25.09.2011, 14:27
Tash schrieb:Welches Dankeschön meintest du dann mit :
Michael schrieb:Im Unterschied dazu macht es mir nämlich schon Spaß, ein ehrliches, "aufrichtiges" Danke zu kassieren und auch zu geben. Und dieses empfinde ich dann auch tatsächlich als Energiespender...
Ein herzliches Danke für das Rausstellen der Mülltonne würde ich z.B. durchaus in diese Kategorie einordnen (auch wenn man darüber kaum in Ekstase geraten wird)
Wie ich ja ein Stück weiter oben schrieb, auch ich bin nicht der Mensch, der sich für Dinge, die ihm nicht gefallen, bedankt.
Aber ich habe auf jeden Fall schon Situationen erlebt, in denen ich Dinge erlebt habe, die "negativ" auf mich gewirkt haben, und hinterher war ich ehrlich und aufrichtig dankbar für diese Erlebnisse.
Nehmen wir mal wieder den Blödmann...ich treffe jemanden, mit dem ich nicht gut klarkomme...was vielleicht dazu führt, das ich ihn für einen Blödmann halte. Nach einiger Zeit komme ich vielleicht aber dahinter, dass dieser Blödmann mir mit einem verbalem Arschtritt weiter geholfen hat, als ich zunächst gedacht hätte, und da war die anschließende Dankbarkeit schon zielführend, mich dem "anscheinenden Blödmann" gegenüber neu zu positionieren und anschließend vielleicht ganz anders über ihn zu denken. Und anders herum hab ich das auch schon erlebt, dass mir jemand, der mich vielleicht zunächst für blöde gehalten hat, für etwas gedankt hat, was ihn zuvor sehr geärgert hat....
Tash schrieb:Aber für mich (und ev. noch andere hier) ist das nicht nur eine "zu esoterische" Methode, sondern auch eine, die ganz und gar nicht dem entspricht, was ich mir unter dem Begriff GS-Arbeit vorstelle, weshalb sie für mich völlig ungeeignet ist, egal wie glücklich Lui uns damit machen möchte. Dass ich Lui ihr damit erreichtes Glück von Herzen gönne, habe ich ja festgestellt.
Wo und an welcher Stelle hab ich denn gesagt, dass du das übernehmen sollst? Ich habe nur erzählt, wie ich über die Aussagen von Lui denke.
Und das begründete sich auf diese Frage:
Tash schrieb:Empfindest du Dankbarkeit für jemandes Blödheit? Für Krankheit? Für den missgünstigen Nachbar? etc. etc. etc.Darüber habe ich mir meine Gedanken gemacht, und diese Gedanken hier mitgeteilt....aber an keiner Stelle habe ich gesagt, dass du(oder irgendwer anders) das auch so machen musst.
Tash schrieb:Die Betonung liegt auf "vielleicht"Vielleicht aber auch nicht. Ich kann sehr wohl "Blödmännern" begegnen, ohne mich selbst unbewusst (oder bewusst) für blöd zu halten oder mich "mir selbst gegenüber blöd zu benehmen".
Das "vielleicht" bezog ich darauf, ob ich mich mir gegenüber blöd verhalte oder mich "vielleicht" nur als blöd ansehe. Im übrigen verstehe ich Seth an dieser Stelle anders. Er macht keine Einschränkungen, dass ich mal einen Blödmann treffe, der mir meinen "inneren" Blödmann zeigt, und mal einen Blödmann, der mir seinen äußeren Blödmann zeigt. Wozu sollte das denn führen, ich könnte mir ja nie sicher sein, ob mir mein Außen nun meine Denk- oder Sichtweise zeigt, oder ob ich gerade die Realität eines anderen erlebe, der sich gerne als Blödmann zeigen will.
Zitat:Dass eigene Ansichten über sich selbst IMMER der Grund für entsprechende Wahrnehmungen im Außen sind, halte ich für einen esoterischen Trugschluss.
Nunja, das ist deine Meinung...wenn diese für dich ein Absolutum darstellt, so ist das für dich so.
Zitat:Und wenn mich nicht alles täuscht, bezieht Seth sich in dem Zitat auf verleugnete, unterdrückte und nicht akzeptierte Gefühle. Man trifft aber ganz offensichtlich auch Menschen, die von einem selbst akzeptierte und keinesfalls unterdrückte Eigenschaften aufweisen - was wäre in diesen Fällen denn dann der Grund für die "Projektion"?
Tja, diese Frage kann ich eigentlich nicht beantworten, weil ich selbst schon noch im Außen Projektionen erlebe, die mich mir selbst näher bringen wollen, und nach und nach erkenne, welche Emotionen und auch Denkweisen ich über mich habe. Manchmal subtil, manchmal sehr offen.
Ein Grund könnte der sein, das derjenige sich was vormacht, und an bestimmten Stellen gar nicht weiterkommt, obwohl er denkt, dass er weiterkommt. Ein anderer Grund könnte vielleicht auch der sein, dass derjenige, der sich und seine Gedanken und Gefühle vollkommen akzeptiert, als Beispiel herhält für denjenigen, dem er da begegnet. Aber das sind nur Vermutungen.
Tash schrieb:Das Zitat mag tausendmal von Seth sein, ich halte das "was ihr unterbewusst über euch selbst denkt" für eine mehr als unglückliche Formulierung, weil sie außerhalb des zugehörigen Kontexts andeutet, dass man zu "unterbewussten Gedanken" keinen Zugang hätte, außer über das Verhalten anderer. Das stimmt nicht und passt auch in keiner Weise zu dem, was Seth sonst über GS sagt.
Über die "unglückliche Formulierung" kann ich nix sagen. Ich kenne das Original nicht. Aber ich lese aus diesem Zitat etwas anderes heraus, nämlich, dass ich im Außen sehen kann, was ich bewußt über meine Gedanken vielleicht nicht so einfach wahrnehme.
Tash schrieb:Davon einmal ganz abgesehen hat Lui geschrieben:
Lui schrieb:GS-Änderung statt D.?
Fiktives Beispiel: Ich kann jemand nicht leiden, weil er blöd ist. Also habe ich den GS, dass es blöde Menschen gibt, sonst würde ich keine treffen. Hilft mir das? Fühle ich mich damit besser? Nicht wirklich. Warum? Weil die verändernde Energie fehlt.
Wenn ich denke, "Ich danke für diese Blödheit" löst sich mein ungutes Gefühl sofort auf. Ein neuer GS gewinnt Raum, in etwa: auch die Blödheit hat ihre Berechtigung.
Einer Eigenschaft oder einem Gefühl seine Existenzberechtigung zuzusprechen, verlangt doch noch lange nicht, für die Eigenschaft oder das Gefühl dankbar zu sein. Und selbst wenn es so wäre - wo kommt denn allein davon "Ekstase" und "Glückseligkeit" her? Oder auch nur simple Selbsterkenntnis?
Diese beiden Fragen kann ich dir nicht beantworten, weil ich diese Art der Dankbarkeit selbst auch nicht praktiziere. Und wenn du eine andere Art und Weise nutzt, mit der du dir die Existenzberechtigung zusprichst, dann ist das doch gut. Never change a winnig team, oder wie sagt man so schön

Zitat:Lui schrieb:Um euch glücklich zu machen, kann ich nur wiederholen, dass D zu heilender Instant-Transformation führt, zu Ekstase und zu Glückseligkeit, doch nur durch Praxis. Und sie schränkt die Entscheidungsfreiheit und einen Standpunkt für Wünschenswertes in keiner Weise ein.
Ja, es stimmt, D. lässt den Gnadenzustand erleben.
Gegen "Instant-Transformationen" habe ich gewisse Vorbehalte, von dem Anspruch, dass sie mich glücklich machen mal ganz abgesehen.
Deine Vorbehalte seien dir unbenommen...wie ich schon mehrfach hier im Forum schrieb, ich bin auch kein Freund von Salbungen und versprochenen Glückseligkeiten. Allerdings habe ich keine Problem damit, wenn jemand anders auf diese Weise für sich einen Weg findet, der ihm guttut und weiterhilft. Und ich brauch mich auch nicht mit Händen und Füssen gegen dessen Weltbild wehren, weil ich mich nicht davor schützen muß. Es ist seine Sicht, seine Realität, und die kann jeder gestalten, wie er das will. Wenn es für Lui genau so mit der GS-Umgestaltung funktioniert, dann ist das doch in Ordnung. Und wenn sich durch ihre Posts hier ein zweiter Mensch findet, der das ausprobiert, und für sich feststellt, dass er damit weiterkommt, na, dann umso besser. Dass das für dich nix ist, hast du doch mehr als deutlich geschrieben. Und das ist doch auch in Ordnung so. Ich hab nix anderes behauptet.
Tash schrieb:Das setzt aber voraus, dass du vorher ein Selbstwertproblem hattest, und bedingt daneben nicht zwingend, dass du dieses verdrängt oder verleugnet hast. Jedenfalls halte ich zur Erkenntnis und Behebung von Selbstwertproblemen andere Methoden als Dankbarkeit für weit effizienter. Da kann es sowas wie Instant-Transformation praktisch ohnehin nicht geben, und wenn du dich in Dankbarkeit ertränkst.
Na, da kommt doch mal ein wichtiger Punkt. Statt zu hören, warum du Luis Methode nicht magst, fände ich es viel gewinnbringender, von dir zu hören, welche Methoden du auf Lager hast. Und davon könnten andere auch viel ehr profitieren.
Tash schrieb:Keine Frage. Trotzdem ist das Ansinnen, andere mit den eigenen Methoden glücklich machen zu wollen vergebliche Liebesmüh. Noch dazu, wenn sich Lui dabei so unglücklich ausdrückt, dass man den Eindruck bekommen kann, sie würde unser "glücklich werden" für unerreichbar halten, wenn wir diese Methode nicht ebenfalls praktizieren.
Ok, das verstehe ich. Und da geb ich dir vollumfänglich recht...wenn es so von Lui gemeint war. Ich hatte es so verstanden, das Lui von diesen Funktionen des Dankens sehr begeistert ist, und diese Begeisterung gerne mit Menschen teilen möchte, die die die gleiche Begeisterung durch das Danken erfahren haben. Ich hatte nicht den Eindruck, sie wollte anderen was aufs Auge drücken.
Zitat:Womit ich ihr nicht unterstellen will, das sie es tatsächlich so gemeint hat - der Formulierung der fraglichen Aussage nach könnte sie es aber gemeint haben, kann von anderen zumindest so aufgefasst werden, und versuchte Zwangsbeglückung reizt meinen Widerspruchsgeist.
Manchmal hilft es, nicht gleich das schlimmste zu vermuten


Zitat:Die Feststellung, dass ich vermutlich eigene missionarische Anwandlungen unterdrücke, verleugne oder mich unterbewusst für einen Missionar halte, die kannst du dir jetzt übrigens ersparen, mir ist durchaus klar, wie die Sache mit den Projektionen hier allgemein ausgelegt wird![]()
Keine Bange, auf den Trichter komm ich bestimmt nicht

Tash schrieb:Zitat:DARUM geht es, um "Heilende Instant-Transformation, Ekstase und Glückseligkeit" aufgrund/mithilfe der Dankbarkeit. Ich glaube gerne, dass ein aufrichtiges Danke dich freut. Das wird wohl jedem so gehen. Aber darum geht es hier eben nicht.
Danke auf jeden Fall, dass mir wenigstens ein Mensch erklärt, worum es hier eigentlich geht![]()
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Falsch. Ich habe dir erklärt, worum es hier eigentlich nicht geht
Dann habe ich mich wohl in dem fettgedruckten Satz verlesen...kann ja mal vorkommen

Tash schrieb:Aber den Dank würde ich trotzdem annehmen, sofern ich den Eindruck hätte, dass er ehrlich gemeint ist .... oder hängt es nur von meinen eigenen Gefühlen und Eigenschaften ab - unterdrückt oder nicht - ob du das beim Schreiben buchstäblich oder ironisch gemeint hastWas meinst du?
Nunja, grundsätzlich haben wir ja gelernt, dass der Empfänger die Botschaft bestimmt. Allerdings legt der Sender ja auch immer was in die Botschaft rein.
So, wie ich aus deinen Worten rauslas, dass du mich vielleicht für unfähig hälst, zu verstehen, worum es tatsächlich geht, so liest du aus meinen Worten raus, dass ich meinen Dank vielleicht ironisch gemeint haben könnte....
Naja, ich hab mir halt überlegt, ich könnte mein Gefühl, dass du mich für unfähig hälst, ja mal mit Ironie kontern, und schauen, was dabei rauskommt. Impulse sind schon manchmal fiese Gesellen

LG Michael