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Impfungen
#26
Hallo Amara,

vielen Dank für die Denkanstöße.

(07.03.2015, 19:01)Amara schrieb: Da bin ich bei dir. Wenn du ihn nicht mehr brauchst, wird er sich verabschieden.

Nennen Mediziner ziemlich ratlos 'Spontanremission'.

(07.03.2015, 19:01)Amara schrieb: Da hast du einen weiteren Grund, warum du ihn brauchtest oder noch brauchst.

Mir scheint, er packt seine Koffer.

(07.03.2015, 19:05)Amara schrieb: Seth sagt doch, wir sind zu sehr an unsere Worte gewöhnt, assoziieren zu stark. Sein Vorschlag ist, neue Worte zu erfinden, Buchstaben zu verdrehen etc. Das habe ich als Kind sehr gerne gemacht, sollte man mal wieder einführen.

noV rim sua enreg.

ssurG,

ffetS :zwink:
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#27
Willkommen, Steff.

(07.03.2015, 17:17)Steff schrieb: ...schön, daß ich mit meinem ersten Posting gleich etwas zu einem aktuellen Thread beitragen darf. Im 'Tal der weisen Narren' hat Violetta einen lesenswerten Text zum Thema 'Argumente gegen das Impfen' getippt. Sie nimmt hierbei Bezug auf ein Buch von Simone Delarue (Impfungen - der unglaubliche Irrtum):

http://www.pagan-forum.de/Thema-Impfen-A...das-Impfen

Hochinteressanter Beitrag, danke dafür!

Zitat:Von mir gibt es eine kleine Anekdote (gemäß alltagssprachlicher Bedeutung) hinsichtlich Allergien.

Als Kind war ich stark allergisch gegen Kaninchenhaare. Ich habe nicht erst mit etwas Husten und laufender Nase reagiert, sondern gleich mit einem starken Hauttauschlag reagiert. Mit sowas hier:

http://images.gutefrage.net/media/fragen.../0_big.jpg

Allerdings überzog die allergische Reaktion in meinem Fall den gesamten Torso.

Die Zwergkaninchen (wir lebten auf dem Land und ich hatte die Tiere von den Nachbarskindern, deren Eltern einen Bauernhof besaßen) bekam ich zum Geburtstag geschenkt. Der Verlust, die beiden Süßen wieder abgeben zu müssen, war insofern nicht allzu groß, da ich die Karnickel jederzeit besuchen konnte (wenn auch mit gebührendem räumlichem Abstand).

Jahre später, als Jugendlicher, ergab es sich dann, daß unsere Nachbarn (wir waren mittlerweile umgezogen) aufgrund ihres Wohnungswechsels keine Haustiere halten durften. Wir bekamen zwei Wellensittiche ... und zwei Zwergkaninchen. Die selbe Art, der selbe Felltyp. Während meine Mutter bereits an einer Zeitungsanzeige feilte, um die Kaninchen gleich weiter in sorgende Hände weiterzureichen, war es aus Platzgründen bis dahin leider nur möglich, die Tiere zumindest für eine Nacht in meinem Zimmer unterzubringen. Mit überraschendem Ergebnis: von einer Allergie war keine Spur mehr! Als wäre ich nie allergisch gewesen. Wer jetzt argumentiert: "Dann warst Du schon damals nicht allergisch gegen Kaninchenhaare!", dem sei gesagt, daß ich auch damals allergiefrei blieb - allerdings erst, nachdem die Löffelohren aus dem Haus waren! Jeder testweise Kontakt, denn ich dann bei den Nachbarn mit den Tieren hatte, führte wieder zu der angesprochenen allergischen Reaktion.

Wo liegt die Verbindung zum Seth-Material? In dieser Aussage:

Seth schrieb:Da nun aber niemand krank wird, der die Krankheit nicht aus irgendeinem psychologischen Grunde braucht, bleiben viele Menschen von derartigen Infektionen verschont.

Ich war kein Schüler, der nicht in die Schule wollte, weil er konkret gemobbt wurde, aber ich war extrem introvertiert, stinkfaul und desinteressiert und bekam dadurch nur die Hälfe des vermittelten Stoffs wirklich mit. Entsprechend sahen meine Noten aus und entsprechend eng wurde es für mich, wenn Klassenarbeiten anstanden. Im Kindergarten - als so ziemlich jeder und jede mit den typischen Kinderkrankheiten im Bett lag - blieb ich kerngesund. Ich hatte keine einzige Kinderkrankheit, obwohl meine Eltern mich nicht zuhause ließen (O-Ton des damaligen Hausarztes: "Der Junge soll seine Kinderkrankheiten jetzt zur Grundimmunisierung bekommen.").

Wie ich Jahre später rekonstruierte, fielen die Allergieschübe oder irgendwelche Erkältungen stets mit Zeiten zusammen, in denen ich in der Schule besonders viel Streß hatte. Im Kindergarten, wo alles Spaß machte, hatte ich noch nicht einmal einen Schnupfen. Die Allergie (begann ab der Grundschule) war stets insofern praktisch, weil ich dann stets mehrere Tage zuhause bleiben konnte, meine teilweise heftigen Grippeerkrankungen (die ich eigentlich grundlos vor allem als Jugendlicher hatte, als der Schulstreß noch stärker zugenommen hatte), sorgten für Fehlzeiten von jeweils bis zu zwei Wochen.

Meine 'Autoimmunerkrankung' (Morbus Crohn) legte los, als ich nach Jahren der häuslichen Pflege meines Vaters und nach dessen Tod 'auf eigenen Beinen' stehen sollte. Einigeln war nicht mehr - krank!

Ich wurde immer dann krank, wenn ich viel Streß irgendwie vermeiden oder mich 'draußen in der Welt beweisen' mußte. Die häusliche Pflege indes war keine Zeit, die ich als streßig empfand - schließlich durfte ich einen geliebten Menschen betreuen und mußte nicht 'hinaus in die Welt'. Soziale Phobie? Möglich.

Heute habe ich den Crohn (der laut Klinik eigentlich therapiefraktär ist und aufgrunddessen mir vor Jahren schon dringend zum künstlichen Darmausgang geraten wurde) soweit unter Kontrolle (ohne schulmedizinische Medikamente), daß ich unter Beachtung diverser Kleinigkeiten die meiste Zeit weitestgehend symptomfrei leben kann. Ich bin allerdings der festen Überzeugung, daß ich den Crohn (der meiner Ansicht nach weder eine 'Autoimmunerkrankung' noch überhaupt eine chronische Erkrankung darstellt) mit Stumpf und Stiel ausmerzen kann.

Ironischerweise haben mich gerade die Jahre des schweren akuten Crohn-Krankheitsverlaufs gelehrt, mit Streß umzugehen und extrovertierter zu werden.

Ich habe neben fast allen anderen Tierhaaren auch eine Allergie gegen Kaninchenhaare. Sie ist bei weitem nicht so schlimm wie Deine, ich bekomme keine Hautausschläge, sondern nur Augentränen und Niesen, das sich bis zur Atemnot steigert.

Ehrlich gesagt kann ich diese ganze Tierwelt nicht wirklich gut leiden: Hunde stinken, wenn sie naß sind (Entschuldigung, liebe Tash, vielmals... :Verlegen::Verlegen: ), Katzen haaren überall 'rum, Pferde schwitzen und stinken usw... und Meerschweinchen machen nicht einmal satt. :twisted:

Ich weiß nicht, woran das liegt, aber ich finde zur Haustierwelt keinen rechten Zugang. Aufgrund eines älteren Versprechens meinerseits habe ich aber nun 2014 zugestimmt, dass zwei Zwergkaninchen auf unserem Balkon einziehen dürfen. Wenn sie 15 min. in der Küche herumhoppeln, muß ich den Raum verlassen. Sie sind supersüß und echt possierlich, aber ich brauche sie wirklich nicht in meiner Wohnung. Da ist die Grenze.

Ich war auch eher introvertiert, und sozial in der Schule auch nicht sehr gut integriert, aber das dürfte sich heute deutlich geändert haben: auch ich habe gelernt, extrovertierter zu sein, aber meine Allergien sind geblieben.

LG
Apis
JUST BE - πάντα ῥεῖ

"When you perform some task without effort and take joy in the task, you will have some slight idea of All That Is." (ESP,Mai 26 1970)
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#28
Och, kein Grund für Entschuldigungen. Mein Wuffel sieht das total gelassen :cool:

Vielleicht liegt die Allergie ja daran, dass Tiere grundsätzlich NICHT so angepasst und introvertiert sind, und in ihren Eigenschaften nicht so "zurückhaltend" gemacht werden können wie Menschen :mrgreen: Könnte ja sein, dass du darauf so empfindlich reagierst, gerade weil du im Unterschied zu Tieren eher der introvertierte, intellektuelle Typ bist/warst, der alles unter Kontrolle haben möchte, Tierhaare inklusive :rolla:

Einem Tier ist es gleichgültig ob es haart oder stinkt, du hingegen greifst zu Rasierer und Deo, um nirgends anzuecken. Vermutlich könntest du einiges lernen von den Karnickeln, so wie ich von meinem gelegentlich stinkenden Hund :lol:
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#29
(09.03.2015, 10:44)Tash schrieb: Och, kein Grund für Entschuldigungen. Mein Wuffel sieht das total gelassen :cool:

Vielleicht liegt die Allergie ja daran, dass Tiere grundsätzlich NICHT so angepasst und introvertiert sind, und in ihren Eigenschaften nicht so "zurückhaltend" gemacht werden können wie Menschen :mrgreen: Könnte ja sein, dass du darauf so empfindlich reagierst, gerade weil du im Unterschied zu Tieren eher der introvertierte, intellektuelle Typ bist/warst, der alles unter Kontrolle haben möchte, Tierhaare inklusive :rolla:

Einem Tier ist es gleichgültig ob es haart oder stinkt, du hingegen greifst zu Rasierer und Deo, um nirgends anzuecken. Vermutlich könntest du einiges lernen von den Karnickeln, so wie ich von meinem gelegentlich stinkenden Hund :lol:

"Gelassen". DAS scheint mir am ehesten der richtige Ausdruck zu sein.
Als kleiner Junge war ich derart sensibel, dass ich bei jeder Aggression (oder dem, das ich als solche auffasste) völlig in Streß geriet. Allergien sind für mich DAS Aggressionsthema der Zeit, denn der Körper kämpft meist aus Langeweile und Unterforderung gegen Dinge, die an sich völlig harmlos sind. Es gibt nichts Harmloseres als ein paar Flusen eines Kaninchens.

Alles unter Kontrolle ist auch gut und wichtig für mich, aber in den letzten Jahren habe ich gelernt, dass NIEMALS alles unter Kontrolle gehalten werden kann. Und dass diese Kontrolle voll auf Kosten der Spontaneität geht, was einen Gutteil Lebendigkeit kostet.

Den Rasierer betrachte ich als lästige Pflicht, die am Wochenende und in den Ferien nicht erfüllt wird, und mein Deo hält ewig, das letzte flockte aus. ***igitt** 8) :lol: :groehl
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#30
(09.03.2015, 15:17)Apis schrieb: Allergien sind für mich DAS Aggressionsthema der Zeit, denn der Körper kämpft meist aus Langeweile und Unterforderung gegen Dinge, die an sich völlig harmlos sind.

Echt? Siehst du das so? Ich vermute mal eher, dass es sich bei dir um eine Unverträglichkeit oder allergische Reaktion handelt. Hättest du eine echte Allergie (was übrigens viel weniger Leute haben, als sie glauben), wüsstest du anhand eigener Erfahrungen, was anaphylaktische Schocks sind. Die sind, by the way, lebensbedrohlich. :shock:

Interessant finde ich deine Deutung der Langeweile und Unterforderung des Körpers. Wenn du als gegeben nimmst, dass alles Körperliche psychische Ursachen hat, finde ich es umso spannender, deine Sichtweise dazu zu lesen, falls du sie schildern magst natürlich nur. :Winker:


(09.03.2015, 15:17)Apis schrieb: Es gibt nichts Harmloseres als ein paar Flusen eines Kaninchens.

Na, dann gibt es doch keinen Grund, deine auf den Balkon zu verbannen. :zwinker:

Da du nicht nur die "Nickels" sondern auch andere Haustiere nicht magst, vermute ich eher, dass etwas Anderes dahinter steckt. Tiere sind oftmals viel sensibler als Menschen. Hast du unterbewusst vielleicht Angst, die kleinen Stinker könnten dich durchschauen? Verdrängst du da etwas?

Immerhin hast du den Schritt gewagt, dir welche ins Haus zu holen, auch wenn du sie durch die andere Tür gleich wieder nach draußen verbannt hast.

Das ist doch Anfang, auch für psychische Entwicklung. :a020:
___________________________________________________
Happy living! :Winker:


Wir sind alle unterschiedliche Teile des gleichen Ganzen.
We are all different parts of the same whole.
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#31
Hallo Apis,

(09.03.2015, 10:02)Apis schrieb: Ehrlich gesagt kann ich diese ganze Tierwelt nicht wirklich gut leiden: Hunde stinken, wenn sie naß sind (Entschuldigung, liebe Tash, vielmals... :Verlegen::Verlegen: ), Katzen haaren überall 'rum, Pferde schwitzen und stinken usw... und Meerschweinchen machen nicht einmal satt. :twisted:

zumindest Bienen scheinst Du zu mögen?

Gruß

Steff

PS: Auswahl meiner Haustiere der Vergangenheit (sie waren aber nicht alle gleichzeitig da - ich bin schließlich nicht Noah! :groehl): Hunde (große, kleine), Katzen, Wellensittiche, Igel (zum Überwintern), Meerschweinchen, Zwergkaninchen, Hamster, Tauben, Vogelspinnen, Skorpione. Überhaupt fand ich als Kind und in meiner Jugend nichts faszinierender als Insekten und Spinnen. Momentan bin ich allerdings ohne Haustier - und mit der Situation auch ganz zufrieden.
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#32
(09.03.2015, 21:15)Amara schrieb: Ich vermute mal eher, dass es sich bei dir um eine Unverträglichkeit oder allergische Reaktion handelt. Hättest du eine echte Allergie (was übrigens viel weniger Leute haben, als sie glauben), wüsstest du anhand eigener Erfahrungen, was anaphylaktische Schocks sind. Die sind, by the way, lebensbedrohlich. :shock:
Ich lege keinerlei Wert darauf, lebensbedroht zu sein. Dadurch nicht.
Deine Abgrenzung finde ich interessant. Was ist eine "echte" Allergie?

Zitat:Na, dann gibt es doch keinen Grund, deine auf den Balkon zu verbannen. :zwinker:
Theoretisch nicht. Praktisch schon. Ich arbeite daran.

Zitat:Da du nicht nur die "Nickels" sondern auch andere Haustiere nicht magst, vermute ich eher, dass etwas Anderes dahinter steckt. Tiere sind oftmals viel sensibler als Menschen. Hast du unterbewusst vielleicht Angst, die kleinen Stinker könnten dich durchschauen? Verdrängst du da etwas?
Bestimmt.

Zitat:Immerhin hast du den Schritt gewagt, dir welche ins Haus zu holen, auch wenn du sie durch die andere Tür gleich wieder nach draußen verbannt hast.

Das ist doch Anfang, auch für psychische Entwicklung. :a020:
Sehe ich auch so. Deswegen habe ich es getan. 8)
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#33
(10.03.2015, 00:55)Steff schrieb: zumindest Bienen scheinst Du zu mögen?
Jep, gut bemerkt. Sehr reinliche Haustiere.

Zitat:PS: Auswahl meiner Haustiere der Vergangenheit (sie waren aber nicht alle gleichzeitig da - ich bin schließlich nicht Noah! :groehl): Hunde (große, kleine), Katzen, Wellensittiche, Igel (zum Überwintern), Meerschweinchen, Zwergkaninchen, Hamster, Tauben, Vogelspinnen, Skorpione. Überhaupt fand ich als Kind und in meiner Jugend nichts faszinierender als Insekten und Spinnen. Momentan bin ich allerdings ohne Haustier - und mit der Situation auch ganz zufrieden.
Da fehlen ja nur Bienen. :Handkicker:
Spinnen mag ich nicht mehr so, seit mich 2013 eine gebissen hat. Es war eine Gartenkreuzspinne, die ich retten wollte. Sie hat meinen Finger angesprungen und förmlich 8-fach umarmt. Der Schmerz ist ähnlich wie ein Bienenstich. Ich hatte bis dahin übrigens den unumstösslichen belief, dass solche Spinnen Menschen niemals beißen könnten. :Kopfkratz:
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#34
(10.03.2015, 08:26)Apis schrieb: Spinnen mag ich nicht mehr so, seit mich 2013 eine gebissen hat. Es war eine Gartenkreuzspinne, die ich retten wollte. Sie hat meinen Finger angesprungen und förmlich 8-fach umarmt. Ich hatte bis dahin übrigens den unumstösslichen belief, dass solche Spinnen Menschen niemals beißen könnten. :Kopfkratz:

Da lag möglicherweise ein kleines Mißverständnis vor. Spinnen nie direkt greifen, schon gar nicht an den Beinen. Dann setzt nämlich der Beißreflex ein. Das Hinterteil ist ebenfalls tabu. Spinnen stets förmlich in die hohle Hand legen - oder gleich ein Glas nehmen und sie sanft reinschubsen. :zwink:

Es gibt allerdings aggressivere und weniger aggressive Spinnenarten - die laut Horrorfilm-Klischee ach so furchteinflößenden Vogelspinnen sind (bis auf ein paar Ausnahmen) übrigens eher sanfte Riesen. Auch deshalb werden sie gerne für Dreharbeiten genommen. Vogelspinnen sind ohnehin etwas weiter entwickelt als Gartenkreuzspinne & Co. - es geht das Gerücht, daß schon Exemplare darauf trainiert wurden, auf Pfiff zu kommen.

Schade um die vergeudete Trainingszeit - die Morgenzeitung ans Bett zu bringen wäre viel sinnvoller. :zwinker:

Wenn Vogelspinnen sauer werden, können sie fauchen. :shock:

https://www.youtube.com/watch?v=yzZXffnoT-o
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#35
(10.03.2015, 16:07)Steff schrieb: Da lag möglicherweise ein kleines Mißverständnis vor. Spinnen nie direkt greifen, schon gar nicht an den Beinen. Dann setzt nämlich der Beißreflex ein. Das Hinterteil ist ebenfalls tabu. Spinnen stets förmlich in die hohle Hand legen - oder gleich ein Glas nehmen und sie sanft reinschubsen. :zwink:
Schubsen war nicht mehr, sie hatte sich auf die Hinterbeine gestellt und damit die Drohhaltung eingenommen... :zwinker:
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#36
(09.03.2015, 21:15)Amara schrieb: Interessant finde ich deine Deutung der Langeweile und Unterforderung des Körpers. Wenn du als gegeben nimmst, dass alles Körperliche psychische Ursachen hat, finde ich es umso spannender, deine Sichtweise dazu zu lesen, falls du sie schildern magst natürlich nur. :Winker:

Meine Deutung ist recht wissenschaftlich. :Handkicker: In einer sauberen Umgebung mit guter Hygiene und tendenziell wenig Keimen gedeihen Allergien viel besser als in weniger sauberen Umgebungen.
'Je mehr Dreck, desto weniger Allergien' scheint zu gelten. Anscheinend war es sowohl in den neuen Bundesländern, in denen angeblich Allergien früher so gut wie unbekannt waren, als auch auf beliebigen Bauernhöfen wesentlich besser, sein Immunsystem von Klein auf zu trainieren.
Aufgabe des Immunsystems ist die Abwehr unerwünschter oder schädlicher Inhalte. Wenn nun weniger schädliche Inhalte eindringen wollen, aber trotzdem ein gewisses Abwehrkontingent und ein Drang nach Werterfüllung vorhanden ist, wird sich dieses pflichtbewusst auf Dinge konzentrieren, die es erfüllen könnten.
Zur effizienten Abwehr braucht es zupackende Energie, Aggression. Wenn nun Aggression in der Gesellschaft so sehr kanalisiert und geregelt wird, dass man schon schief angeschaut wird, wenn man mal einen Wutausbruch hat, dann findet diese gute, zwingend vorhandene Energie keine anderen Ventile mehr und stürzt sich auf alle möglichen Nichtigkeiten: Pollenkörner, Staubkörner, Samen, Flüssigkeiten, Düfte.
Auffällig oft sind damit Eiweiße verknüpft. Und an dem Punkt ist die Symbolik eindeutig: Eiweiße sind Lebensbausteine, ohne Eiweiß kein Leben.

Die Aggression richtet sich letztlich gegen das Leben selbst.
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#37
(12.03.2015, 12:17)Apis schrieb: Zur effizienten Abwehr braucht es zupackende Energie, Aggression. Wenn nun Aggression in der Gesellschaft so sehr kanalisiert und geregelt wird, dass man schon schief angeschaut wird, wenn man mal einen Wutausbruch hat, dann findet diese gute, zwingend vorhandene Energie keine anderen Ventile mehr und stürzt sich auf alle möglichen Nichtigkeiten: Pollenkörner, Staubkörner, Samen, Flüssigkeiten, Düfte.

Wie sollte denn Aggression ausgelebt werden? Ich schätze, das Organisieren in Hooligan-Banden hattest Du eher nicht im Sinn. :zwinker:
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#38
Eine sehr wichtige Frage, nur individuell zu beantworten.

Gartenarbeit, Kissenschlacht, Holzhacken, Sport, Diskussionen, Sex?
Was schlägst Du denn so vor?
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#39
(12.03.2015, 12:17)Apis schrieb: 'Je mehr Dreck, desto weniger Allergien' scheint zu gelten.

Das ist bekannt. Im Umkehrschluss aber davon auszugehen: "kein Dreck = mehr Allergien", finde ich zu einfach. :shock: Es ist wohl nicht nur der Dreck an sich, sondern auch die Umgehensweise des Umfeldes, die ein Kind prägt. Wenn Mama ständig mit der Sagrotanflasche hinterher rennt, ist es für mich nicht verwunderlich, dass Kind auf vieles allergisch reagiert. Viel mehr als der fehlende Dreck, triggern sich durch Verknüpfungen Verbindungen im Hirn, die Programme automatisch abrufen: unhygienisches Umfeld = krank werden. Das unhygienische Umfeld bezieht sich dabei auch auf die Psyche.


(12.03.2015, 12:17)Apis schrieb: Anscheinend war es sowohl in den neuen Bundesländern, in denen angeblich Allergien früher so gut wie unbekannt waren, als auch auf beliebigen Bauernhöfen wesentlich besser, sein Immunsystem von Klein auf zu trainieren.
Aufgabe des Immunsystems ist die Abwehr unerwünschter oder schädlicher Inhalte. Wenn nun weniger schädliche Inhalte eindringen wollen, aber trotzdem ein gewisses Abwehrkontingent und ein Drang nach Werterfüllung vorhanden ist, wird sich dieses pflichtbewusst auf Dinge konzentrieren, die es erfüllen könnten.

Das "Futter" im Osten beschränkte sich auf das, was es lokal gab. Es gab keine Südfrüchte usw. von denen man weiss, dass sie Enzyme etc. enthalten, die von den hiesigen Bürgern schwer verstoffwechselt werden können. :zwinker:



(12.03.2015, 12:17)Apis schrieb: Zur effizienten Abwehr braucht es zupackende Energie, Aggression. Wenn nun Aggression in der Gesellschaft so sehr kanalisiert und geregelt wird, dass man schon schief angeschaut wird, wenn man mal einen Wutausbruch hat, dann findet diese gute, zwingend vorhandene Energie keine anderen Ventile mehr und stürzt sich auf alle möglichen Nichtigkeiten: Pollenkörner, Staubkörner, Samen, Flüssigkeiten, Düfte.

Richtig, Aggression muss raus. Das heisst nicht, dass man alles kurz und klein hauen oder sich oder andere gefährden sollte. Man sollte lernen, diese Aggression zu kontrollieren und den Energieschub sinnvoll zu nutzen. Du kannst dich an dein Schlagzeug setzen (wenn du eins hast) und einen Trommelwirbel starten. Vielleicht findest du genau jetzt einen tollen Song. Du kannst laufen gehen, falls du ein Jogger bist. Wer weiss, vielleicht sprengst du deinen eigenen Rekord. Als Autor packst du deine ganze Wut in einen Text. Teile daraus lassen sich für den nächsten Roman nutzen usw. Wenn du statt dessen aber deine Faust in die Wand rammst, tust du nicht nur dir selbst weh, sondern die Verletzung und evtl. Narben erinnern dich immer daran, wie dumm und unkontrolliert du warst. Nutze die freigesetzte Energie sinnvoll und du verschaffst dir aus der ärgerlichen Situation einen Vorteil.



(12.03.2015, 12:17)Apis schrieb: Auffällig oft sind damit Eiweiße verknüpft. Und an dem Punkt ist die Symbolik eindeutig: Eiweiße sind Lebensbausteine, ohne Eiweiß kein Leben.

Die Aggression richtet sich letztlich gegen das Leben selbst.

Ja, wenn du nicht lernst, sie für etwas, statt gegen etwas einzusetzen. :Knutscher:
___________________________________________________
Happy living! :Winker:


Wir sind alle unterschiedliche Teile des gleichen Ganzen.
We are all different parts of the same whole.
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#40
Amara schrieb:
(12.03.2015, 12:17)Apis schrieb: Anscheinend war es sowohl in den neuen Bundesländern, in denen angeblich Allergien früher so gut wie unbekannt waren, als auch auf beliebigen Bauernhöfen wesentlich besser, sein Immunsystem von Klein auf zu trainieren.
Aufgabe des Immunsystems ist die Abwehr unerwünschter oder schädlicher Inhalte. Wenn nun weniger schädliche Inhalte eindringen wollen, aber trotzdem ein gewisses Abwehrkontingent und ein Drang nach Werterfüllung vorhanden ist, wird sich dieses pflichtbewusst auf Dinge konzentrieren, die es erfüllen könnten.

Das "Futter" im Osten beschränkte sich auf das, was es lokal gab. Es gab keine Südfrüchte usw. von denen man weiss, dass sie Enzyme etc. enthalten, die von den hiesigen Bürgern schwer verstoffwechselt werden können. :zwinker:

Ich glaube, ihr zwei, eure Argumentation greift hier zu kurz. :zwinker:
Es gab bei uns - wenn auch nicht stets und ständig - Bananen! Und Apfelsinen! Letztere waren zwar nicht mit den heutigen zu vergleichen, weil strohig und trocken, statt saftig, aber es gab sie. Kamen wohl aus Kuba.

Südfrüchte hin oder her, ich denke, dass das Fehlen von Allergien hauptsächlich auf den Umgang der Menschen miteinander zurückzuführen ist. Ich kann es schlecht beschreiben, aber hier herrschte im Großen und Ganzen Zusammenarbeit, statt gegeneinander zu arbeiten. Konkurrenzkampf war uns so gut wie unbekannt. Das ganze Klima hier war herzlicher und tiefgreifender als ich es im "Westen" kennen gelernt habe.
Viele, die ich kenne, die nach der Wende in den Westen gegangen sind, um dort Arbeit und eine neues zu Hause zu finden, sind zurück gekommen, weil sie keine wirklichen tiefen Freundschaften finden konnten. Alles war zu oberflächlich. Diejenigen, die allerdings vor der Wende rüber sind, sind dort geblieben. Es scheint das richtige menschliche Klima für sie zu sein.
Inzwischen ist viel von dem Klima, das hier herrschte leider verloren gegangen. Aber es ist noch zu finden.

Allergien haben meiner Meinung nach etwas mit übertriebenen Ängsten zu tun. Vor allem der Angst, sich zu öffnen. :angel:
Organisiert eure Wirklichkeit nach eurer Stärke, organisiert eure Wirklichkeit nach eurem Sinn für das Spielerische, nach euren Träumen, nach eurer Freude, nach euren Hoffnungen - und dann könnt ihr denen helfen, die ihre Wirklichkeit nach ihren Ängsten organisieren. Seth April 1977
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#41
(13.03.2015, 08:55)Amara schrieb:
(12.03.2015, 12:17)Apis schrieb: 'Je mehr Dreck, desto weniger Allergien' scheint zu gelten.

Das ist bekannt. Im Umkehrschluss aber davon auszugehen: "kein Dreck = mehr Allergien", finde ich zu einfach. :shock: Es ist wohl nicht nur der Dreck an sich, sondern auch die Umgehensweise des Umfeldes, die ein Kind prägt.

Bei Autoimmunerkrankungen wurde schon die selbe These aufgestellt. So gibt es in Ländern, die über keine Hygienestandards verfügen, so gut wie keine Autoimmunerkrankungen. Sagen die Studien.

Generell sind solche Aussagen für die Katz', da das Ergebnis einer Untersuchung ohnehin gemäß der Glaubenssätze des Untersuchenden ausfällt.

(13.03.2015, 08:55)Amara schrieb: Du kannst dich an dein Schlagzeug setzen (wenn du eins hast) und einen Trommelwirbel starten.


Also doch Hooligans. Wenn ich mich an ein Schlagzeug setze und wirbele, IST das nämlich schwere Körperverletzung an meinem gesamten Umfeld. :mrgreen:
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#42
(13.03.2015, 11:42)Yeti schrieb: Allergien haben meiner Meinung nach etwas mit übertriebenen Ängsten zu tun. Vor allem der Angst, sich zu öffnen. :angel:

Du nun wieder... :rolla:

Macht aber Sinn: Blütenpollen, Tierhaare und alles andere harmlose Zeug begehren Einlaß in meine Erfahrungswelt, ich bräuchte sie nur hereinzulassen und könnte mich dadurch von ihrer Ungefährlichkeit überzeugen, anstatt sie ängstlich abzuwehren.

Mal sehen, ob sich das integrieren lässt...
:zwinker:

LG
Apis
:a020:
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"When you perform some task without effort and take joy in the task, you will have some slight idea of All That Is." (ESP,Mai 26 1970)
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#43
Nunja, Apsi, so macht es noch nicht ganz wirklich Sinn, denke ich ...

"Blütenpollen, Tierhaare und alles andere harmlose Zeug" sind Teil deiner Camouflage.
"Angst, sich zu öffnen" bezieht sich eigentlich auf das sich öffnen für andere Ideen, für andere Sichtweisen - vorzugsweise die, welche von anderen Menschen gelebt und in mein Leben getragen werden. Hat auch was mit Neugier zu tun, denke ich. Es ist eine innere Haltung, derer sich Allergiker sicherlich nicht bewusst sind.
Bewusstheit ist das Ziel. Spüre diese Haltung in dir auf, setze dich bewusst mit ihr auseinander und entscheide bewusst, ob du deine Denkweise und Empfindungen diesbezüglich so beibehalten willst oder nicht.
Es spricht nicht unbedingt etwas gegen das Beibehalten. Es geht um das Bewusst-machen. Das ist der springende Punkt, meine ich.

Einwände?
Organisiert eure Wirklichkeit nach eurer Stärke, organisiert eure Wirklichkeit nach eurem Sinn für das Spielerische, nach euren Träumen, nach eurer Freude, nach euren Hoffnungen - und dann könnt ihr denen helfen, die ihre Wirklichkeit nach ihren Ängsten organisieren. Seth April 1977
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#44
(16.03.2015, 16:34)Yeti schrieb: Nunja, Apsi, so macht es noch nicht ganz wirklich Sinn, denke ich ...

"Blütenpollen, Tierhaare und alles andere harmlose Zeug" sind Teil deiner Camouflage.
"Angst, sich zu öffnen" bezieht sich eigentlich auf das sich öffnen für andere Ideen, für andere Sichtweisen - vorzugsweise die, welche von anderen Menschen gelebt und in mein Leben getragen werden. Hat auch was mit Neugier zu tun, denke ich.

Naja, bin ich neugierig? :Kopfkratz: "Bewusst" neugierig?

Zitat:Bewusstheit ist das Ziel. Spüre diese Haltung in dir auf, setze dich bewusst mit ihr auseinander und entscheide bewusst, ob du deine Denkweise und Empfindungen diesbezüglich so beibehalten willst oder nicht.
Es spricht nicht unbedingt etwas gegen das Beibehalten. Es geht um das Bewusst-machen. Das ist der springende Punkt, meine ich.

Einwände?

Ich bin immer sehr für's Beibehalten. Ganz bewusst. 8)
Von daher wäre DAS für mich ganz speziell eher der Fehler.
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