit Herz und Seele gemacht, als Berufung und das merkte man.
Ich würde das nicht als "übertriebene Wahrnehmung" betrachten sondern als deine Wahrnehmung und Fokussierung. Und du hast ja Gründe, dich momentan mit diesem Thema zu befassen und es ist dir wichtig.
Ok, viele Menschen haben Angst vor dem Tod, viele aber auch nicht.
Mir ist es auch garnicht so wichtig, was andere Menschen fürchten sondern ich konzentriere mich lieber auf meine eigenen Baustellen und Themen, die in der Gegenwart mir gerade zuwinken und fällig sind.
Ich vertraue darauf, dass ich mich von diesem Körper verabschieden werde, wenn es an der Zeit ist, dies zu tun und der Zeitpunkt passt.
Meine Mutter hat mir von Kind an immer erzählt, sie möchte 76 werden, das sei ein gutes Alter und sie starb genau mit 76. Insofern hat das bei ihr perfekt gepasst.
Ich nehme mir jetzt kein bestimmtes Alter vor, plane nichts, so wie ich generell im Leben wenig geplant habe und werde sehen, wie lange es für mich passt.
LG
Kashi.
Zitat:Ich mache ja schon seit längerem das eine oder andere zu diesem Thema, und es drängt sich mir der Eindruck auf, dass selbst bei Menschen, die sich für die Veränderungen 50plus interessieren, gleichzeitig ein gewisser Widerstand vorhanden ist.
Die Erfahrung mache ich nicht, aber ok, ich fokussiere auch nicht so da drauf.
Für mich ist der Tod ein Teil des Lebens und Daseins, ebenso wie die Geburt, den ich noch nie gefürchtet habe oder wo ich Berührungsängste hatte, mich damit zu befassen.
Aktuell befasse ich mich allerdings mehr mit anderen Themen bzw. drängt sich mir dieses Thema in meinem aktuellen Umfeld gerade eher weniger als Thema auf.
Mich haben mit 19, als ich in Indien war die Leichenverbrennung sehr beeindruckt und auch die Stadt Varanasi, wo der Tod an jeder Straßenecke präsent ist und nicht als Thema tabuisiert und in "dunkle Nischen" abgedrängt wird, so wie ich das hier damals (mit 19) empfand.
Mittlerweile finde ich, dass es, wenn an drauf achtet, zunehmend Ansätze gibt, dass Menschen sich um einen anderen Umgang mit diesem Thema bemühen (auch in unserer Kultur).
Es gibt bereits diverse alternative Bestattungsinstitute, die nicht finster in dunkler Eiche und (für meinen Geschmack) abschreckend und geschmacklos gestaltet sind und schummrige Scheußlichkeiten sind, wo man nicht reingeht, wenn man nicht unbedingt muss und nichtmal Lust hat, in die Schaufenster zu schauen.
Manche sehen richtig interessant, schön und einladend aus.
Habe vor Jahren mal das Buch "bunte Särge" von Claudia Marschner gelesen, was mir damals sehr gefiel und als meine Mutter starb hatte ich das Glück, auch ein richtig schönes und tolles Bestattungsinstitut zu finden, wo die Möglichkeit bestand, die ganze Abschiedsfeier sehr individuell und kreativ und schön zu gestalten und selber sehr stark in den ganzen Prozess einbezogen zu sein. Ich war dabei, als meine Mutter gewaschen wurde (hätte auch mitmachen können, falls ich gewollt hätte, aber zog es vor, zuzuschauen) und habe ihr die Haare gekämmt und hatte die Klamotten für sie ausgesucht.
Meine Töchter haben ihr Kekse gebacken, die mit in den Sarg kamen. Ich habe ihr einen Abschiedsbrief geschrieben, den ich mit in den Sarg gelegt habe.
Meine Töchter hätten den Sarg auch bemalen können.
Ich habe diesen ganzen Prozess jedenfalls als sehr schön, intensiv und total zu meiner Mutter passend empfunden und es war für mich eine sehr gute und stimmige Art, um Abschied zu nehmen und diesen mit großem inneren Engagement (so als letztes Geschenk an sie, wie wenn man jemandem eine tolle Geburtstagsfeier gestaltet und dabei sich jedem Detail mit großer Liebe widmet) zu gestalten.
Die Frau von diesem Bestattungsinstitut war mir auf Anhieb sehr sympathisch und ich meinte damals zu ihr, dass sie einen tollen Beruf habe (so wie sie ihn ausübt), was sie auch bejahte. Sie hat das wirklich mit Herz und Seele gemacht, als Berufung und das merkte man.
Zitat:Vielleicht erscheint das als übertriebene Wahrnehmung ...
Ich würde das nicht als "übertriebene Wahrnehmung" betrachten sondern als deine Wahrnehmung und Fokussierung. Und du hast ja Gründe, dich momentan mit diesem Thema zu befassen und es ist dir wichtig.
Zitat:Oberflächlich betrachtet könnte ich es mir als Bedrohung von Überzeugungen und Ängsten erklären - das meine ich allgemein, ich meine nicht euch - nach Seth könnte allerdings hier ein viel tiefer liegendes Kollektives Muster wirken ...
Bevor ich das ausbreite, würde ich gern eure spontanen Impulse abwarten ...
Ok, viele Menschen haben Angst vor dem Tod, viele aber auch nicht.
Mir ist es auch garnicht so wichtig, was andere Menschen fürchten sondern ich konzentriere mich lieber auf meine eigenen Baustellen und Themen, die in der Gegenwart mir gerade zuwinken und fällig sind.
Ich vertraue darauf, dass ich mich von diesem Körper verabschieden werde, wenn es an der Zeit ist, dies zu tun und der Zeitpunkt passt.
Meine Mutter hat mir von Kind an immer erzählt, sie möchte 76 werden, das sei ein gutes Alter und sie starb genau mit 76. Insofern hat das bei ihr perfekt gepasst.
Ich nehme mir jetzt kein bestimmtes Alter vor, plane nichts, so wie ich generell im Leben wenig geplant habe und werde sehen, wie lange es für mich passt.
LG
Kashi.