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Frage zu vermeintlichen Widersprüchen beim Kontakt mit anderen Menschen
#26
Dein Beitrag ist schlicht zu lang. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich Antworten in Foren "entwickeln". Man beginnt ein Thema mit einer Idee, auch mit einer Antwort, und im Verlauf des Themas verändert sich das. Mit und durch die Beiträge der anderen. Aber natürlich auch in Dir.
JUST BE - πάντα ῥεῖ

"When you perform some task without effort and take joy in the task, you will have some slight idea of All That Is." (ESP,Mai 26 1970)
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#27
Hallo Apis :D

Das habe ich vermutet, dass der Beitrag zu lang war :zwinker:

Aber vielen Dank für deine Antwort. Ich fühle mich jetzt nicht mehr vollkommen ignoriert, sondern wieder auf eine Weise im Forum "aufgenommen" (wohlwissend, dass das Gefühl des Ignoriert Seins allein meine subjektive Wahrnehmung war).


Beste Grüsse
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#28
Puuh, das ist nicht so einfach... aber ein hochinteressanter Ansatz! Ich versuche, mir bedeutsame Teile zu destillieren:

(27.10.2020, 15:32)Salibou schrieb: Er scheint von der Realität absolut abgekoppelt zu sein.
Ist er nicht, er hat SEINE eigene und ist besonders fokussiert. Er braucht so niemanden.

(27.10.2020, 15:32)Salibou schrieb: Oder macht ihm da etwa seine Seele einen Strich durch die Rechnung, die einen anderen Plan für ihn hat? Aber was wäre dann mit unserem freien Willen? Oder aber der Student würde, wenn er seine Beliefs richtig durchleuchten würde, feststellen, dass er es tatsächlich selbst gar nicht glaubt und er es sich nur nicht eingestehen will. Oder in Wirklichkeit hat er Ängste und Blockaden und sabotiert Beziehungen insgeheim? Dann hätten wir ja die Antwort.

Das ist alles möglich.

Zitat:Dass im All-Das-Was-Ist sämtliche Wahrscheinlichkeiten vorhanden sind, muss ja nicht heissen, dass alle Wahrscheinlichkeiten gleich wahrscheinlich sind. ... Gewisse Zustände / Wahrscheinlichkeiten sind viel häufiger und mit viel mehr Variationen anzutreffen als andere Zustände.

Zitat:Wenn also unser hypothetischer Aldadu (bzw. Persönlichkeit-Aldadu, oder Seele?) schon vor seiner Geburt mit der zukünftigen Dating-Dame die Vereinbarung getroffen hat, dass sie nur eine flüchtige Bekanntschaft sein wird, die ihm die Erfahrung der Enttäuschung ermöglicht (welche Aldadu vielleicht für seine Entwicklung wünscht oder braucht, um später ein stabiler und liebevoller Ehemann und Vater zu sein) so werden die beiden bewusst in einer Wahrscheinlichkeit inkarnieren, in welcher die Wahrscheinlichkeitskurve bezüglich Dating-Dame für den verliebten Ich-Aldadu sehr ungünstig ist. Sie wird ihn wahrscheinlich (um auf Wimmel zurückzukommen) nicht riechen können (also biologisch gesehen nicht kompatibel sein, man kennt da tatsächlich einige biochemische Mechanismen, die auch mit dem Immunsystem zusammenhängen). Sieht nicht gut aus für den verknallten Ich-Aldadu, aber es ist bewusst so gewählt. Sein wahrscheinliches Date, die den für sicher gehaltenen Kuss auch tatsächlich freudig annimmt, ist im Wahrscheinlichkeitsgewebe sehr weit entfernt. Seine Beliefs, Sicherheit und Vorstellungskraft haben ihn vielleicht um 25 % näher gebracht, mehr nicht.

Zitat:Dann müsste doch auch der Kuss möglich sein. Aber um den Kuss an diesem Abend zu erhalten, hätte Ich-Aldadu schon vor einiger Zeit unbewusst zusammen mit der wahrscheinlichen Dating-Dame darauf hinarbeiten müssen. Er konnte nicht einfach von einem Bach auf den anderen springen. Er hätte die Weggabelungen bereits früher wechseln müssen. Er hätte (alles Hypothese – versteht sich) z.b. die Bedingung der Enttäuschung auf eine andere Weise erfüllen müssen oder aber z.b. auf die eigentlich vorgesehene zukünftige Ehefrau verzichten müssen, weil sein «Geruch» sich verändern musste, sowie vielleicht noch viele andere Entscheidungen anders treffen, damit er unwahrscheinliche-Dating-Frau-kompatibel wird. Auf dem langen Weg dorthin, kreuzt er über unzählige Wahrscheinlichkeiten hinweg.
...
Macht das für euch Sinn?

Ja, es macht für mich Sinn. Gerade bei Beziehungsfragen gehören immer zwei Seiten dazu. Für mich ist das die Grundfrage des Massenschicksals: was bringt genau zwei Menschen dazu, sich näher zu kommen, sich anzuziehen? Haben sie völlig unterschiedliche Ausgangspositonen, völlig unterschiedliche Neigungen und beliefs, dann werden sie sich nicht begegnen, selbst wenn sie im gleichen Haus wohnen. Ihre Realitäten werden sich nicht vermischen, und zwar überhaupt nicht, jeder bleibt in seiner eigenen Realität.

Unser gedachter Verknallter wird auf genau dieses eine Wesen verzichten müssen. Was ihm bleibt, ist nur die Anzahl der Wahrscheinlichkeiten zu erhöhen, ein "match" zu treffen, das ihm näher steht. Ob er das in der Fußgängerzone, auf der Arbeit oder in der Disco macht, das bleibt ihm überlassen. Am besten er macht das, was er gerne tut.

Ich möchte das gerne mit einer kleinen eigenen Erfahrung bereichern: auch ich war einmal sehr verknallt. Ich setzte alles dran, diese eine Person zu bekommen. Keine Chance, unerreichbar, nicht interessiert. Aber was ist passiert: irgendwann kam eine andere Person rein zufällig in mein Leben. Und da hat alles gepasst. Was war anders? Nicht einmal gemeinsame Interessen waren vorhanden, es hat einfach die "Chemie" gestimmt. Das hat völlig gereicht. In einem anderen Fall waren die Interessen sehr ähnlich und die Chemie stimmte. Das war dann praktisch nicht mehr zu verhindern. In Deinen Worten: die Wahrscheinlichkeiten stimmten zu 90 % überein - sowas kann "lebenslänglich" bedeuten...
Ich versuche übrigens noch immer, diese eine Person telepathisch in meine Wahrscheinlichkeit zu ziehen - ohne jeden Erfolg. Jedes Mal ein Beweis für fehlende gemeinsame Wahrscheinlichkeiten.

Hilft Dir das weiter? Deine Frage ist recht offen, wenn sie geschlossener wäre, dann könnte vielleicht (noch) mehr an Reaktionen kommen.

auf jeden Fall ganz LG
Apis
JUST BE - πάντα ῥεῖ

"When you perform some task without effort and take joy in the task, you will have some slight idea of All That Is." (ESP,Mai 26 1970)
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#29
(27.10.2020, 15:32)Salibou schrieb: Oder macht ihm da etwa seine Seele einen Strich durch die Rechnung, die einen anderen Plan für ihn hat? Aber was wäre dann mit unserem freien Willen?

Ich schätze schon, daß es für uns eine Art 'Seelenplan' gibt: Der uns womöglich sogar durch ein erfülltes Leben führen würde, wenn wir nicht ständig von unserem Ego und falschen Glaubenssätzen von diesem Plan abgelenkt würden (was zumindest mich leider allzuoft betrifft). Ich sehe da auch keinen Widerspruch zum freien Willen. Du kannst jederzeit von Deiner inneren 'Blaupause' abweichen. Ob sich daraus dann allerdings für Dich ein Vorteil ergibt, sei dahingestellt.
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#30
(09.02.2021, 16:59)Salibou schrieb: Hallo Apis :D

Das habe ich vermutet, dass der Beitrag zu lang war :zwinker:

Aber vielen Dank für deine Antwort. Ich fühle mich jetzt nicht mehr vollkommen ignoriert, sondern wieder auf eine Weise im Forum "aufgenommen" (wohlwissend, dass das Gefühl des Ignoriert Seins allein meine subjektive Wahrnehmung war).


Beste Grüsse

Welcome back, Salibou! :D

Ich habe dich nicht ignoriert, auch ist dein Beitrag mir nicht zu lang, ich habe ihn schlichtweg erst jetzt entdeckt :Verlegen: (Weil ich im Oktober durch Abwesenheit glänzte, und mir dein Post so viel später nicht mehr angezeigt wurde. Hab es erst jetzt aufgrund der neuen Beiträge gesehen.)

Öfter mal schreiben, dann wird's auch was mit den Antworten :zwinker:

Ganz liebe Willkommensgrüße,
Tash
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#31
Salibou schrieb:Ich bin sicher, jeder von uns kennt Beispiele, bei der die Eigenwahrnehmung eines Menschen oder Menschengruppe in einem krassen Widerspruch zu der eigenen, objektiv erlebten Realität steht, welche sogar von anderen Mitmenschen belegbar bestätigt wird. Als «Sethianer» habe ich mich bei solchen Situationen dann schon auch gefragt: ist die bewusste Realitätserschaffung / Wünsch dir was / Law of Attraction am Ende ein riesiger Betrug an sich selbst? Oder wie es Seth einmal so schön gesagt hat: «a lot of Bull» ? Und ist der offenbar verwirrte Student am Ende bloss jemand, der beim Eigenbetrug schon sehr weit gekommen ist? Denn müsste dieser Student aus unserer Sicht nicht schon längstens eine Schar von wahrscheinlichen verliebten Frauen zu sich hingezogen haben? Oder macht ihm da etwa seine Seele einen Strich durch die Rechnung, die einen anderen Plan für ihn hat? Aber was wäre dann mit unserem freien Willen? Oder aber der Student würde, wenn er seine Beliefs richtig durchleuchten würde, feststellen, dass er es tatsächlich selbst gar nicht glaubt und er es sich nur nicht eingestehen will. Oder in Wirklichkeit hat er Ängste und Blockaden und sabotiert Beziehungen insgeheim? Dann hätten wir ja die Antwort.

So isses. Da hätten wir ja die Antwort. :mrgreen:

Mir scheint allerdings, dass du nicht so recht an diese Möglichkeit glaubst, oder täusche ich mich da?

Apropos täuschen, was den vermeintlichen Eigenbetrug angeht, kann das sowieso nur die Person selbst verlässlich feststellen. Für mich steht jedenfalls eine Sache felsenfest: ein Mensch, den "alle anderen" nicht anziehend oder gar abstoßend finden, hat definitiv ein negatives Selbstbild, ob er sich das nun eingesteht oder nicht.


Zitat:Gewisse Zustände / Wahrscheinlichkeiten sind viel häufiger und mit viel mehr Variationen anzutreffen als andere Zustände.

Jetzt lass ich mal den Gauß und die Planeten frech beiseite und beziehe mich ganz allgemein auf Wahrscheinlichkeiten. Dass manche davon sehr viel häufiger anzutreffen sind als andere, halte ich für kein Mysterium. Schließlich sind gewisse Glauben[ssätze] und Überzeugungen sehr viel häufiger als durchaus mögliche Anderslautende. :mrgreen:

Zitat:Es gibt nun mal z.B. vielmehr leere Planeten, wie z.B. Merkur und Venus als lebenserfüllte wie die Erde, und zwar nicht nur in dieser einen Wahrscheinlichkeit, sondern im gesamten Wahrscheinlichkeitsgewebe. Selbst wenn es ein Universum gäbe, in welchem die Mehrzahl oder gar alle Planeten bewohnt wären: ich glaube wir sind uns einig, dass es da nicht so viele wahrscheinliche Universen gibt wie solche mit der Planetenverteilung, wie wir sie kennen

Sorry, wir sind uns überhaupt nicht einig. :rolla: Woher um des Himmels Willen wollen wir auch nur ansatzweise abschätzen können, wie viele Wahrscheinlichkeiten allein unseres Wohnortes existent und möglich sind? Von Planeten, Universen und Multidimensionen gar nicht erst zu reden. Und inwiefern soll irgendeine Glocke irgendeines Gauß auch nur im Allerentferntesten Seths Wahrscheinlichkeitsmodelle einschließen können?

Was du hier andenkst ist doch, dass da eine ganz spezielle Wahrscheinlichkeit aufgrund ominöser Umstände nicht existent sein kann, und zwei bestimmte Menschen deshalb nicht zueinanderfinden können. Und das soll dann den freien Willen in Frage stellen.

Ich behaupte hingegen, dass allein der freie Wille dafür verantwortlich ist, wenn zwei Menschen nicht zusammenfinden, denn allein der lässt Wahrscheinlichkeiten überhaupt erst entstehen!


Ich breche hier vorläufig ab, nicht dass ich von Apis wieder mal wegen Überlängen getadelt werde :Handkicker:


Einstweilen liebe Grüße,
Tash

@Apis
Ich hab grad meine Karottenkiste gesprengt, kannst du die bitte wieder reparieren? :mrgreen:
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#32
Vielen Dank euch allen. Ich freue mich sehr, wieder da zu sein!

Apis schrieb:Hilft Dir das weiter? Deine Frage ist recht offen, wenn sie geschlossener wäre, dann könnte vielleicht (noch) mehr an Reaktionen kommen.

Ja, tut es. Möglicherweise habe ich zu viele rhetorische Fragen gestellt, bzw. meine Gedankengänge viel zu detailliert ausgestaltet. Gut möglich, dass dies für einen Lesenden alles etwas unverständlich daherkommt. Grundsätzlich interessierte mich, ob ihr in Bezug auf das Seth Material meine selbstgebastelte Logik in etwa nachvollziehbar empfindet. Es scheint, dass ich zumindest nicht ganz auf dem Holzweg bin.


Tash schrieb:Ich habe dich nicht ignoriert, auch ist dein Beitrag mir nicht zu lang, ich habe ihn schlichtweg erst jetzt entdeckt :Verlegen: (Weil ich im Oktober durch Abwesenheit glänzte, und mir dein Post so viel später nicht mehr angezeigt wurde. Hab es erst jetzt aufgrund der neuen Beiträge gesehen.)

Das hatte ich doch nie ernsthaft gedacht. Wie könnte ich! :Verlegen: Ich weiss, dass das allein die Interpretation eines Teils meines Egos war, der nach Zugehörigkeit und Anerkennung ruft :-P


Tash schrieb:Salibou schrieb:
Ich bin sicher, jeder von uns kennt Beispiele, bei der die Eigenwahrnehmung eines Menschen oder Menschengruppe in einem krassen Widerspruch zu der eigenen, objektiv erlebten Realität steht, welche sogar von anderen Mitmenschen belegbar bestätigt wird. Als «Sethianer» habe ich mich bei solchen Situationen dann schon auch gefragt: ist die bewusste Realitätserschaffung / Wünsch dir was / Law of Attraction am Ende ein riesiger Betrug an sich selbst? Oder wie es Seth einmal so schön gesagt hat: «a lot of Bull» ? Und ist der offenbar verwirrte Student am Ende bloss jemand, der beim Eigenbetrug schon sehr weit gekommen ist? Denn müsste dieser Student aus unserer Sicht nicht schon längstens eine Schar von wahrscheinlichen verliebten Frauen zu sich hingezogen haben? Oder macht ihm da etwa seine Seele einen Strich durch die Rechnung, die einen anderen Plan für ihn hat? Aber was wäre dann mit unserem freien Willen? Oder aber der Student würde, wenn er seine Beliefs richtig durchleuchten würde, feststellen, dass er es tatsächlich selbst gar nicht glaubt und er es sich nur nicht eingestehen will. Oder in Wirklichkeit hat er Ängste und Blockaden und sabotiert Beziehungen insgeheim? Dann hätten wir ja die Antwort.


So isses. Da hätten wir ja die Antwort.

Mir scheint allerdings, dass du nicht so recht an diese Möglichkeit glaubst, oder täusche ich mich da?


In diesem Punkt täuschst du dich tatsächlich :mrgreen: Ich gehe davon aus, dass in diesem besagten Fall es sich um so etwas handeln wird. Also ja, deine Rot markierte Stelle wird ziemlich sicher die Lösung sein!

(BTW: ich hoffe ich finde bald wieder heraus, wie man richtig zitiert...)

Da der Titel des Threads jedoch «Frage zu vermeintlichen Widersprüchen beim Kontakt mit anderen Menschen» ist, wollte ich diesen Fall - der einen krassen Widerspruch in Bezug auf zwischenmenschlichen Kontakt beschreibt - einem «Stresstest» unterziehen. Daher habe ich unter der Premisse, dass der unheimliche WG-Bewohner betreffend gewünschter Realitätserschaffung (viele Mädels, die auf ihn stehen) entgegen unserer Meinung alles richtig macht, angefangen eine Theorie zu spinnen, woher dieser Widerspruch dann sonst noch kommen könnte.


Tash schrieb:Apropos täuschen, was den vermeintlichen Eigenbetrug angeht, kann das sowieso nur die Person selbst verlässlich feststellen. Für mich steht jedenfalls eine Sache felsenfest: ein Mensch, den "alle anderen" nicht anziehend oder gar abstoßend finden, hat definitiv ein negatives Selbstbild, ob er sich das nun eingesteht oder nicht.


Sehe ich auch so. Es scheint aber, dass einige Menschen solche Gefühle sehr gut vor sich selber verstecken können.


Tash schrieb:Jetzt lass ich mal den Gauß und die Planeten frech beiseite und beziehe mich ganz allgemein auf Wahrscheinlichkeiten. Dass manche davon sehr viel häufiger anzutreffen sind als andere, halte ich für kein Mysterium. Schließlich sind gewisse Glauben[ssätze] und Überzeugungen sehr viel häufiger als durchaus mögliche Anderslautende.



Ich notiere mir, dass ich eine wahrscheinliche Tash bei einem wahrscheinlichen Date SEHR WAHRSCHEINLIHCH nicht mit meinen Gauss-Weisheiten werde beeindrucken und zu einem anschliessenden Schlummertrunk bei mir zu Hause werde überreden können. Was ich eigentlich hätte wissen müssen :Handkicker:


Tash schrieb:Sorry, wir sind uns überhaupt nicht einig. :rolla: Woher um des Himmels Willen wollen wir auch nur ansatzweise abschätzen können, wie viele Wahrscheinlichkeiten allein unseres Wohnortes existent und möglich sind? Von Planeten, Universen und Multidimensionen gar nicht erst zu reden. Und inwiefern soll irgendeine Glocke irgendeines Gauß auch nur im Allerentferntesten Seths Wahrscheinlichkeitsmodelle einschließen können?

Was du hier andenkst ist doch, dass da eine ganz spezielle Wahrscheinlichkeit aufgrund ominöser Umstände nicht existent sein kann, und zwei bestimmte Menschen deshalb nicht zueinanderfinden können. Und das soll dann den freien Willen in Frage stellen.

Ich behaupte hingegen, dass allein der freie Wille dafür verantwortlich ist, wenn zwei Menschen nicht zusammenfinden, denn allein der lässt Wahrscheinlichkeiten überhaupt erst entstehen!


Möglicherweise hast du mich hier etwas missverstanden. Unverständliche Sätze meinerseits nicht ausgeschlossen.

Ich denke JEDE Konstellation/Wahrscheinlichkeit existiert. Ich wollte nur erörtern, wie ich es mir vorstelle, weshalb gewisse Dinge für uns weniger wahrscheinlich sind, selbst wenn wir dahingehend hinarbeiten. Vielleicht versuche ich es nochmal kurz mit den Würfeln:

Angenommen es existiert nichts weiter als zwei Würfel und ein Tisch. Die einzige Aktion, die in dieser Welt möglich ist, ist der Würfelwurf. Da es mit zwei Würfeln 36 mögliche Wurfkombinationen gibt, gibt es somit insgesamt 36 wahrscheinliche Universen mit jeweils einem der 36 Wurfmöglichkeiten und den daraus resultierenden 12 möglichen Gesamtzahlen (2-12). Stellen wir uns auch vor, dass es für jede mögliche gewürfelte Zahl (2-12) jeweils einen wahrscheinlichen Meschen gibt, der sich genau diese Zahl wünscht. Da es jedoch mehr Kombinationen gibt, die 8 ergeben (2+6, 4+4, 5+3) als 12 (nur 6+6), wird ein freier Wille, der mit seinen Beliefs eine gewürfelte 8 erreichen möchte, es weniger schwer haben, als ein freier Wille, der mit seinen Beliefs eine 12 erreichen möchte.

Den freien Willen stelle ich keineswegs in Frage. Aber gemäss dieser Analogie wird es innerhalb dieser 36 wahrscheinlichen Universen mehr enttäuschte 12-Beliefers geben als 8-Beliefers.

Mit der Befürchtung, dass es nach dieser Würfel-Geschichte mit einem weiteren romantischen Date mit Tash definitiv nichts mehr wird, entlasse ich euch in einen wunderschönen Tag (bei uns schneit es gerade ziemlich fleissig bis in die Niederungen auf städtischem Gebiet. Ein schöner, aber leider inzwischen seltener Anblick…)
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#33
(10.02.2021, 14:14)Salibou schrieb: Vielen Dank euch allen. Ich freue mich sehr, wieder da zu sein!

Das freut mich auch. Und ich hoffe, du bleibst diesmal etwas länger als sonst :zwinker:


Salibou schrieb:
Tash schrieb:So isses. Da hätten wir ja die Antwort.

Mir scheint allerdings, dass du nicht so recht an diese Möglichkeit glaubst, oder täusche ich mich da?


In diesem Punkt täuschst du dich tatsächlich :mrgreen: Ich gehe davon aus, dass in diesem besagten Fall es sich um so etwas handeln wird. Also ja, deine Rot markierte Stelle wird ziemlich sicher die Lösung sein!

(BTW: ich hoffe ich finde bald wieder heraus, wie man richtig zitiert...)

Den zu zitierenden Text markieren, dann die Sprechblase ganz rechts (direkt über deinem Textfeld) anklicken, und schon hast du ein formschönes Zitat. Wenn du ganz fleißig sein willst, kannst du im anfänglichen (quote) [das dir in eckigen Klammern angezeigt wird] noch ein = und den Namen des Verfassers (des kopierten Textes) anfügen. Das sähe dann - wiederum in eckigen Klammern - so aus (quote=Tash)kopierterText(/quote)

Ansonsten freue ich mich, dass ich mich getäuscht habe 8)



Salibou schrieb:Da der Titel des Threads jedoch «Frage zu vermeintlichen Widersprüchen beim Kontakt mit anderen Menschen» ist, wollte ich diesen Fall - der einen krassen Widerspruch in Bezug auf zwischenmenschlichen Kontakt beschreibt - einem «Stresstest» unterziehen. Daher habe ich unter der Premisse, dass der unheimliche WG-Bewohner betreffend gewünschter Realitätserschaffung (viele Mädels, die auf ihn stehen) entgegen unserer Meinung alles richtig macht, angefangen eine Theorie zu spinnen, woher dieser Widerspruch dann sonst noch kommen könnte.

Ich finde ja den Titel des Threads selbst schon ziemlich verwirrend :Handkicker: Aber zumindest das "vermeintlichen" darin gefällt mir sehr :zwinker:

Salibou schrieb:Sehe ich auch so. Es scheint aber, dass einige Menschen solche Gefühle sehr gut vor sich selber verstecken können.

Einige? Glücklich, wer der Selbstreflektion mächtig ist! Und vor allem auch willens, zumindest sich selbst gegenüber ab und an ehrlich zu sein :mrgreen:

Salibou schrieb:
Tash schrieb:Jetzt lass ich mal den Gauß und die Planeten frech beiseite und beziehe mich ganz allgemein auf Wahrscheinlichkeiten. Dass manche davon sehr viel häufiger anzutreffen sind als andere, halte ich für kein Mysterium. Schließlich sind gewisse Glauben[ssätze] und Überzeugungen sehr viel häufiger als durchaus mögliche Anderslautende.


Ich notiere mir, dass ich eine wahrscheinliche Tash bei einem wahrscheinlichen Date SEHR WAHRSCHEINLIHCH nicht mit meinen Gauss-Weisheiten werde beeindrucken und zu einem anschliessenden Schlummertrunk bei mir zu Hause werde überreden können. Was ich eigentlich hätte wissen müssen :Handkicker:

:Totlacher:




War das eine Einladung? :angel:

Salibou schrieb:
Tash schrieb:Was du hier andenkst ist doch, dass da eine ganz spezielle Wahrscheinlichkeit aufgrund ominöser Umstände nicht existent sein kann, und zwei bestimmte Menschen deshalb nicht zueinanderfinden können. Und das soll dann den freien Willen in Frage stellen.

Ich behaupte hingegen, dass allein der freie Wille dafür verantwortlich ist, wenn zwei Menschen nicht zusammenfinden, denn allein der lässt Wahrscheinlichkeiten überhaupt erst entstehen!

Möglicherweise hast du mich hier etwas missverstanden. Unverständliche Sätze meinerseits nicht ausgeschlossen.

Nö, ich denk nur von einer anderen Seite her :mrgreen: Werd ich dir nach deinem Würfelbeispiel näher erläutern.

Salibou schrieb:Ich denke JEDE Konstellation/Wahrscheinlichkeit existiert. Ich wollte nur erörtern, wie ich es mir vorstelle, weshalb gewisse Dinge für uns weniger wahrscheinlich sind, selbst wenn wir dahingehend hinarbeiten. Vielleicht versuche ich es nochmal kurz mit den Würfeln:

Angenommen es existiert nichts weiter als zwei Würfel und ein Tisch. Die einzige Aktion, die in dieser Welt möglich ist, ist der Würfelwurf. Da es mit zwei Würfeln 36 mögliche Wurfkombinationen gibt, gibt es somit insgesamt 36 wahrscheinliche Universen mit jeweils einem der 36 Wurfmöglichkeiten und den daraus resultierenden 12 möglichen Gesamtzahlen (2-12). Stellen wir uns auch vor, dass es für jede mögliche gewürfelte Zahl (2-12) jeweils einen wahrscheinlichen Meschen gibt, der sich genau diese Zahl wünscht. Da es jedoch mehr Kombinationen gibt, die 8 ergeben (2+6, 4+4, 5+3) als 12 (nur 6+6), wird ein freier Wille, der mit seinen Beliefs eine gewürfelte 8 erreichen möchte, es weniger schwer haben, als ein freier Wille, der mit seinen Beliefs eine 12 erreichen möchte.

Den freien Willen stelle ich keineswegs in Frage. Aber gemäss dieser Analogie wird es innerhalb dieser 36 wahrscheinlichen Universen mehr enttäuschte 12-Beliefers geben als 8-Beliefers.

Wahrscheinlich. :mrgreen: Aber warum wird das so sein?

Warum sind - ich zitiere: "gewisse Dinge für uns weniger wahrscheinlich, selbst wenn wir dahingehend hinarbeiten"? Wegen der begrenzten Anzahl an Würfeln? Wegen der begrenzten Anzahl an möglichen Würfen? Oder gar wegen einer tatsächlichen begrenzten Anzahl von Wahrscheinlichkeiten?

Letztere gibt es laut Seth nicht.

Statistisch gesehen gebe ich dir bei deinem Beispiel durchaus recht. Und trotzdem bleibe ich dabei, dass der Wille die Wahrscheinlichkeit kreiert. Ober sagen wir besser, die beliefs. Würde einer deiner enttäuschten 12-Beliefers felsenfest daran glauben, dass er unter allen Umständen immer nur 6-er Pashs würfelt, würde die wissenschaftliche und auch die mathematische Wahrscheinlichkeitsrechnung ordentlich Schiffbruch erleiden. Die so schön berechenbare wissenschaftliche Streuung lebt ausschließlich davon, dass ihre Theorie allgemein akzeptiert und geglaubt wird. Und vor allem lebt sie davon, dass der Mensch grundsätzlich "glückliche" Fügungen (wie Höchstpunktezahlen) für sehr viel unwahrscheinlicher hält als "gewöhnliche" oder gar unglückliche Fügungen.

Womit wir beim eigentlichen Punkt sind: du kannst hinarbeiten und wünschen so lange und so viel du nur kannst, sogar auf eine statistisch höchstwahrscheinliche Würfelkombination - solange die Überzeugung fehlt, das Ziel erreichen zu können, und die Erwartung, dass es passieren wird, solange wird diese spezielle Wahrscheinlichkeit nicht für dich erfahrbar werden. Und da macht es dann auch überhaupt keinen Unterschied, ob du sie nicht erlebst, weil sie überhaupt nicht existiert oder existieren könnte, oder weil sie in einem anderen Wahrscheinlichkeitssystem existiert, von dem du Lichtjahre entfernt bist.

Generierst du den Glauben, generierst du die Wahrscheinlichkeit.

Nur - in dem so häufig diskutierten Fall verweigerter Küsse geht es eigentlich um ganz was anderes :mrgreen: (Ich konnte mir nur den Widerspruch zu Wissenschaftsthesen wieder mal nicht verkneifen, sorry :Verlegen: )

Ein Frage am Rande:

Salibou schrieb:Den freien Willen stelle ich keineswegs in Frage. Aber gemäss dieser Analogie wird es innerhalb dieser 36 wahrscheinlichen Universen mehr enttäuschte 12-Beliefers geben als 8-Beliefers.

Wo ortest du in deinem Beispiel den freien Willen?


Salibou schrieb:Mit der Befürchtung, dass es nach dieser Würfel-Geschichte mit einem weiteren romantischen Date mit Tash definitiv nichts mehr wird, entlasse ich euch in einen wunderschönen Tag (bei uns schneit es gerade ziemlich fleissig bis in die Niederungen auf städtischem Gebiet. Ein schöner, aber leider inzwischen seltener Anblick…)

Naja, wenn du immer so schnell aufgibst .....

:angel:
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#34
Tash schrieb:Salibou schrieb:
Vielen Dank euch allen. Ich freue mich sehr, wieder da zu sein!

Das freut mich auch. Und ich hoffe, du bleibst diesmal etwas länger als sonst :zwinker:

Ich werde mir die grösste Mühe geben! :Verlegen:

Danke für die kleine Zitat-Einführung, das mit dem = Zeichen wusste ich sogar noch. Allerdings stehe ich immer noch vor dem Rätsel, wie ihr das so schön macht, dass auch ein Zitat innerhalb eines zitierten Textes so schön abgehoben erscheint. Bei mir (siehe wieder oben) klappt das nicht :Kopfkratz:

Und wie macht ihr das mit dem grünen Pfeil? Aber weisst du was? Ich werde bei Gelegenheit im Forum selbst nach der Lösung suchen, irgendwo gibt es die Instruktion sicher (irgendwie erinnere ich mich so). Ich möchte euch nicht mit solchem Kram behelligen. Falls ich mich täusche und es nirgends steht, dann könnt ihr es mir natürlich gerne trotzdem erklären :-P

Tash schrieb:Ich finde ja den Titel des Threads selbst schon ziemlich verwirrend :Handkicker: Aber zumindest das "vermeintlichen" darin gefällt mir sehr :zwinker:

Hmm, ich frage mich grade, ob ich dieses "vermeintlich" anders interpretiert habe und mich auf eine unnötig komplizierte Gedankentour gesendet hat. Aber ich habe im Moment sowieso wieder mal das Gefühl, mehr Fragen als Antworten zu haben. Aber der Reihe nach: denn Tash hat mir gute Argumente und Vorlagen geliefert, die mich zum Denken und Entwirren herausgefordert haben! :zwinker:

Tash schrieb:Wahrscheinlich. :mrgreen: Aber warum wird das so sein?

Warum sind - ich zitiere: "gewisse Dinge für uns weniger wahrscheinlich, selbst wenn wir dahingehend hinarbeiten"? Wegen der begrenzten Anzahl an Würfeln? Wegen der begrenzten Anzahl an möglichen Würfen? Oder gar wegen einer tatsächlichen begrenzten Anzahl von Wahrscheinlichkeiten?

Letztere gibt es laut Seth nicht.

Ok, das wird mein Gedankengebäude vermutlich zum Einstürzen bringen, aber gleich mehr...

Tash schrieb:Statistisch gesehen gebe ich dir bei deinem Beispiel durchaus recht. Und trotzdem bleibe ich dabei, dass der Wille die Wahrscheinlichkeit kreiert. Ober sagen wir besser, die beliefs. Würde einer deiner enttäuschten 12-Beliefers felsenfest daran glauben, dass er unter allen Umständen immer nur 6-er Pashs würfelt, würde die wissenschaftliche und auch die mathematische Wahrscheinlichkeitsrechnung ordentlich Schiffbruch erleiden. Die so schön berechenbare wissenschaftliche Streuung lebt ausschließlich davon, dass ihre Theorie allgemein akzeptiert und geglaubt wird. Und vor allem lebt sie davon, dass der Mensch grundsätzlich "glückliche" Fügungen (wie Höchstpunktezahlen) für sehr viel unwahrscheinlicher hält als "gewöhnliche" oder gar unglückliche Fügungen.

Womit wir beim eigentlichen Punkt sind: du kannst hinarbeiten und wünschen so lange und so viel du nur kannst, sogar auf eine statistisch höchstwahrscheinliche Würfelkombination - solange die Überzeugung fehlt, das Ziel erreichen zu können, und die Erwartung, dass es passieren wird, solange wird diese spezielle Wahrscheinlichkeit nicht für dich erfahrbar werden. Und da macht es dann auch überhaupt keinen Unterschied, ob du sie nicht erlebst, weil sie überhaupt nicht existiert oder existieren könnte, oder weil sie in einem anderen Wahrscheinlichkeitssystem existiert, von dem du Lichtjahre entfernt bist.

Generierst du den Glauben, generierst du die Wahrscheinlichkeit.

Bleiben wir kurz noch bei meiner Theorie mit der festen Wahrscheinlichkeitsverteilung. Meine Vorstellung war nun, dass der 12-Beliefer, wie du es richtig gesagt hast, sehr wohl immer nur 6-er Pashs würfeln kann, sofern seine Beliefs dies zulassen. Ich hätte nun aber gleichzeitig behauptet, dass der 8-Beliefer weniger starke Belief Arbeit leisten muss, sich sozusagen, mehr Zweifel leisten kann, um trotzdem zum gewünschten Ziel zu kommen. Da es von seinem Ziel, der gewürfelten 8, tatsächlich mehr Universen gibt (aufgrund von mehr Kombinationsarten mit den Würfeln).

Wenn ich dich nun aber richtig verstanden habe, gibt es überhaupt keine gegebene Wahrscheinlichkeitsverteilung auf der Alles Was Ist Ebene? Will heissen: in meinem 36-Universen Beispiel könnte es in diesem Moment 36 Universen geben, in denen der 6-er Pash fällt, und kein einziges Universum mit den anderen Zahlen, weil der 12-Beliefer ein starker Beliefer ist und die anderen voller Zweifel? Und in einem anderen Moment könnte es aber auch wieder ganz anders sein. Richtig?

Ich gebe zu, deine Version gefällt mir viel besser. Mein Camouflage-verseuchtes Ich sträubt sich aber immer wieder gerne bei solchen mächtigen Möglichkeiten (ja, immer wieder diese Zweifel, nach dem Motto: Zu schön um wahr zu sein!) :rolla:

Andererseits stellt sich bei mir dann wieder diese Frage, wie es sich dann mit dem "Seelenplan" verhält. Wenn vor der Geburt ausgemacht wird, dass man im Würfel-Leben ein Loser sein soll, um die Loser-Erfahrung zu machen, der Loser dann aber das Glück hat, ein Seth-Buch in die Finger zu kriegen (und lernt, ein "guter Beliefer" zu werden). Wird er dann ja doch zu einem Gewinner-Mensch. Wäre dies das von Wimmel erwähnte Abweichen von der Blaupause, das nicht unbedingt zielführend ist? Ach, ich habe einen Knoten, vielleicht ist es auch schon etwas zu spät...:rolla:

Tash schrieb:Ein Frage am Rande:

Salibou schrieb:
Den freien Willen stelle ich keineswegs in Frage. Aber gemäss dieser Analogie wird es innerhalb dieser 36 wahrscheinlichen Universen mehr enttäuschte 12-Beliefers geben als 8-Beliefers.

Wo ortest du in deinem Beispiel den freien Willen?

Gute Frage...bei meiner Analogie mit den Mädchen mit dem Berufswunsch schien mir die Sache noch logisch, da es viele Variablen gab. Aber wenn ich es auf Würfel-Ebene betrachte (wo es nur eine Variable gibt, den Wurf) merke ich, dass es knapp wird: wenn nämlich alle 36 wahrscheinlichen 12-Beliefer ausgezeichnete Beliefer sind, es aber nur ein 6er Pash Universum gibt, dann landen 35 12-Beliefer in einem Verlier-Universum, ohne Grund. Es gäbe den freien Willen zwar, aber es widerspricht der Tatsache, dass wir unser Leben gemäss unseren Überzeugungen gestalten.

Also doch dein flexibles Wahrscheinlichkeits-Gewebe? :zwinker:

Danke Tash, ich glaube, du hast gute Fragen gestellt :Knutscher:


Zitat:War das eine Einladung? :angel:

Aber sicher! Solltest du dich mal in meine Gegend verirren, oder ich mich in deine, lade ich dich herzlich zu einem gemütlichen Essen zum Plaudern ein! :Knutscher:

Mit der Romantik wird es allerdings nichts in unserer Wahrscheinlichkeit, ich bin als Mann glücklich mit einem Mann verheiratet. Diese Gaussche Glocke sieht also nicht gut aus für uns. Aber ich bilde mir ein, auch als Nicht-Romantischer Zeitgenosse nicht so übel zu sein :zwinker::lol:

Gute Nacht euch allen!
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#35
Mooooment...

Vielleicht war ich gestern Abend doch etwas zu müde.

Zitat:Gute Frage...bei meiner Analogie mit den Mädchen mit dem Berufswunsch schien mir die Sache noch logisch, da es viele Variablen gab. Aber wenn ich es auf Würfel-Ebene betrachte (wo es nur eine Variable gibt, den Wurf) merke ich, dass es knapp wird: wenn nämlich alle 36 wahrscheinlichen 12-Beliefer ausgezeichnete Beliefer sind, es aber nur ein 6er Pash Universum gibt, dann landen 35 12-Beliefer in einem Verlier-Universum, ohne Grund. Es gäbe den freien Willen zwar, aber es widerspricht der Tatsache, dass wir unser Leben gemäss unseren Überzeugungen gestalten.

Wer sagt denn, dass nicht alle 36 12-Beliefer sich gleichzeitig auf das eine "Gewinn-Wahrscheinlichkeitsuniversum" fokussieren können? So zumindest, wäre alles wieder logisch möglich: Seelenplan, das Abweichen davon, freier Wille und Realitätsgestaltung gemäss Beliefs :-P Die Kuss-Geschichte würde auch passen. (Wenn ein 6er Pash der Kuss bedeutet, kann jemand z.B. durch halbgare Beliefs einen 6er herbeiführen, aber für den zweiten 6er hats dann doch nicht gereicht...) Aber bevor es wieder viel zu technisch wird, belasse ich es nun glaube ich lieber dabei :rolla:

Dennoch würde mich interessieren, Tash, anhand des Würfelbeispiels, wie es aus deiner Sicht, bzw. eben aus Seth Sicht, am ehesten abläuft.

Wenn du Zeit und Lust dazu hast :angel: Den grössten Knoten konnte ich dank euch lösen.
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#36
(11.02.2021, 08:44)Salibou schrieb: Dennoch würde mich interessieren, Tash, anhand des Würfelbeispiels, wie es aus deiner Sicht, bzw. eben aus Seth Sicht, am ehesten abläuft.

Wenn du Zeit und Lust dazu hast :angel: Den grössten Knoten konnte ich dank euch lösen.

Lust hab ich, Zeit mach ich mir, aber zuerst muss ich mal bei mir einen Knoten lösen, weil deine Universen mich ganz kirre machen :mrgreen: Ich streiche sie jetzt mal und formuliere dein Beispiel etwas handlicher:

Wir haben einen Tisch, 2 Würfel, 36 mögliche Ereignisse (anstelle der Universen) und dann haben wir noch jene Menschen .... stop, der nächste Knoten.


Salibou schrieb:Angenommen es existiert nichts weiter als zwei Würfel und ein Tisch. Die einzige Aktion, die in dieser Welt möglich ist, ist der Würfelwurf. Da es mit zwei Würfeln 36 mögliche Wurfkombinationen gibt, gibt es somit insgesamt 36 wahrscheinliche Universen mit jeweils einem der 36 Wurfmöglichkeiten und den daraus resultierenden 12 möglichen Gesamtzahlen (2-12). Stellen wir uns auch vor, dass es für jede mögliche gewürfelte Zahl (2-12) jeweils einen wahrscheinlichen Meschen gibt, der sich genau diese Zahl wünscht.


Zunächst einmal gibt es nicht 12, sondern nur 11 mögliche Gesamtzahlen, da Eins unter den Tisch fällt.

Wir hätten dann außer dem Tisch und den zwei Würfeln also noch 11 Menschen, die sich jeweils nur eine der 11 möglichen Zahlen wünschen. Korrekt?

Wenn ja, passt deine folgende Überlegung nicht...

Zitat:Den freien Willen stelle ich keineswegs in Frage. Aber gemäss dieser Analogie wird es innerhalb dieser 36 wahrscheinlichen Universen mehr enttäuschte 12-Beliefers geben als 8-Beliefers.


... weil es dabei in jedem Fall immer nur einen zufriedenen und zehn enttäuschte Menschen geben würde.

Nun hat der eine Mensch, der sich die Zahl 8 wünscht, statistisch betrachtet natürlich eine dreifach höhere Chance für das Eintreffen seines erwünschten Ereignisses als einer, der sich die 2 wünscht oder der Mensch, der sich die 12 wünscht. Simpler formuliert: der Mensch, für dessen Wunscherfüllung die meisten Möglichkeiten existieren, hat laut Statistik die größte Wahrscheinlichkeit. Und das war es ja, was du deutlich machen wolltest, oder?

Ich hab jetzt hier absichtlich nur vom Wunsch geredet und noch gar nicht von beliefs.
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#37
Tasch schrieb:Lust hab ich, Zeit mach ich mir, aber zuerst muss ich mal bei mir einen Knoten lösen, weil deine Universen mich ganz kirre machen


Mich ja auch! :roll::Kopfkratz:

Tash schrieb:Zunächst einmal gibt es nicht 12, sondern nur 11 mögliche Gesamtzahlen, da Eins unter den Tisch fällt.

Wir hätten dann außer dem Tisch und den zwei Würfeln also noch 11 Menschen, die sich jeweils nur eine der 11 möglichen Zahlen wünschen. Korrekt?


Völlig richtig! All diese Zahlen haben mich auch total durcheinandergewirbelt!


Tash schrieb:Wenn ja, passt deine folgende Überlegung nicht...
Zitat:Den freien Willen stelle ich keineswegs in Frage. Aber gemäss dieser Analogie wird es innerhalb dieser 36 wahrscheinlichen Universen mehr enttäuschte 12-Beliefers geben als 8-Beliefers.


... weil es dabei in jedem Fall immer nur einen zufriedenen und zehn enttäuschte Menschen geben würde.


Soweit richtig: in jedem einzelnen der 36 möglichen Würfelwelten (oder eben wahrscheinlichen Universen) kann es je nur einen Gewinner geben



Tash schrieb:Nun hat der eine Mensch, der sich die Zahl 8 wünscht, statistisch betrachtet natürlich eine dreifach höhere Chance für das Eintreffen seines erwünschten Ereignisses als einer, der sich die 2 wünscht oder der Mensch, der sich die 12 wünscht. Simpler formuliert: der Mensch, für dessen Wunscherfüllung die meisten Möglichkeiten existieren, hat laut Statistik die größte Wahrscheinlichkeit. Und das war es ja, was du deutlich machen wolltest, oder?


Ja, aber nicht nur. Ich wollte mit meinen Beispielen vermitteln, wie die statistische Wahrscheinlichkeit sich möglicherweise auch auf die Effektivität von gewissen Wünschen sowie auf die tägliche Beobachtung Dritter auf den Wünschenden auswirkt und wie der Zusammenhang mit dem Plan vor der Geburt etc. sein könnte. Ich versuche, möglichst auf dieser sehr vereinfachten Ebene zu bleiben in der Hoffnung, dass wir es zusammen endlich entwirren können:

Gehen wir ein bisschen zurück zum Kuss, oder der passenden «Chemie», bleiben aber bei den Würfeln:

Nehmen wir an, das Gewinnen des Würfelwurfes ist gleichbedeutend mit dem Kuss und der glücklichen Partnerschaft mit einem einzigen, bestimmten Menschen. Egal welche Zahl man beim Spiel wählt: es geht in diesem Universum nur um eine Person, und die verliebt sich in den Spieler (einer der 11), der auf die korrekte Zahl setzt.

Nach meiner leider sehr elaborierten und komplizierten Theorie würde das nun so ablaufen:

Vor der Geburt, vereinbare ich z.B. mit dieser Person, dass es zu Lebzeiten zu keiner Romantik kommen solle. Ich möchte die Erfahrung von starkem Liebesschmerz in Bezug auf diese Person machen. Um dies zu verwirklichen, wähle ich beim Inkarnieren in die Würfelwelt die Zahl 12. Weil es die unwahrscheinlichste Zahl ist, und wir nur in einem der 36 wahrscheinlichen Welten ein Liebespaar sind/werden. Mit der Zahl 12 stimmt auf der Würfel-Camouflage Ebene die «Chemie» somit überhaupt nicht zwischen uns. Dennoch gibt es die theoretische Möglichkeit, dass es mit der Liebe klappt (es gibt ja das eine wahrscheinliche Universum), ansonsten könnten wir den freien Willen jetzt gleich begraben und die Übung vergessen.

Als 12er Mensch, der vom Seelenplan abweichen möchte, muss ich mich nun aber als Inkarnierter mächtig ins Zeug legen: telepathisch muss das Wichtigste korrigiert werden: die Chemie zwischen uns. Es ist sozusagen die übersetzte, camouflagierte Version von der höherdimensionalen Tatsache, dass bereits mit dem ersten Würfel auf einen Schlag die einzig richtige Zahl "fallen" muss: einen 6er. Verpasse ich diese Weggabelung, ist es vorbei!

Das bedeutet letztlich: Ich KANN meinen freien Willen und meine Wünsche benutzen, um meinen Plan zu ändern (natürlich im Übereinkommen mit der wahrscheinlichen Version der geliebten Person), also mit meinem Fokus zum Gewinner-Universum «wandern». Aber es bleibt die Tatsache, dass die anderen wahrscheinlichen Universen ja auch parallel existieren, es also 35 Ich-Fokusse gibt, die auf einem "Nicht geschafft" Fokus sind und somit auch sehr viele Mitspieler («Mit-Fokusse»), die mich als unglücklich Verliebter erleben. Während es nur 10 Mitspieler gibt, die mich als glücklich verliebten erleben. (Aber vielleicht ist das die grösste Knacknuss für mich: sind denn alle möglichen wahrscheinlichen Universen von wahrscheinlichen Ich «Fokussen» besetzt?)

Im Umkehrschluss würde es bei einem Seelenplan mit glücklicher Liebe so aussehen, dass ich mit der Zahl 7 inkarniere (ich glaube die höchste Wahrscheinlichkeit). Die Voraussetzungen wären in camouflagierter Form besser «gewürfelt»: die Chemie stimmt viel besser, und ich kann sowohl mit dem ersten, als auch mit dem zweiten Würfel viel lockerer "hantieren": es ist z.b. völlig egal, welche Zahl beim ersten Würfel fällt! Erst die zweite muss dann passen. Aber man kann es auch rein auf der Ebene der Mengen an wahrscheinlichen Universen betrachten: da es mehrere gibt, in denen ich gewinne, kann ich etwas unbedarfter durch das Gewebe der 36 wahrscheinlichen Universen umhersausen. Übersetzt auf Camouflage würde das heissen: ich habe z.B. 6 Weggabelungen, anstatt nur eine. Kann mir also viel mehr Zweifel und Fehler leisten. Ausserdem erfahren viel mehr Mit-«Fokusse» in den anderen wahrscheinlichen Universen mich als glücklich Verliebten.

Ich hoffe, ich konnte zu einer Entwirrung beitragen :mrgreen:
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#38
Salibou schrieb:
Tash schrieb:Nun hat der eine Mensch, der sich die Zahl 8 wünscht, statistisch betrachtet natürlich eine dreifach höhere Chance für das Eintreffen seines erwünschten Ereignisses als einer, der sich die 2 wünscht oder der Mensch, der sich die 12 wünscht. Simpler formuliert: der Mensch, für dessen Wunscherfüllung die meisten Möglichkeiten existieren, hat laut Statistik die größte Wahrscheinlichkeit. Und das war es ja, was du deutlich machen wolltest, oder?


Ja, aber nicht nur.

Das hatte ich schon befürchtet :Handkicker:



Salibou schrieb:Ich wollte mit meinen Beispielen vermitteln, wie die statistische Wahrscheinlichkeit sich möglicherweise auch auf die Effektivität von gewissen Wünschen sowie auf die tägliche Beobachtung Dritter auf den Wünschenden auswirkt und wie der Zusammenhang mit dem Plan vor der Geburt etc. sein könnte. Ich versuche, möglichst auf dieser sehr vereinfachten Ebene zu bleiben in der Hoffnung, dass wir es zusammen endlich entwirren können:

Gehen wir ein bisschen zurück zum Kuss, oder der passenden «Chemie», bleiben aber bei den Würfeln:

Ob das Kombinieren zweier Hypothesen, die grundsätzlich unkombinierbar sind, der Entwirrung dienlich sein kann, lasse ich mal dahingestellt :mrgreen:

Das fängt schon damit an, dass der wahrscheinliche Raum, in dem sich der Tisch, die zwei Würfel und elf Personen befinden, gemäß Seths Lehren nun mal nicht ein objektiver Raum ist, sondern 11 subjektive Räume mit je einem, also insgesamt 11 subjektiven Tischen und 11 Würfelpaaren, von denen jeder der elf Menschen jeweils nur seinen persönlich von ihm materialisierten Raum und dessen Inhalt wahrnehmen kann. :zwinker: (Wir werden diesen Umstand aber einstweilen getrost unter alle elf Tische fallen lassen, weil das nicht der Punkt ist, auf den ich hinaus will. Wollte ich nur mal im Hinblick auf Seths Sicht der Dinge erwähnt haben. Falls du das vertiefen willst, können wir das hinterher noch tun.)


Salibou schrieb:Nehmen wir an, das Gewinnen des Würfelwurfes ist gleichbedeutend mit dem Kuss und der glücklichen Partnerschaft mit einem einzigen, bestimmten Menschen. Egal welche Zahl man beim Spiel wählt: es geht in diesem Universum nur um eine Person, und die verliebt sich in den Spieler (einer der 11), der auf die korrekte Zahl setzt.

Nach meiner leider sehr elaborierten und komplizierten Theorie würde das nun so ablaufen:

Vor der Geburt, vereinbare ich z.B. mit dieser Person, dass es zu Lebzeiten zu keiner Romantik kommen solle. Ich möchte die Erfahrung von starkem Liebesschmerz in Bezug auf diese Person machen. Um dies zu verwirklichen, wähle ich beim Inkarnieren in die Würfelwelt die Zahl 12. Weil es die unwahrscheinlichste Zahl ist, und wir nur in einem der 36 wahrscheinlichen Welten ein Liebespaar sind/werden.


Demnach wäre die "korrekte Zahl", die dir den Kuss einträgt, aus Sicht der vorinkarnativen Absicht des Leidens die einzige falsche Zahl. Dann bleiben aber zehn Zahlen, die du wählen könntest, nicht nur die eine Zahl 12, denn laut deiner obigen Annahme wird sich die Person in die Vertreter der nicht korrekten 10 Zahlen ohnehin nicht verlieben. Du wärst im Hinblick aufs Leiden mit allen 10 Möglichkeiten auf der sicheren Seite.
So oder so hat die Würfelhypothese aber einen gewaltigen Haken, nämlich den Umstand, dass du dabei deine bewusste inkarnierte Absicht außen vor lässt, und damit auch die Frage, wonach sich die Würfel denn nun richten werden.

Du willst die Beziehung unbewusst verhindern, da sich das inkarnierte Ego nicht mehr an den "Lebensplan" erinnert, daher müssten die Würfel sich an deine vorinkarnative Absicht halten um das Leiden zu gewährleisten, werden aber im inkarnierten Zustand von dir materialisiert und geworfen, und somit allein von deinen bewussten Absichten – besser gesagt von deinen inkarnierten Bewusstseinsinhalten und Glaubenssätzen - gelenkt. Das macht das Leiden zumindest fraglich wenn nicht überhaupt unmöglich.


Wenn ich jetzt diese Würfel mal allesamt unter den Tisch werfe, und ich die "Lebensplan-Hypothese" ganz für sich allein betrachte, dann stellen sich mir im Zusammenhang mit der Beziehungssache ein paar andere Fragen:


Warum sollte der unbewusst/vorinkarnativ erwünschte Liebesschmerz nur mit einer einzigen, dieser ganz bestimmten Person möglich sein? Wenn es nur um den Schmerz geht – oder auch wenn es nur um das Zustandekommen einer glücklichen Partnerschaft geht – gibt es abertausende mögliche "Treffer" in einer einzigen Wahrscheinlichkeit.

Anders verhielte es sich, wenn du mit einer bestimmten Person ganz andere inkarnative Erfahrungen machen wolltest, als das in anderen gemeinsamen Existenzen (samt allen darin enthaltenen Wahrscheinlichkeiten) der Fall war/ist/sein wird. Vielleicht gäbe es schon eine Existenz in der ihr Vater und Kind seid, eine in der ihr Geschwister seid, eine in der ihr ein glückliches Paar seid, vielleicht in umgekehrten Rollen – sie der Mann und du die Frau, oder eine, in der ihr beide das gleiche Geschlecht habt, usw. - und nun wollt ihr beide in einer weiteren Existenz warum auch immer die Erfahrung machen, dass ein Part den anderen ablehnt und der Abgelehnte leiden kann. (Mir sträubt sich gerade das Gefieder bei der Vorstellung derartiger Lebenspläne, aber nun gut, jedem das seine :mrgreen: )
In einem solchen Fall (und jetzt verknüpfe ich wieder) würdet ihr, um beide in deine "Würfelwelt der Zahl 12" zu inkarnieren, bereits vor der Geburt die dafür nötigen Konstellationen wählen, hättet beide diejenigen persönlichen und individuellen Charakteristika festgelegt, die für dieses Vorhaben der Ablehnung am optimalsten sind, während alle anderen möglichen Charaktereigenschaften latent bleiben.
Zu berücksichtigen wäre dann aber immer noch, inwiefern die ausgewählten Eigenschaften mit den sonstigen Absichten dieser speziellen Inkarnation übereinstimmen, es sei denn wir wollen unterstellen, dass es nur diese eine vorinkarnative Absicht gibt. Was ebenso unwahrscheinlich wäre, wie eine fix und fertige, unveränderliche "Würfelwelt der Zahl 12"

Salibou schrieb:Als 12er Mensch, der vom Seelenplan abweichen möchte, muss ich mich nun aber als Inkarnierter mächtig ins Zeug legen: telepathisch muss das Wichtigste korrigiert werden: die Chemie zwischen uns.

Naja, telepathisch kannst du nur latente Eigenschaften übermitteln, die du bereits aktualisiert hast.

Ob nun latente Chemie, sprich Charaktereigenschaften, in die Aktualität gehoben werden, hängt laut Seth ebenso alleine vom bewussten inkarnierten Ego ab, wie die Annäherung an latente Wahrscheinlichkeiten. Da spielt im Physischen nur der Zeitfaktor eine Rolle, denn wenn du beispielsweise 20 Jahre keine Entscheidungen für eine spezielle Wahrscheinlichkeit getroffen hast - sagen wir der Einfachheit halber für die Wahrscheinlichkeit, Schauspieler zu werden-, dann ist die Wahrscheinlichkeit einer Schauspielkarriere zwar existent, aber eben latent, und es ist eher nicht zu erwarten, dass du in kurzer Zeit, sagen wir ein paar Wochen, einen Oskar gewinnst. Um diese bislang latente Wahrscheinlichkeit zu aktualisieren würde man sich tatsächlich "mächtig ins Zeug legen" müssen, hat aber mit Telepathie nichts zu tun.

Salibou schrieb:Das bedeutet letztlich: Ich KANN meinen freien Willen und meine Wünsche benutzen, um meinen Plan zu ändern (natürlich im Übereinkommen mit der wahrscheinlichen Version der geliebten Person), also mit meinem Fokus zum Gewinner-Universum «wandern». Aber es bleibt die Tatsache, dass die anderen Universen ja auch parallel existieren, es also 35 Ich-Fokusse gibt, die es nicht schaffen und somit auch sehr viele Mitspieler («Mit-Fokusse»), die mich als unglücklich Verliebter erleben. Während es nur 10 Mitspieler gibt, die mich als glücklich verliebten erleben. (Aber vielleicht ist das die grösste Knacknuss für mich: sind denn alle möglichen wahrscheinlichen Universen von wahrscheinlichen Ich «Fokussen» besetzt?)

Ich kann dazu nur sagen, dass es keine unmöglichen Wahrscheinlichkeiten gibt, bezweifle aber, dass dein Ich in allen einen Fokus hat. Selbst wenn, bleibt immer noch die Frage, welche davon du mit deinem aktuellen Ich wahrnehmbar erleben kannst. Mit jeder einzelnen Entscheidung deines Lebens eröffnest du unzählige Wahrscheinlichkeiten, inklusive all jener, die aufgrund deiner Entscheidung nicht für dein Ego wahrnehmbar werden. Existieren tun sie trotzdem, und mit veränderten Bewusstseinsinhalten kannst du jede von ihnen vom latenten in einen aktuellen, vom Ego erfahrbaren Zustand transformieren.


Zitat:Ich hoffe, ich konnte zu einer Entwirrung beitragen

Ich hoffe, ich konnte deinen Entwirrungen richtig folgen und habe dich mit meinen Kommentaren nicht erst recht wieder verwirrt :Handkicker:

Yours Tash
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#39
Tash schrieb:Das hatte ich schon befürchtet


Wer kann es dir verübeln :lol:


Tash schrieb:Ob das Kombinieren zweier Hypothesen, die grundsätzlich unkombinierbar sind, der Entwirrung dienlich sein kann, lasse ich mal dahingestellt :mrgreen:

Das fängt schon damit an, dass der wahrscheinliche Raum, in dem sich der Tisch, die zwei Würfel und elf Personen befinden, gemäß Seths Lehren nun mal nicht ein objektiver Raum ist, sondern 11 subjektive Räume mit je einem, also insgesamt 11 subjektiven Tischen und 11 Würfelpaaren, von denen jeder der elf Menschen jeweils nur seinen persönlich von ihm materialisierten Raum und dessen Inhalt wahrnehmen kann. :zwinker: (Wir werden diesen Umstand aber einstweilen getrost unter alle elf Tische fallen lassen, weil das nicht der Punkt ist, auf den ich hinaus will. Wollte ich nur mal im Hinblick auf Seths Sicht der Dinge erwähnt haben. Falls du das vertiefen willst, können wir das hinterher noch tun.)


Da hast du völlig Recht, aber wenn wir diese Komponente auch noch in die Würfel-Analogie hineinweben würden, dann würde zumindest ich den Verstand verlieren, oder, wie du es zu meiner Entzückung, "kirre" genannt hast :mrgreen:

(Habe dieses Wort nicht gekannt. Es klingt für meine Ohren echt witzig. Bemerkenswert ist, dass ich es tags darauf in der Sendung "Wer weiss denn sowas" gleich nochmal gehört habe).

Aber durchaus ein interessantes Thema, welches man sicher bei Gelegenheit vertiefen könnte (also jetzt nicht das Kirre... :mrgreen:)


Tash schrieb:Demnach wäre die "korrekte Zahl", die dir den Kuss einträgt, aus Sicht der vorinkarnativen Absicht des Leidens die einzige falsche Zahl. Dann bleiben aber zehn Zahlen, die du wählen könntest, nicht nur die eine Zahl 12, denn laut deiner obigen Annahme wird sich die Person in die Vertreter der nicht korrekten 10 Zahlen ohnehin nicht verlieben. Du wärst im Hinblick aufs Leiden mit allen 10 Möglichkeiten auf der sicheren Seite.
So oder so hat die Würfelhypothese aber einen gewaltigen Haken, nämlich den Umstand, dass du dabei deine bewusste inkarnierte Absicht außen vor lässt, und damit auch die Frage, wonach sich die Würfel denn nun richten werden.

Du willst die Beziehung unbewusst verhindern, da sich das inkarnierte Ego nicht mehr an den "Lebensplan" erinnert, daher müssten die Würfel sich an deine vorinkarnative Absicht halten um das Leiden zu gewährleisten, werden aber im inkarnierten Zustand von dir materialisiert und geworfen, und somit allein von deinen bewussten Absichten – besser gesagt von deinen inkarnierten Bewusstseinsinhalten und Glaubenssätzen - gelenkt. Das macht das Leiden zumindest fraglich wenn nicht überhaupt unmöglich.


Ich verstehe deinen Einwand. Es war mir bewusst, dass meine Würfel Analogie einige Haken haben dürfte. Vermutlich können alle Analogien höchstens eine Annäherung an einen komplizierten, höherdimensionalen, als auch alltäglichen Vorgang sein. Eine Analogie kann manchmal dazu dienen, etwas Kompliziertes (hoffentlich) besser zu veranschaulichen. Dies war jedenfalls meine Hoffnung.

In meinem Beispiel wäre es beispielsweise nicht möglich gewesen, zu Lebzeiten doch noch auf eine andere Zahl als die geplante zu wechseln, denn die Auswahl von einer Zahl stand für mich Pate für eine «stark festgelegte», nicht veränderbare Eigenschaft/Zustand ab Geburt. Die anderen Zahlen wären demnach weitere, unveränderliche Zustände in einem Spektrum von möglichen "Startpositionen" ins Leben. Man könnte auch ein anderes Beispiel zur Veranschaulichung nehmen: anstatt Kuss/ Liebe ginge es um eine Sportlerkarriere, dann würde es sich so verhalten:

Die Zahl 12 stünde dann z.B. für eine Geburt als Mensch, der nur ein Bein hat, die Zahl 7 für eine Geburt als Mensch mit den besten körperlichen Voraussetzungen. Zahlen dazwischen wären weitere körperliche Voraussetzungen in diesem Spektrum. Also letztlich ganz allgemein gesprochen: gegebene, von Geburt an fest gültige Zustände, die in Bezug auf ein bestimmtes Ziel im Leben eben unterschiedliche «Weggabelungen» bedeuten, die einfacher oder schwieriger zu erreichen sind.

Tash schrieb:Anders verhielte es sich, wenn du mit einer bestimmten Person ganz andere inkarnative Erfahrungen machen wolltest, als das in anderen gemeinsamen Existenzen (samt allen darin enthaltenen Wahrscheinlichkeiten) der Fall war/ist/sein wird. Vielleicht gäbe es schon eine Existenz in der ihr Vater und Kind seid, eine in der ihr Geschwister seid, eine in der ihr ein glückliches Paar seid, vielleicht in umgekehrten Rollen – sie der Mann und du die Frau, oder eine, in der ihr beide das gleiche Geschlecht habt, usw. - und nun wollt ihr beide in einer weiteren Existenz warum auch immer die Erfahrung machen, dass ein Part den anderen ablehnt und der Abgelehnte leiden kann. (Mir sträubt sich gerade das Gefieder bei der Vorstellung derartiger Lebenspläne, aber nun gut, jedem das seine :mrgreen: )

Könnte für gewisse Persönlichkeiten durchaus ein guter Grund sein. Ich persönlich kann auf solche Lebenspläne allerdings auch sehr gut verzichten! :angel:

Aber ich hatte dieses Beispiel ja auch vor allem deshalb gewählt, weil es zur ursprünglichen Frage passte (so nebenbei, hat der ursprüngliche Poster vor lauter Würfel inzwischen das Weite gesucht?)

Tash schrieb:In einem solchen Fall (und jetzt verknüpfe ich wieder) würdet ihr, um beide in deine "Würfelwelt der Zahl 12" zu inkarnieren, bereits vor der Geburt die dafür nötigen Konstellationen wählen, hättet beide diejenigen persönlichen und individuellen Charakteristika festgelegt, die für dieses Vorhaben der Ablehnung am optimalsten sind, während alle anderen möglichen Charaktereigenschaften latent bleiben.


Genau einen solchen Vorgang hatte ich eigentlich mit dem «Wählen der Zahl 12» vermitteln wollen. Siehe auch beim Beispiel mit der Sportkarriere. Alle "nicht gewählten Zahlen" in meinem Beispiel wären somit am ehesten die von dir genannten, latenten Zustände.


Inzwischen sehe ich ein, dass mein «Approach» mit der Analogie wohl nicht sehr effizient war :zwinker:

Aber du konntest mir schon die meisten Fragen (vor allem in deinen letzten beiden Abschnitten) beantworten. Danke für deine Geduld an dieser Stelle!

Wenn ich dich also richtig verstehe, können aus Sicht von Seth demnach sämtliche Wahrscheinlichkeiten erfahrbar gemacht werden, auch die für uns scheinbar unmöglichen? Also kann, nochmals blöd gesagt, JEDER Würfelspieler zu Lebzeiten die Zahl wechseln und alle möglichen 36 wahrscheinlichen Universen erfahren? Es ist mir ein Anliegen das möglichst zu verstehen:

Wenn ich z.B. an die Geburt mit einem Bein denke: Wenn ich dich richtig verstehe, und es keine feste «Zahl 12» gibt, sondern sämtliche latente Zustände und den einen aktiven, fokussierten Zustand:

Würde das nicht heissen, dass man mit dem entsprechenden Belief sich das zweite Bein anwachsen lassen könnte? Und die einzige Barriere, bzw. Grund für die "statistische Wahrscheinlichkeit" ist nicht etwa eine real existierende Wahrscheinlichkeitsverteilung (wie von mir angedacht) sondern lediglich die individuellen bzw. kollektiven Glaubenssätze? Ich habe eben immer noch etwas Mühe, mir das vorstellen zu können. Aber es müsste ja so sein oder?

Herzlichst,
Salibou
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#40
Hallo Salibou :Winker:




(15.02.2021, 15:10)Salibou schrieb: In meinem Beispiel wäre es beispielsweise nicht möglich gewesen, zu Lebzeiten doch noch auf eine andere Zahl als die geplante zu wechseln, denn die Auswahl von einer Zahl stand für mich Pate für eine «stark festgelegte», nicht veränderbare Eigenschaft/Zustand ab Geburt. Die anderen Zahlen wären demnach weitere, unveränderliche Zustände in einem Spektrum von möglichen "Startpositionen" ins Leben. Man könnte auch ein anderes Beispiel zur Veranschaulichung nehmen: anstatt Kuss/ Liebe ginge es um eine Sportlerkarriere, dann würde es sich so verhalten:

Die Zahl 12 stünde dann z.B. für eine Geburt als Mensch, der nur ein Bein hat, die Zahl 7 für eine Geburt als Mensch mit den besten körperlichen Voraussetzungen. Zahlen dazwischen wären weitere körperliche Voraussetzungen in diesem Spektrum. Also letztlich ganz allgemein gesprochen: gegebene, von Geburt an fest gültige Zustände, die in Bezug auf ein bestimmtes Ziel im Leben eben unterschiedliche «Weggabelungen» bedeuten, die einfacher oder schwieriger zu erreichen sind.

Diese Würfel-bzw. Zahlenanalogie macht die ganze Betrachtung meiner Ansicht nach viel komplizierter, als sie sein müsste :Kopfkratz: (Weshalb ich sie jetzt endgültig ausblenden werde :zwinker: )

Von Geburt an fest gültige Zustände ergeben in meiner Vorstellung noch keine unterschiedlichen Weggabelungen, sondern einen einzigen, anfangs gültigen und vor der Inkarnation -hoffentlich sorgfältig! - gewählten Ausgangspunkt.
Die "Festigkeit" dieser Gültigkeit ist zu einem sehr hohen Prozentsatz veränderbar, wenn auch nicht zu 100 Prozent, und die zahllosen Möglichkeiten solcher Veränderungen malen dann die Weggabelungen auf die Landkarte dieser speziellen Existenz.

"Ein bestimmtes Ziel im Leben" kann sich, sofern es die inkarnierte Persönlichkeit angeht, beliebig schnell und oft ändern, die Absicht bzw. das Ziel vor der Inkarnation nicht. ABER ehe wir da jetzt wieder ganz schnell beim leidigen Thema "verfehlter" Lebensziele sind, würde ich dich bitten, dir mal kurz diesen Uralt-Beitrag durchzulesen, der meine auch heute noch gültigen Ansichten zum Thema Lebensplan darlegt.



Zitat:Wenn ich dich also richtig verstehe, können aus Sicht von Seth demnach sämtliche Wahrscheinlichkeiten erfahrbar gemacht werden, auch die für uns scheinbar unmöglichen? Also kann, nochmals blöd gesagt, JEDER Würfelspieler zu Lebzeiten die Zahl wechseln und alle möglichen 36 wahrscheinlichen Universen erfahren? Es ist mir ein Anliegen das möglichst zu verstehen:

Theoretisch ja, praktisch werden immer ein paar Wahrscheinlichkeiten wahrscheinlicher zu erreichen sein, als andere.

Zitat:Wenn ich z.B. an die Geburt mit einem Bein denke: Wenn ich dich richtig verstehe, und es keine feste «Zahl 12» gibt, sondern sämtliche latente Zustände und den einen aktiven, fokussierten Zustand:

Würde das nicht heissen, dass man mit dem entsprechenden Belief sich das zweite Bein anwachsen lassen könnte? Und die einzige Barriere, bzw. Grund für die "statistische Wahrscheinlichkeit" ist nicht etwa eine real existierende Wahrscheinlichkeitsverteilung (wie von mir angedacht) sondern lediglich die individuellen bzw. kollektiven Glaubenssätze? Ich habe eben immer noch etwas Mühe, mir das vorstellen zu können. Aber es müsste ja so sein oder?

Sich fehlende Gliedmaßen nachwachsen zu lassen, ist laut Seth nicht möglich. Daraus zu schließen, dass deshalb alle bei der Geburt gültigen Umstände eine "feste", unveränderliche Gültigkeit hätten, wäre ein großer (und sehr sehr bedauerlicher) Trugschluss.


GlG Tash
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#41
(15.02.2021, 19:27)Tash schrieb: Diese Würfel-bzw. Zahlenanalogie macht die ganze Betrachtung meiner Ansicht nach viel komplizierter, als sie sein müsste :Kopfkratz: (Weshalb ich sie jetzt endgültig ausblenden werde :zwinker: )

Dann kann ich ja langsam wieder in dieses Thema einsteigen, obwohl ich zwischenzeitig ausgestiegen war... :Handkicker:
JUST BE - πάντα ῥεῖ

"When you perform some task without effort and take joy in the task, you will have some slight idea of All That Is." (ESP,Mai 26 1970)
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#42
(15.02.2021, 19:27)Tash schrieb: Sich fehlende Gliedmaßen nachwachsen zu lassen, ist laut Seth nicht möglich. Daraus zu schließen, dass deshalb alle bei der Geburt gültigen Umstände eine "feste", unveränderliche Gültigkeit hätten, wäre ein großer (und sehr sehr bedauerlicher) Trugschluss.

GlG Tash

Was der Mensch aus sich selbst heraus körperlich und mithilfe der natürlichen Evolution nicht zu leisten vermag, kann er immer noch über den Fortschritt in Wissenschaft und Technik manifestieren. Wir können heutzutage fliegen. Protesen ersetzen fehlende Gliedmaßen. Und das Nachwachsenlassen derselben bekommen wir eventuell auch noch hin:

https://www.tagesspiegel.de/wissen/forsc...81198.html

Züchten klappt schonmal teilweise (sic!)...

https://www.spiegel.de/gesundheit/diagno...07299.html

(16.02.2021, 14:10)Apis schrieb: Dann kann ich ja langsam wieder in dieses Thema einsteigen, obwohl ich zwischenzeitig ausgestiegen war... :Handkicker:

Auch ich würde dann gegebenenfalls den Bahnhof, den ich zuguterletzt nur noch verstanden hatte, wieder verlassen, um etwas zum Thread beizutragen. :zwinker:

Manch hiesige aktuelle Diskussion erfordert offenbar Brain 2.0 als Systemvoraussetzung :Kopfkratz:
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#43
Super, danke für den Link :a020:

Dein dortiger Beitrag ist für mich - im Bezug auf diese ganze Thematik betreffend Lebensplan, der "Umsetzung" im Leben, als auch ihm Hinblick des freien Willens - sehr aufschlussreich und es leuchtet mir vollkommen ein.

Tash schrieb:Sich fehlende Gliedmaßen nachwachsen zu lassen, ist laut Seth nicht möglich. Daraus zu schließen, dass deshalb alle bei der Geburt gültigen Umstände eine "feste", unveränderliche Gültigkeit hätten, wäre ein großer (und sehr sehr bedauerlicher) Trugschluss.

Zu diesem Schluss komme ich glücklicherweise nicht :D

Aber es scheint bei diesem Rahmen, in den man hineingeboren gibt, gewisse Konditionen zu geben, die nicht durch den freien Willen verändert werden können. Diese bleiben vorhanden und man muss "damit arbeiten". Wie ich vermutet hatte.

Gibt Seth eine Erklärung dazu, warum das so ist?

Wimmel schrieb:Was der Mensch aus sich selbst heraus körperlich und mithilfe der natürlichen Evolution nicht zu leisten vermag, kann er immer noch über den Fortschritt in Wissenschaft und Technik manifestieren. Wir können heutzutage fliegen. Protesen ersetzen fehlende Gliedmaßen. Und das Nachwachsenlassen derselben bekommen wir eventuell auch noch hin:

Sehr interessant! Ich bin überzeugt, dass uns da früher oder später der Durchbruch gelingt.

Spannend wäre jedoch auch, wenn der Mensch sich evolutionstechnisch diese Fähigkeit des Axolotls selber aneignen würde, und sich fehlende, bzw. abgetrennte Gliedmassen wieder von alleine anwachsen lassen könnte (wenn die Vorstellung auch etwas gruslig ist...)

Ich könnte mir vorstellen, dass so eine biologische Fähigkeit in der Spezies Mensch latent vorhanden sein könnte, aus bestimmten Gründen jedoch nicht genutzt wird?

Schön, dass ihr, Wimmel und Apis, euch wieder hinzugesellt habt.

Ich verstehe euch. Ich habe selber gemerkt, dass es viel zu technisch wurde.

Es mag in gewisser Weise funktionieren, wenn ich für mich selbst versuche, gewisse Abläufe intuitiv besser zu verstehen, mit Analogien und Gedankenexperimente zu arbeiten. Und da Seth auch teilweise mit Analogien arbeitet (aber mit Sicherheit die besseren auf Lager hat :mrgreen:), dachte ich erst recht, dass ich auf diese Weise gut vermitteln könnte, was ich versuche mitzuteilen.

Aber ich sehe ein, dass in einem Forum, in welchem man sich in schriftlicher Form austauscht, diese Vorgehensweise bestimmt nicht immer die beste Wahl ist. :-P
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#44
Salibou schrieb:
Tash schrieb:Sich fehlende Gliedmaßen nachwachsen zu lassen, ist laut Seth nicht möglich. Daraus zu schließen, dass deshalb alle bei der Geburt gültigen Umstände eine "feste", unveränderliche Gültigkeit hätten, wäre ein großer (und sehr sehr bedauerlicher) Trugschluss.

Zu diesem Schluss komme ich glücklicherweise nicht

Aber es scheint bei diesem Rahmen, in den man hineingeboren gibt, gewisse Konditionen zu geben, die nicht durch den freien Willen verändert werden können. Diese bleiben vorhanden und man muss "damit arbeiten". Wie ich vermutet hatte.

Gibt Seth eine Erklärung dazu, warum das so ist?

Eine von mehreren Ausführungen zu einem speziellen Faktor, der mir jetzt so auf die Schnelle untergekommen ist:

Sitzung 32 schrieb:Hier gibt es noch ganze Bereiche an Material, die wir noch nicht diskutiert haben, so dass dies hier nur lückenhaft ist, aber wir werden noch tiefer darauf eingehen. Es gibt keine Gesetze, welche die Persönlichkeit zwingen, all ihre Fähigkeiten zu gebrauchen. Eine Persönlichkeit wird sich keine unangenehmen Geburtsumstände aussuchen, bis sie selbst einsieht, dass die notwendige Disziplin auf keine andere Weise erlangt werden kann. Daher sind extrem heiße und extrem kalte Länder am wenigsten entwickelt. Wenn eine Entwicklung aber einmal eingesetzt hat, geht sie schnell voran.
Die Probleme, die ein Land bewältigen muss, repräsentieren die Probleme, die von den innewohnenden Persönlichkeiten für sich selbst gestellt worden sind, und das Land stellt nur den Rahmen für solche Aktivitäten dar. Es besteht ein enges Band zwischen Reinkarnationszyklen und geschichtlichen Perioden der Erde, über das wir später sprechen werden. Manchmal, jedoch nicht immer, werden Persönlichkeiten, die eine bestimmte Erfahrung brauchen, in ein bestimmtes Land oder eine bestimmte menschliche Rasse hineingeboren.

Das Umfeld als solches kann man mittels des freien Willens zwar verlassen, an den klimatischen Faktoren oder der politischen und wirtschaftlichen Entwicklung solcher Länder wird sich innerhalb einer Generation wahrscheinlich nicht allzuviel Gravierendes ändern. Dennoch bietet es einen geeigneten Rahmen für die jeweils erwünschte individuelle Entwicklung.
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#45
(20.02.2021, 08:07)Salibou schrieb: Schön, dass ihr, Wimmel und Apis, euch wieder hinzugesellt habt.

Ich verstehe euch. Ich habe selber gemerkt, dass es viel zu technisch wurde.

Es mag in gewisser Weise funktionieren, wenn ich für mich selbst versuche, gewisse Abläufe intuitiv besser zu verstehen, mit Analogien und Gedankenexperimente zu arbeiten. Und da Seth auch teilweise mit Analogien arbeitet (aber mit Sicherheit die besseren auf Lager hat :mrgreen:), dachte ich erst recht, dass ich auf diese Weise gut vermitteln könnte, was ich versuche mitzuteilen.

Aber ich sehe ein, dass in einem Forum, in welchem man sich in schriftlicher Form austauscht, diese Vorgehensweise bestimmt nicht immer die beste Wahl ist. :-P

Ach, mach Dir keinen Kopf. Bleib einfach bohrend dran, wenn Dich etwas richtig interessiert. Ich bin bekannt für meine starke Verkopfung. Und auch für meinen Hang zu theoretisieren. Ich bemühe mich aber immer um eine Rückkehr zu einfachen Schlüssen und auch immer mehr zur Entwicklung gefühlsmäßiger oder intuitiver Aussagen.
JUST BE - πάντα ῥεῖ

"When you perform some task without effort and take joy in the task, you will have some slight idea of All That Is." (ESP,Mai 26 1970)
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#46
(20.02.2021, 08:07)Salibou schrieb: Schön, dass ihr, Wimmel und Apis, euch wieder hinzugesellt habt.

Ja, gerne doch! :a020:

(20.02.2021, 08:07)Salibou schrieb: Spannend wäre jedoch auch, wenn der Mensch sich evolutionstechnisch diese Fähigkeit des Axolotls selber aneignen würde, und sich fehlende, bzw. abgetrennte Gliedmassen wieder von alleine anwachsen lassen könnte (wenn die Vorstellung auch etwas gruslig ist...)

Ich könnte mir vorstellen, dass so eine biologische Fähigkeit in der Spezies Mensch latent vorhanden sein könnte, aus bestimmten Gründen jedoch nicht genutzt wird?

Beim menschlichen Embryo sind beispielsweise die Schwimmhäute zwischen Fingern und Zehen noch ausgeprägt. Und der nervige Schluckauf ist vermutlich ein Relikt der Kiemenatmung unserer amphibischen Vorfahren.

https://www.welt.de/welt_print/wissen/ar...ution.html

Zitat:Der französische Mediziner Christian Straus von der Pitié-Salpetrière-Klinik in Paris vermutet, dass der Schluckauf ein evolutionäres Überbleibsel der Kiemenatmung sein könnte - aus der Zeit, in der die ersten Tiere an Land gingen. So spritzen Kaulquappen, die sowohl Kiemen als auch eine Lunge haben, Wasser über ihre Kiemen, indem sie ihre Mundhöhle zusammenpressen. Dabei schließen sie ihre Stimmritze, damit kein Wasser in die Lunge gelangen kann. Offenbar blieb der Gehirnteil, der die dafür zuständigen Muskeln steuert, über Jahrmillionen hinweg erhalten und kontrolliert auch beim Menschen die Stimmritze, so Straus im Fachmagazin "New Scientist".

Jedenfalls bedienen wir uns auf diesem Planeten (und möglicherweise noch darüber hinaus) offenbar mehr oder weniger aus einem Genpool.
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#47
Na, hoffentlich dauert es diesmal nicht wieder drei Jahre, bis Salibou zum nächsten Kurzbesuch hier auftaucht :rolla:
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#48
Tash schrieb:Na, hoffentlich dauert es diesmal nicht wieder drei Jahre, bis Salibou zum nächsten Kurzbesuch hier auftaucht


Ich habe es nicht vor :zwinker:

Es ist nur immer dasselbe Problem: so viele Dinge wollen unter einen Hut gebracht werden, uff!

Verfluchte lineare Camouflage-Zeit! :dodgy:

Tash schrieb:Eine von mehreren Ausführungen zu einem speziellen Faktor, der mir jetzt so auf die Schnelle untergekommen ist:

Sitzung 32 schrieb:
Hier gibt es noch ganze Bereiche an Material, die wir noch nicht diskutiert haben, so dass dies hier nur lückenhaft ist, aber wir werden noch tiefer darauf eingehen. Es gibt keine Gesetze, welche die Persönlichkeit zwingen, all ihre Fähigkeiten zu gebrauchen. Eine Persönlichkeit wird sich keine unangenehmen Geburtsumstände aussuchen, bis sie selbst einsieht, dass die notwendige Disziplin auf keine andere Weise erlangt werden kann. Daher sind extrem heiße und extrem kalte Länder am wenigsten entwickelt. Wenn eine Entwicklung aber einmal eingesetzt hat, geht sie schnell voran.
Die Probleme, die ein Land bewältigen muss, repräsentieren die Probleme, die von den innewohnenden Persönlichkeiten für sich selbst gestellt worden sind, und das Land stellt nur den Rahmen für solche Aktivitäten dar. Es besteht ein enges Band zwischen Reinkarnationszyklen und geschichtlichen Perioden der Erde, über das wir später sprechen werden. Manchmal, jedoch nicht immer, werden Persönlichkeiten, die eine bestimmte Erfahrung brauchen, in ein bestimmtes Land oder eine bestimmte menschliche Rasse hineingeboren.


Das Umfeld als solches kann man mittels des freien Willens zwar verlassen, an den klimatischen Faktoren oder der politischen und wirtschaftlichen Entwicklung solcher Länder wird sich innerhalb einer Generation wahrscheinlich nicht allzuviel Gravierendes ändern. Dennoch bietet es einen geeigneten Rahmen für die jeweils erwünschte individuelle Entwicklung.


Suuuper, wir sind der Sache schon sehr nahe gekommen! Ausserdem ist es auch allgemein eine sehr interessante Passage.

Meine Intuition sagt mir, dass ich es intuitiv verstanden habe :mrgreen:

Demzufolge könnten wir wohl annehmen, dass gewisse biologische, unveränderliche Grundvoraussetzungen des persönlichen Lebens vergleichbar mit den im Zitat genannten, klimatischen Voraussetzungen, sind. Und diese selbstverständlich auch stest freiwillig vor Geburt so gewählt wurden.

Apis schrieb:Ach, mach Dir keinen Kopf. Bleib einfach bohrend dran, wenn Dich etwas richtig interessiert. Ich bin bekannt für meine starke Verkopfung. Und auch für meinen Hang zu theoretisieren. Ich bemühe mich aber immer um eine Rückkehr zu einfachen Schlüssen und auch immer mehr zur Entwicklung gefühlsmäßiger oder intuitiver Aussagen.


Wie wahr! Aber möglicherweise helfen uns diese theoretischen Ausflüge ja auch, die Sache im Nachhinein intuitiv besser zu verstehen.

Übrigens noch passend zu den Beiträgen von Wimmel:

https://www.spektrum.de/news/superregene...obal-de-DE

Sehr spannend (aber eben: irgendwie auch gruslig)

Ich wüsste nicht was dagegen spricht, dass die Menschheit solche Gene/Fähigkeiten latent in sich trägt, diese aber bewusst nicht gebraucht.

Wir könnten sonst z.B. einige (nicht erfreuliche) Erfahrungen nicht so erleben, wie wir dies als Menschheit seit jeher tun, wenn wir uns so einfach wieder herstellen könnten wie diese Schnecke.

Ich selber hätte ja nichts dagegen, mich wieder reparieren zu können. Aber es scheint, als ob die Menschheit als Ganzes seit ihrem Entstehen Wert darauf legt, die Zerstörung des eigenen Körpers so unangenehm und "endgültig" wie nur möglich zu erleben...

Wäre vielleicht mal ein Thema wert. Aber ich recherchiere mal, ob es dazu nicht schon bestehende gibt.
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#49
(10.03.2021, 13:19)Salibou schrieb:
Tash schrieb:Na, hoffentlich dauert es diesmal nicht wieder drei Jahre, bis Salibou zum nächsten Kurzbesuch hier auftaucht


Ich habe es nicht vor :zwinker:

Das freut mich :-))



Zitat:Suuuper, wir sind der Sache schon sehr nahe gekommen! Ausserdem ist es auch allgemein eine sehr interessante Passage.

Meine Intuition sagt mir, dass ich es intuitiv verstanden habe :mrgreen:

:a020:

Zitat:Demzufolge könnten wir wohl annehmen, dass gewisse biologische, unveränderliche Grundvoraussetzungen des persönlichen Lebens vergleichbar mit den im Zitat genannten, klimatischen Voraussetzungen, sind. Und diese selbstverständlich auch stest freiwillig vor Geburt so gewählt wurden.

Davon gehe ich aus, ja.

Wenn wir unsere physischen und charakterlichen Eigenheiten und unser Umfeld mal nur im Licht dieser Annahme betrachten, anstatt nur mit vermeintlichen Nachteilen zu hadern, dann könnten wir vielleicht sogar eine Ahnung davon bekommen, worin unsere vorinkarnativen Absichten denn so bestanden haben könnten.
(Wobei ich ja immer noch finde, dass es keine Rolle spielt, sie nicht mehr zu erinnern, aber aus Gründen der Neugier bin ich derlei Betrachtungen durchaus nicht abgeneigt :mrgreen: )
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