26.07.2010, 08:40
Zitat:Nur weil so genannte Medialität ungewöhnlicher ist als einfache Wahrnehmung, scheint sie so bemerkenswert. Ruburt, der ein Buch liest, müsste diese Informationen trotzdem immer noch empfangen und übersetzen, ohne die dafür unzähligen notwendigen Abläufe zu kennen. Die gleiche Art innerer Kalkulationen wäre auch beim Autor des Buches involviert.
Die in einer so unhandlich gedruckten Form enthaltene Information ist nicht physisch. Es geht um eine Sache des Wissens, elektromagnetisch verschlüsselt und psychisch gültig, aber ihr könnt Wissen nicht in eurer Hand halten und es direkt wahrnehmen. Ihr nehmt die normale Übertragung des Wissens ins tägliche Leben als selbstverständlich an und überseht die Tatsache, dass all die physischen Aspekte seiner Übertragung und seines Auftretens nur dazu dienen, seine grundsätzliche Nicht-Materialität zu verbergen und dass Worte, gedruckte Informationen und bewegte Bilder, alle diese visuellen oder physischen Symbole, nicht das Wissen selbst sind. Sie dienen nur als physische Träger. (Lange Pause.)
Ihr seid euch gewohnt, auf Wissen nur dann zu reagieren, wenn es auf diese Art physisch weitergegeben wird, und je zahlreicher die Formen sind, in denen es physisch auftaucht, umso größer ist euer Vertrauen darin. Mentale Bilder sind, obwohl sie innerhalb des physischen Schädels stattfinden, in sich selbst nicht physisch. Die Bilder wiederum sind nur die Symbole, die physischen Symbole von innerem Wissen. Sie sind nicht das Wissen, sondern die Symbole des Wissens.
Ihr akzeptiert sie, weil sie für den physischen Mechanismus einen Sinn ergeben. Das innere Selbst besitzt das Wissen hinter diesen physischen Wahrnehmungen. Das Gehirn ist verantwortlich für diese physischen Symbole. Der Geist braucht sie nicht, leitet aber die Informationen an das Gehirn weiter, das sie dann übersetzt.
Die Worte, die ich zu euch spreche, übertragen Informationen, aber die Worte selbst sind nicht die Information, sondern verbale Träger.
Sitzung 469